RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

WRC Masters-Führung für Johannes Keferböck

Nach einer äußerst selektiven Kroatien-Rallye und Platz zwei im WRC Masters Cup (Platz neun in der WRC2 gesamt) führt Johannes Keferböck nun in der Tabelle des neuen Cups für Piloten über 50.

Wenn man die Tabellenstände der Rallye-Weltmeisterschaft durchblättert, sticht einem in der WRC Masters Cup-Tabelle die österreichische Flagge ganz oben ins Auge - und das tut dem Gemüt grundsätzlich einmal gut. Denn Johannes Keferböck, der heuer seinen Fokus auf genau jenen WRC Masters Cup für Piloten ab 50 Lebensjahren legt, führt in dieser Tabelle nach zwei gefahrenen von vier möglichen Läufen. Freilich wäre diese „WM-Führung“ ohne dem Ausfall von Mauro Miele nicht möglich gewesen - dieser Umstand sollte einem jedoch jene Freude nicht verderben, die man dann für einen Landsmann aufbringen kann, wenn man die seltene Fähigkeit besitzt, sich für andere zu freuen...

Johannes Keferböck selbst sagt zur „WM-Führung“ lediglich, dass diese „eigentlich gut“ sei. Und das ist sie durchaus - selbst wenn sich die Kroatien-Rallye für das K4 RALLY TEAM als eine ziemlich schwierige Angelegenheit darstellte. Nach dem Test am Montag, einer verregneten Recce, dem Shakedown und der für Keferböck ungewohnten, umso spannenderen FIA-Pressekonferenz konnten Johannes und seine erfahrene Copilotin Ilka Minor gut in die Rallye starten: „Wir konnten unseren direkten Konkurrenten Mauro Miele gleich einmal distanzieren und ich bin mit dem neuen ŠKODA FABIA RS rally2 immer mehr vertraut geworden...“

„Schwierige Rallye“

Doch Johannes sagt auch: „Die Rally Croatia ist eine ganz eigene Rallye. Einmal kam ich klar, dann wieder weniger. Der Asphalt ist grundsätzlich schon mal sehr rutschig. Dann hast du Sonnenschein, dann gleich wieder Regen, dann wird es matschig und der Asphalt wird noch rutschiger. Durch den immer wieder einsetzenden Regen wurde bei den Cuts sehr viel Schmutz heraus gecuttet - du hast ständig darauf achten müssen, dass du dir keinen Plattfuß einfährst. Das ist dann schon recht anstrengend und dem Flow nicht förderlich. Am Samstagabend wurde ich dann auch etwas müde - das liegt auch daran, dass ich mir mit meiner Brille bei Dunkelheit schwer tue, da ist die Sicht dann ein Desaster...“

Das Resümee von Johannes Keferböck: „Alles in allem war es eine sehr schwierige Rallye, die wir jedoch meistern konnten. Das Keane Motorsport Team hat perfekt gearbeitet, der Ingenieur hat bei der Abstimmung des neuen ŠKODA FABIA RS rally2 einen Topjob geleistet und auch Ilka hat wieder ihre ganze Erfahrung in die Wagschale geworfen. Am Sonntag hatten wir bei einem Jump ziemlich viel Glück, da dürften wir uns wohl in die Herzen der kroatischen Fans gesprungen haben - doch wir waren zu sehr seitlich und hatten in Wahrheit Glück, dass wir da nicht abgeflogen sind...“

„Fans waren großartig“

Ilka Minor hat schon viel gesehen in der Weltmeisterschaft - was ihr in Kroatien besonders gut gefallen hat: „Auf der Powerstage waren unpackbar viele Leute - das Fan-Aufkommen ist wirklich unglaublich, sie alle haben ihre Flaggen dabei. Auch die Sonderprüfungen sind supercool - der einzige kleine Kritikpunkt betrifft jene Sektion vom Samstag, die uns zweimal 150 Kilometer Verbindungsetappe einbrachte. Ansonsten jedoch war die Rallye perfekt organisiert.“

Johannes Keferböck und Ilka Minor belegten bei der Kroatien-Rallye in der Gesamtwertung Platz 18. In der Gesamtwertung der WRC2 landete das K4 RALLY TEAM-Duo auf Platz neun von 16 und im WRC Masters Cup schließlich belegte Johannes Keferböck hinter dem mehrfachen Deutschen Meister Armin Kremer Platz zwei. Kremer, der sich im Vorjahr in der ersten WRC Masters Cup-Saison den Titel sichern konnte, fuhr in Kroatien seinen ersten Lauf dieser Saison. So kam es dazu, dass Johannes Keferböck nun die WRC Masters Cup-Tabelle anführt - und das ist eigentlich ziemlich cool...

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Lavanttal Rallye: Vor dem Start

Wolfsberg wartet auf das Startsignal

Die 48. LASERHERO Lavanttal-Rallye 2026 powered by Dohr Wolfsberg / SG TOOLBOX beginnt heute Nachmittag und endet morgen Abend

TEC7 ORM3, Lavanttal Rallye: Bericht

Marcel Neulinger erneut das Maß der Dinge

Mit Marcels älterem Bruder Nico (Rang drei) standen gleich zwei Neulingers am Siegerpodest in Wolfsberg. Lukas Dirnberger hält sich mit Rang zwei im Titelrennen.

ARC, Lavanttal: Bericht Zellhofer

Zellhofer Gesamt-Sechster & ARCP-Sieg

Er verteidigt damit derzeitigen zweiten Platz in der ORM2-Staatsmeisterschaft - Superleistung auf Asphaltabschnitten, aber Pech bei Regen und auf Schotter

ORM/ARC/MRC, Lavanttal: Bericht

Simon Wagner lernt schon kärntnerisch!

Der Oberösterreicher gewann die LASERHERO Lavanttal-Rallye 2026 powered by Dohr – Wolfsberg / SG TOOLBOX in Wolfsberg seit dem Jahr 2022 zum vierten Mal und ist in der heurigen Rallye-Staatsmeisterschaft noch unbesiegt

ARC, Lavanttal Rallye: Vorschau Gschwandner

Easy Drivers No Roadrunning Projekt bei der Lavanttal Rallye

ARC-Obmann Georg Gschwandner startet erstmals seit 2019 wieder im Bewerb einer Rallye - den Auftritt im Volvo Kombi nützt er auch für die Bewerbung des Verkehrssicherheitsprojekts "No Roadrunning".

TEC7 ORM2, Lavanttal Rallye: Bericht

Lokalmatador Lichtenegger holt ORM2-Sieg

Am Ende einer angesichts der wechselnden Witterungsbedingungen schwierigen Rallye gab’s den Premieresieg des jungen Kärntner Lokalmatadors Maximilian Lichtenegger, der gemeinsam mit seinem routinierten Copiloten Bernhard Ettel im Renault Clio Rally3 triumphierte.