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Wasserstoff im Rennsport "braucht noch" Jari-Matti Latvala sieht den Wasserstoff-Antrieb noch nicht kurz vorm Durchbruch
Motorsport Images

Toyotas WRC-Chef Latvala: Wasserstoff "braucht noch einige Entwicklungsjahre"

Bei Toyota arbeitet man fieberhaft daran, Wasserstoffantrieb salonfähig zu machen: WRC-Chef Jari-Matti Latvala glaubt nicht an einen kurzfristigen Durchbruch

Toyotas WRC-Chef Jari-Matti Latvala glaubt, dass noch einige Jahre Entwicklungsarbeit nötig sind, bevor Wasserstoff eine brauchbare Antriebsalternative im weltweiten Motorsport werden kann.

Toyota gehört zu den Pionieren des Wasserstoffantriebs im Motorsport und hat viel in die Entwicklung des Kraftstoffs als umweltfreundliche Energiequelle der Zukunft investiert. Im vergangenen Jahr nahmen die Japaner mit einem wasserstoffbetriebenen GR Corolla an den 24h von Fuji teil, den der damalige Konzernchef Akio Toyoda und Latvala pilotierten.

Toyota setzte den Wasserstoffantrieb auch in einem modifizierten GR Yaris ein, der bei der Rallye Ypern und der Rallye Japan mehrere Wertungsprüfungen absolvierte. Der GR Yaris H2 basiert auf einer Straßenversion des Fahrzeugs, die mit einer verbesserten Aufhängung ausgestattet ist und von einem mit Wasserstoff betriebenen Verbrennungsmotor angetrieben wird.

Toyota-Chef Latvala: Offen für die neue Technologie

Die einzigen Emissionen des Fahrzeugs sind Wasser, und es sieht und hört sich fast genauso an wie sein benzinbetriebenes Pendant. Obwohl die Entwicklung der Wasserstoff-Technologie rasante Fortschritte gemacht hat, glaubt Latvala, dass noch einige Hürden zu überwinden sind, bevor sie zu einer echten alternativen Antriebsart werden kann.

"Für mich ist Wasserstoff etwas sehr Interessantes. Es wäre großartig, ihn im Motorsport einzusetzen", sagt Latvala gegenüber 'Autosport'. "Ich denke, es ist ein bisschen früh, ihn morgen zu haben. Es gibt noch einige Dinge, an denen wir arbeiten müssen. Eines der Probleme mit Wasserstoff ist, dass man damit nur eine bestimmte Strecke fahren kann".

"Aber wir können die Verbrennungsmotoren verwenden, die wir schon haben, also müssen wir den Motor nicht ändern. Es geht nur darum, mit dem Treibstoff eine längere Strecke zurücklegen zu können. Es gibt zwei Möglichkeiten: Man kann komprimiertes Gas verwenden oder eine flüssige Version".

Reichweite das größte Problem für Wasserstoff-Antrieb

"Die flüssige Version könnte wirklich eine Lösung sein, aber sie braucht etwas mehr Zeit. Ich denke, wir brauchen noch einige Jahre der Entwicklung. Das größte Problem ist die Reichweite. Dann gibt es natürlich die Sicherheitstanks. Man braucht große Tanks, aber gleichzeitig haben wir schon die Hybridboxen in den [WRC]-Autos".

"Also ich glaube nicht, dass das ein Problem ist. Ich denke, wir können die Sicherheitstanks im Auto unterbringen. Sobald wir das Reichweiten-Problem gelöst haben, ist es nur noch eine Frage der Tankstellen im ganzen Land".

Latvala möchte noch in diesem Jahr nach Japan zurückkehren, um an einem weiteren 24-Stunden-Rennen mit dem wasserstoffbetriebenen GR Corolla teilzunehmen. "Ich hoffe, dass ich dieses Jahr für ein 24-Stunden-Rennen nach Japan zurückkehren kann, um den GR Corolla zu fahren, den wir vergangenes Jahr eingesetzt haben", fügt er hinzu.

"Das Auto wird die ganze Zeit für diese Saison weiterentwickelt. Der Prozess geht immer weiter. Deshalb denke ich, dass sie in diesem Jahr noch einen Schritt weiter gehen wollen. Es ist also interessant zu sehen, denn für mich ist das Tolle am Wasserstoffantrieb, dass er sich genauso anfühlt wie ein normaler Verbrennungsmotor und man den Sound hört. Man kann sehen, dass etwas aus dem Auspuff kommt, aber es ist sozusagen unsichtbar und sauber".

Motorsport-Total.com

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