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Kolumne: Spielbaukasten Rallye-ÖM

Spielbaukasten Rallye-ÖM

Der Promotor der Rallye-ÖM steht weiterhin scharf in der Kritik, Achim Mörtl hinterfragt nicht nur die Qualität der TV-Beiträge, sondern auch Versuche, ins Reglement einzugreifen ...

Achim Mörtl

In Anlehnung an Peter Kleins Sicht zu TV-Produktionen, möchte ich gerne ein paar Punkte aufgreifen bzw. in Erinnerung rufen.

„Promotor hat Beigeschmack des Eigennutzes“ oder auch die Kolumne mit dem Titel „Regionalliga-Niveau in der Rallye ÖM“ zum Thema ORF-Produktionen seitens des Promotors bzw. Streamers waren sehr kritisch und haben zumindest eine Diskussionsgrundlage geboten. Es wurde viel geredet, es gab dann ein groß angekündigtes Interview mit dem Promotor, wo zwar geredet aber nix gesagt wurde, wo man sich dann eh für mehr oder weniger nix verantwortlich gezeigt hat! Die TV-Beträge wurden dann besser, schaue ich mir aber die letzten Beiträge und einige Infos der letzten Wochen an, ist man relativ schnell wieder in altes Fahrwasser verfallen.

Die TV-Beiträge der letzten Rallye rund um Spielberg waren wieder Regionalliganiveau, im Gegensatz zu besser platzierten, gewährte man Herrn Knobloch wieder ein wenig mehr Sendezeit und der Bericht selbst war auch nicht wirklich viel Liebe gestaltet. Inserts falsch, Namen falsch und vom Storyaufbau rede ich gar nicht. In Bezug auf das große Promotor-Interview müsste man jetzt endlich mal den Herrn Birklbauer als TV-Verantwortlichen – ist er das? – interviewen, ob denn das der Anspruch sein soll, als Promotor des Österreichischen Rallyesports!

Andere Punkte stören mich aber eigentlich mehr! So fährt der liebe Promotor-Hauptverantwortliche seit heuer einen Porsche RGT und wirklich überraschend wurde dann bei der letzten Sitzung der Antrag eingebracht, dass man denn nicht genau diese Klasse nun zur 2WD-Rallye-Staatsmeisterschaft zählen möge, was schlussendlich Gott sei Dank abgelehnt wurde. Und eingebracht wurde dieser Vorschlag von Georg Höfer, Mitglied des Promotor-Teams, wird aber wohl Zufall gewesen sein… Bei zumindest drei Rallyes mit einem Schnitt von über 130 km/h wäre das ja eine feine Sache gewesen!

Und begründet wurde dieser Vorschlag damit, dass man dann ja mehr Starter motivieren könnte, mit solchen RGT – Fahrzeugen – man stelle da mal die Kosten hinten an – an den Start zu gehen. Und es werden nun, wie schon beim Rallye4You-Konzept, unzählige Starter aus dem In- und Ausland die Startlisten füllen, um den Rallyesport in Österreich zu retten und uns Fans mit diesen unglaublich lässigen Autos zu verwöhnen.

Gleichzeitig gibt es da aber wohl andere Baustellen, wie man die letzten Wochen ja immer wieder lesen konnte! Es kommt mir nun seit zwei Jahren a bisserl so vor, als ob man halt irgendwas probiert, schöne Überschriften findet und viel Text bastelt, und hofft, dass halt was Verwertbares dabei herauskommt, was auch für die TV-Produktionen gilt. Einzig die Rückkehr zu Rallye4-Fahrzeugen für die Junioren-ÖM ist hier positiv zu erwähnen, siehe internationale Handhabung.

Und natürlich könnte man auch die rosarote Brille der Österreichischen Rallye-Community aufsetzen und sagen, ist eh alles super, wir sind die Besten. Aber reicht das um den Rallyesport in Österreich in immer schwierigeren Zeiten besser darzustellen oder zu promoten, Image zu schaffen, und zukunftsfit zu machen?

Euer Achim

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