RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Heimrallye in Japan Toyota will die Heimrallye in Japan unbedingt gewinnen
Toyota Gazoo Racing

Heimrallye in Japan: Toyota-Piloten dürfen voll angreifen

Der Titelkampf in der WRC-Saison 2023 ist bereits zugunsten von Toyota entschieden - Beim Saisonfinale in Japan dürfen die Fahrer noch einmal voll angreifen

Mit dem Saisonfinale in Japan geht die Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2023 zu Ende. Die Entscheidungen in den Titelkämpfen sind bereits gefallen, denn Toyota hat mit Kalle Rovanperä die Fahrerwertung vorzeitig gewonnen. In der Teamwertung liegen die Japaner uneinholbar vor Hyundai und M-Sport-Ford, weshalb die Marke ihren Fahrern erlaubt hat, bei der Heimrallye noch einmal anzugreifen, um die heimischen Fans zu begeistern.

Toyota dominierte die WM-Saison 2023: In zwölf Läufen holten die Fahrer acht Siege, der Kampf um die Spitze war eine klare Angelegenheit. Kein Wunder also, dass Toyota zum dritten Mal in Folge das Double holte. Trotz der Erfolge gibt es noch eine Aufgabe, denn die einzige Heimrallye der Japaner wurde bisher von Hyundai gewonnen und mit einem Doppelsieg sogar klar dominiert.

Der bisher letzte japanische Heimsieg gelang Subaru im Jahr 2004 mit Petter Solberg, 2022 gewann Hyundai. Laut Toyota-Teamchef Jari-Matti Latvala ist der Rennstall "voll motiviert", endlich wieder einen Heimsieg zu feiern. "Wir haben wieder alle Titel gewonnen, also ist das einzige Ziel, das wir noch haben, die Rallye Japan zu gewinnen", sagt er.

In der Saison 2022 schaffte es Takamoto Katsuta immerhin auf das Podium, doch der Sieg blieb ihm verwehrt. "Wir bringen alle vier Fahrer dorthin und sie müssen sich keine Sorgen um die Meisterschaft machen, also haben sie die Freiheit, voll anzugreifen, denn das Ziel, die Rallye zu gewinnen, hat Priorität. Es ist eine Herausforderung, denn es ist die zweite Asphalt-Rallye in Folge und die Straßen sind ganz anders als in Mitteleuropa."

Keiner der Hersteller hatte Zeit, das Auto vor dem Saisonfinale zu testen, deshalb müssen die Fahrzeuge schon beim Ausladen eine gute Basisabstimmung haben. Danach müssen die notwendigen Änderungen immer passen, sonst bekommt ein Fahrer in Japan massive Probleme. Neben Champion Rovanperä starten auch Elfyn Evans, Sebastien Ogier und Katsuta für die Japaner. Rekordfahrer Ogier hat in seiner Teilzeitsaison drei Siege eingefahren.

Der Franzose fühlt sich "verantwortlich" dafür, dass Toyota beim Heimspiel gewinnt. "Ich freue mich auf die Rallye Japan", sagt er. "Wir haben unsere Hauptziele bereits erreicht, aber als Toyota-Fahrer liegt es in meiner Verantwortung, auch den Heimsieg in Japan einzufahren." In der Saison 2022 belegte Ogier nur einen enttäuschenden vierten Platz. "Das wäre ein ganz besonderes und wichtiges Ergebnis."

"Ich hoffe, dass wir besser sind als im vergangenen Jahr", fuhr der achtmalige WRC-Champion fort. "Hoffentlich sind die Bedingungen so, dass wir etwas mehr Spaß haben. Im vergangenen Jahr haben wir gesehen, dass es kaum Möglichkeiten zum Abkürzen gibt. Sie Bedingungen sind für alle konstanter, unabhängig von der Startposition. Ich hoffe, dass wir einen schönen Kampf sehen werden, der unsere Saison mit einem guten Ergebnis abschließen wird."

Motorsport-Total.com

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

TEC7 ORM, Lavanttal: Nach Tag 1 (SP6)

Ein furioser erster Rallye-Tag

Die 48. LASERHERO Lavanttal-Rallye powered by Dohr – Wolfsberg / SG TOOLBOX war an Dramatik nicht zu überbieten / Nach vielen Wendungen führt Simon Wagner hauchdünn vor Hermann Neubauer und Michael Lengauer

Achim Mörtl Kolumne: Rückblick Lavanttal

Achim Mörtl: "Lengauer schneller als er kann"

"Simon Wagner fährt so schnell wie er muss, Michael Lengauer fuhr schneller als er kann" - so lautet die Analyse unseres motorline.cc-Kolumnisten, Ex-Staatsmeister Achim Mörtl.

TEC7 ORM, Lavanttal: Nach SP2

Titelverteidiger hoch motiviert

Der letztjährige Sieger Simon Wagner liegt nach zwei Prüfungen der 48. LASERHERO Lavanttal-Rallye powered by Dohr – Wolfsberg / SG TOOLBOX vorne

TEC7 HRM, Lavanttal Rallye: Bericht

Nach Gaubinger-Ausfall folgte der Wagner-Durchmarsch

Kurioser, wechselhafter Freitagnachmittag im Lavanttal. Wie im Rebenland übernahm zunächst Patrik Gaubinger die Führung, nach dessen Ausfall zündete Karl Wagner ein Bestzeitenfeuerwerk. Bei den ORC war Federico Laurencich der einzige im Ziel.

WRC Kroatien: Spätes Drama um Neuville

Neuville nach spätem Drama "am Boden zerstört"

Trotz klarer Führung endet Thierry Neuvilles Rallye in Kroatien im Desaster: Nach dem folgenschweren Patzer erhält der Belgier Rückendeckung von Hyundai

ARC, Lavanttal: Bericht Gschwandner

Rallyefahrende Fahrschullehrer mit „Bildungsauftrag“

Der Obmann der Austrian Rallye Challenge und des MCL 68 fuhr nach siebenjähriger Pause wieder eine gezeitete Rallye. Traditionelle Rallye als Bühne für wichtiges Verkehrssicherheitsprojekt.