RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Kolumne: Rallye-ÖM und TV-Berichterstattung – Teil 2

Kolumne: Rallye-ÖM und TV-Berichterstattung – Teil 2

Auch wenn sich manche Dinge in die richtige Richtung entwickeln, so gibt es nach wie vor viele Fragezeichen rund um die TV-Berichte, für die der Promotor verantwortlich zeichnet. Und: Wie schaut's eigentlich mit den ÖM-Sponsoren aus?

Achim Mörtl

Nach meiner ersten Kritik zu den eher unter dem Motto „Der Promotor promotet den Promotor“ laufenden TV-Berichten nach der letztjährigen „Friends on the Road“ Lavanttal-Rallye, gab es ja ein gemeinsames Gespräch mit den Vertretern des Promotors in Graz.

Zwar wurden die Berichte in diesem Sinne etwas sensibler, auf Fragen zur Verpixelung der Sponsoren eines Simon Wagner oder der Kritik zu Storytelling, oder warum man denn wie in der WRC oder ERC üblich, Transparente der Sponsoren nicht an den Drehpunkten aufhängt, gab es damals eher Ausreden als Antworten.

Daher freut es mich jetzt umso mehr, dass man nun ab der „Friends on the Road“ Rebenland-Rallye genau dies umzusetzen beginnt und auch auf die laufende Kritik vieler anderen zur Nichtbeachtung der Teilnehmer – etwa der Juniorenmeisterschaft – mit einem Magazin im Magazin zu reagieren beginnt! Trotzdem wird man sich – schaut man sich den Vertrag zwischen Promotor und Veranstalter an – einige Fragen stellen und auch für eine entsprechende Transparenz sorgen müssen!

So steht im Vertrag, dass sehr wohl der Promotor die TV-Produktion beauftragt und koordiniert und dem ORF und weiteren TV-Partnern und Online-Magazinen zeitnah das Material zur Verfügung stellt. Womit zumindest für den ORF Sport+ Beitrag der Promotor für den Inhalt (Verpixeln der Sponsoren, Nichterwähnung von Fahrern) verantwortlich ist. Und auf zeitnahe sowie weitere TV-Partner will ich erst gar nicht näher eingehen!

Dafür soll der Veranstalter als Gegenleistung einen Maximalbetrag von 3.000 Euro als 50%-Anteil der TV-Produktionskosten beisteuern, wodurch also in Summe 6.000 Euro pro Veranstaltung für die TV-Produktion zur Verfügung stehen. Interessant wäre, was nun an den ORF als Sendehonorar fließt, sofern es sowas bei einem öffentlich-rechtlichen Sender überhaupt gibt. Und wieviel geht an die TV-Produktionsfirma, für die bis dato bei Gott nicht sensationellen Berichte.

Dass man dann sehr engagierte Hobbyfilmer mit zum Teil sehr brauchbaren Aufnahmen mit zweistelligen Eurosummen abspeist, sei nur am Rande erwähnt… Eine transparente Darstellung wäre an dieser Stelle für einen gemeinnützigen Promotor doch sehr wünschenswert.

Und stellt man sich als Heilsbringer der Rallye-TV-Berichterstattung hin, sollte man auch mit Kritik umgehen und darauf reagieren können und nicht verbittert vom Aufhören sprechen. Etwas mehr Kreativität als eine „professionelle TV-Leinwand“, welche es in ähnlicher Form schon vor Jahrzehnten gab, wäre jedenfalls sehr wünschenswert.

Übrigens: Mit Ende Jänner sollten laut Plan die neuen ÖRM-Sponsoren feststehen, die Zuschläge erhielten nach dem Konzept ja die Höchstbietenden. Da wär doch spannend, wie hoch die Gebote waren und wer dahinter steht. Aber das ist schon wieder eine eigene Kolumne.

Bis zum nächsten Mal!

Euer Achim

News aus anderen Motorline-Channels:

Kolumne: Rallye-ÖM und TV-Berichterstattung – Teil 2

Weitere Artikel:

M-Sport: Neuer Look, neues Duo

M-Sport präsentiert den Puma Rally1

M-Sport startet mit neuem Look in die WRC-Saison 2026 - Der Ford Puma Rally1 zeigt frische Farben und ein irisches Fahrerduo - In Monte Carlo geht es los

Jännerrallye: Bericht Wagner

Der Fluch ist gebrochen

Die amtierenden Staatsmeister Simon Wagner und Hanna Ostlender gewinnen die Jännerrrallye 2026 und sind damit seit einem Jahr in Österreich ungeschlagen

Schnee-Chaos stoppt Vorbereitung

Hyundai muss Neuville-Test abbrechen

Heftige Schneefälle stoppten den WRC-Test von Thierry Neuville in Frankreich: Selbst Schneepflüge halfen nicht, doch die FIA gewährt Hyundai einen Nachholtermin

Jännerrallye: Bericht Stürmer

Ein Winter wie damals

Dank Horst Stürmer und Rene Zauner wurde auch bei der bisher 39. Jännerrallye dazu beigetragen, dass die zahlreichen Rallye-Besucher mit bester Quattro-Action auf Schnee beglückt wurden.

Rallye Dakar 2026: Etappe 4

Lategan nun vor Al-Attiyah Spitzenreiter

Auch an Tag 4 haben die hinteren Starter einen Vorteil, die Gesamtwertung stellt sich erneut auf den Kopf - Titelverteidiger Al-Rajhi/Gottschalk geben die Rallye auf