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Mühlsteinrallye: Vorschau RRA
Fotos: Harald Illmer, RRA

RRA mit sieben Teams bei der zweiten Heimrallye

Race Rent Austria setzt bei der Perger Mühlsteinrallye sieben Fahrzeuge ein - einige der Teams wollen das „Proto-Podium“ erringen. Und: Mit Georg Frank bringt RRA einmal mehr einen Newcomer in den Sport, der sich nun bestens betreut auf seine Rallyepremiere freuen darf...

Eine Woche vor der Perger Mühlsteinrallye war das Race Rent Austria Team auch bei der ungarischen Veczprem Rallye am Start. Diese wurde jedoch nach einem tödlichen Unfall nach SP2 beendet.

Stefan Müller schildert jene erste Prüfung, die später traurigerweise einem Lada-Piloten zum Verhängnis wurde: „Das war eine Alptraum-Prüfung, extrem rutschig durch den Wald, das war grausam.“ Im Gegensatz dazu war SP2 für Müller „die coolste Prüfung, die ich jemals fahren durfte - diese beiden Prüfungen waren wie Tag und Nacht. SP2 wurde auf einem Militärgelände abgehalten, wo es keinen Wald gab, vielmehr war alles frei einsehbar.“ Müller und sein Stamm-Co Alexander Turecek beendeten die Rallye auf Platz 28 gesamt sowie auf Platz fünf in der P14-Klasse.

Doch Stefan winkt ab: „Die Zeiten waren für uns nebensächlich. Die Rallye erwies sich aber leider als Car-Breaker - der Unterboden unseres Ford Fiesta Proto wurde extrem beschädigt.“ Für seinen nächsten Einsatz hat Stefan Müller einen neuen Sponsor an Land ziehen können - kryptisch verrät er bislang nur: „Es hat wieder etwas mit Krypto-Währung zu tun..“

Bei der bevorstehenden Perger Mühlsteinrallye, für Race Rent Austria so etwas wie eine zweite Heimrallye neben der Jännerrallye, werden Teamchef Wolfgang Schmollngruber und seine Crew sieben Fahrzeuge betreuen. Bis auf Michael Kogler, der wieder den umweltfreundlichen, mit HVO100 betankten VW Scirocco pilotieren wird, starten sämtliche RRA-Teams in der Open N respektive Klasse 8 oder auch Proto-Klasse genannt.

Stockinger/Moser: „Mehr Gefühl für das Setup“

„Auch Florian Auer ist ein sehr starker Proto-Pilot“, sagt Markus Stockinger - jener „Proto-Dominator“ Christoph Zellhofer, an dem sich „Stocki“ gerne orientiert, dem er zuletzt auch immer näher kam, startet diesmal mit einem Rally2-Boliden. Stockinger dazu: „Dafür startet diesmal auch Alex Schmollngruber - aber natürlich werden wir schauen, was möglich ist. In erster Linie wollen mein Copilot Johann Rainer Moser und ich aber eine Zielankunft, wir wollen Spaß haben - in der Austrian Rallye Challenge geht es für uns ja um nichts.“

So möchte Markus Stockinger die Perger Mühlsteinrallye vielmehr dazu nutzen, das Setup seines Mazda 2 Proto „mehr ins Gefühl zu bekommen“. Sprich: „Wir wollen ein paar Dinge ausprobieren.“ Beim letzten Einsatz des Duos Stockinger/Moser bei der Rallye Weiz verzeichnete man einen Getriebeschaden, doch Markus ist zuversichtlich: „Wir haben das repariert - das war ein Bauteil, der bereits 15 Rallyes im Einsatz war - den haben wir ausgetauscht. Da sollte also nichts zu befürchten sein.“

Schmollngruber/Wögerer: Proto-Podium bleibt das Ziel

Weil er bei der Rallyshow Santa Domenica 2022 wegen eines Technikschadens nicht weit gekommen ist, betrachtet Alexander Schmollngruber die Perger Mühlsteinrallye 2022 als seine letzte gefahrene Rallye: „Vor genau einem Jahr bin ich hier gefahren - damals wie heute hat mir ein anonym bleiben wollender Gönner den Einsatz finanziert. Und ihn wollen wir natürlich nicht enttäuschen.“ 2022 konnte der Juniorchef von Race Rent Austria die Mühlsteinrallye auf Gesamtrang zwölf beenden und landete damit als Dritter auf dem „Proto-Podium“.

Das Podium der Klasse 8 ist auch heuer das gesteckte Ziel von Alexander Schmollngruber, der wie im Vorjahr mit Christoph Wögerer einen Mitsubishi Lancer Evo IX Proto zünden wird. Als besonders starke Mitbewerber schätzt Schmollngruber junior den Deutschen Florian Auer und auch Markus Stockinger ein. Und: „Auch Peter Hopf darf man nicht unterschätzen, er mischt ja in der Protoklasse der ORM vorne mit.“ Um noch einmal im Auto zu sitzen, wurde auf dem Wachauring ein kurzer Test abgehalten.

Frühwald/Riegler: Top motiviert

Das Race Rent Austria Team war auch bei einem Rallyesprint auf dem Raaber Ring vertreten - dort gelang es Reinhard Frühwald, dem Teamchef Wolfgang Schmollngruber ein paar Sekunden abzuknöpfen und auch zwei Bestzeiten in den Asphalt zu brennen.

Das motiviert Frühwald vor seinem Einsatz in Perg: „Unsere Zeiten hätten auch bei der Osterrallye gepasst, aber da hatten wir technische Probleme. Jetzt lief das Auto einwandfrei und mein Copilot Manfred Riegler und ich freuen uns schon sehr auf die Perger Mühlsteinrallye.“

Frank/Bachmayer: Ex-Zehnkämpfer im Rallyeauto

Zu seinem 40. Geburtstag (im Oktober) wollte sich Georg Frank etwas ganz Besonderes selbst schenken: „Seit vielen Jahren dachte ich immer, dass ich einmal an einer Rallye teilnehmen möchte. Deshalb war ich schon im Jänner bei Wolfgang Schmollngruber, um einen solchen Einsatz festzulegen - und unsere Auswahl fiel auf die Perger Mühlsteinrallye.“

Georg Frank war für das Race Rent Austria-Team kein Unbekannter: „Ich bin öfter bei RRA-Events auf Schotter und Eis mitgefahren - der Motorsport hat schon immer mein Interesse geweckt...“

Als ehemaliger Zehnkämpfer kann Georg Frank einen gewissen Ehrgeiz nicht verhehlen, relativiert aber: „Um im Rallyesport etwas zu erreichen, müsste man extrem früh mit dem Sport beginnen, das war auch im Zehnkampf nicht anders.“

Doch bei seiner ersten Rallye möchte Frank kein unnötiges Risiko eingehen: „Es ist egal, ob ich auf Platz 70 oder 67 ins Ziel komme - und bei unserer Einsatzbesprechung im Jänner hat Wolfgang Schmollngruber mir den erfahrenen Copiloten Harald Bachmayer empfohlen. Er wirkt auf mich sehr vertrauenserweckend und wenn ich zu übermütig werden sollte, dann wird es mir Harald ganz sicher sagen..“

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