RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
WRC Rallye Japan: Tag 2 Elfyn Evans führt in Japan mit großem Abstand
Red Bull Content Pool

WRC Rallye Japan 2023: Hyundai-Debakel ebnet Weg für Toyota

Drei Toyota an der Spitze, zwei Hyundai Straucheln: Bei schwierigen Bedingungen fällt bei der Rallye Japan bereits am Freitag eine Vorentscheidung

Toyota-Dreifachführung am Freitag bei der Rallye Japan, dem Saisonfinale der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2023. Nach Ausrutschern der beiden Hyundai-Piloten Thierry Neuville und Dani Sordo führt Elfyn Evans die Rallye nach acht von 22 Wertungsprüfungen mit einem deutlichen Vorsprung von 1:49,9 Minute auf Sebastien Ogier an.

Dieser große Abstand ist auch einer Zeitstrafe von 60 Sekunden gegen Ogier geschuldet, weil der Franzose bei der Zeitkontrolle TC7C sechs Minuten zu spät erschienen war. Dritter ist Kalle Rovanperä, der 2:06,9 Minuten hinter Evans liegt.

Vierter ist sensationell der neue WRC2-Champion Andreas Mikkelsen im Skoda Fabia Rally2, Fünfter Gregoier Munster (Ford). Auf Rang sechs folgt mit Nikolai Gryasin (Skoda) ein weiterer WRC2-Pilot. Esapekka Lappi im verbliebenen Hyundai, Ott Tänak (Ford), der von Elektrikproblemen an seinem Auto gebremst wurde, Takamoto Katsuta (Toyota) und der ehemalige Formel-1-Pilot Heikki Kovalainen (Skoda) komplettieren die Top 10.

Der erste volle Tag der Rallye Japan wurde zum Überlebenskampf. Vor allem am Vormittag regnete es heftig, die Bedingungen waren dementsprechend schwierig. Nicht nur stehendes Wasser auf den Straßen, sondern auch beschlagene Scheiben machten den Piloten zu schaffen.

"Ich habe nichts gesehen. Ich bin schon viele Rallyes gefahren, aber so viel Angst wie heute Morgen hatte ich noch nie", sagte Neuville nach der dritten Wertungsprüfung - und er blieb nicht der Einzige. Die vierte Prüfung wurde aufgrund der schwierigen Wetterbedingungen sogar aus Sicherheitsgründen abgesagt.

Schon früh forderten die Bedingungen ihre ersten Opfer. Auf der zweiten Prüfung zum Auftakt des Tages rutschten an gleicher Stelle erst Katsuta, dann Sordo und schließlich Adrien Fourmaux (Ford) von der Strecke. Fourmaux und Sordo konnten nicht mehr weiterfahren, ihre Autos strandeten nebeneinander in einem Bachbett - ein kurioser Anblick.

Katsuta schleppte seinen schwer beschädigten Toyota, an dem er und Beifahrer Aaron Johnston einen defekten Kühler reparieren mussten, bis zum Mittagsservice. Am Nachmittag drehte der Japaner mit dem reparierten Auto auf und fuhr drei WP-Siege in Folge ein.

An der Spitze entwickelte sich ein Zweikampf zwischen Evans und Neuville mit wechselnden Abständen. Auf der sechsten Prüfung rutschte der Belgier dann kurz nach dem Start von der Straße und prallte gegen einen Baum. Neuville konnte nicht weiterfahren, sodass die drei Toyota-Piloten an der Spitze nun keine ernsthaften Gegner mehr haben.

"Heute Morgen hat es sich nicht so gut angefühlt, ich hatte das Gefühl, eine Minute zu verlieren, aber offensichtlich ging es den anderen ähnlich. So etwas kann manchmal passieren", fasst Evans den Freitag zusammen.

Am Samstag stehen acht Wertungsprüfungen über insgesamt 84,68 Kilometer auf dem Programm.

Motorsport-Total.com

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Klassensiege gehen an Christian Schallenberg, Klaus Stöcker, Franz Zehetner u. Gerhard Mischka - Veranstaltung wurde trotz teilweise schlechtem Wetter am Samstag ein absoluter Publikumserfolg

Mitropa Rally Cup: Rally Velenje

Vierter Wertungslauf zum Mitropa Cup

Am kommenden Wochenende starte die 41. Rally Velenje (21.-23. Mai 2026) als 4. Wertungslauf des Mitropa Rally Cup (MRC) in Slowenien.

ORM/ARC, ET König Rallye: Vor Nennschluss

Die Gemeinden sind wichtige Rallye-Partner

Einige wichtige Gemeinden des Murtals in der Steiermark sind bei der am 11./12./13. Juni stattfindenden ET KÖNIG Rallye, powered by Peter Hopf Erdbau nicht mehr wegzudenkende Partner des Veranstalter-Teams.

CZ, Cesky Krumlov: Bericht Wagner

Wertvolle Erkenntnisse trotz verpasstem Podium

Mit dem vierten Platz bei der Rallye Ceský Krumlov beenden Simon Wagner und Hanna Ostlender im Hyundai i20 N Rally2 ein schwieriges Wochenende in Tschechien.

ARC, Vipavska Dolina: Bericht Friedl

„On the roads again in Slovenia"

Eugen Friedl und Helmut Aigner vom MCL 68 konnten bei ihrer zweiten Rallye mit dem Ford Fiesta Proto erstmals das Ziel erreichen und den Bewerb richtig genießen.

Ogier nach Pechsträhne in Portugal

"Schwer zu akzeptieren"

Sebastien Ogier trauert dem sicher geglaubten Sieg bei der WRC-Rallye in Portugal hinterher - Dennoch sieht er auch viel Positives