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Hyundai-Boss über WRC 2025 Hyundai drängt weiter auf eine Beibehaltung des aktuellen Reglements
Motorsport Images

Hyundai-Boss Abiteboul: WRC-Auto 2025 wäre "ziemlich beschissen zu fahren"

Hyundai-Teamchef Cyril Abiteboul warnt: Durch die geplanten Regeländerungen würden die WRC-Autos 2025 nicht dem Standard der Rallye-WM entsprechen

Der Gegenwind für die geplanten Änderungen im technischen Reglement der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2025 hält an. Hyundai-Teamchef Cyril Abiteboul warnt erneut vor der Umsetzung der Regeländerungen. Den Simulationen seines Teams zufolge würden sie zu einem Auto führen, das nicht dem WRC-Standard entspricht.

"Wir fanden es sehr knifflig, weil es einen massiven Abtriebsverlust bedeutet, der die Balance des Autos massiv verändert", sagt Abiteboul gegenüber Autosport, einer Schwesterpublikation von Motorsport-Total.com im Motorsport Network. "Die Gewichtsverteilung des Autos wird sich ändern und die mechanische und aerodynamische Balance wird sich massiv verändern."

Das Fazit des Franzosen ist eindeutig: "Es wird ein ziemlich beschissene zu fahrendes Auto sein, und das ist eine große Sorge, denn am Ende des Tages haben wir die Verantwortung dafür zu sorgen, dass wir ein Auto haben, das optimiert ist."

Ähnlich äußerte sich Toyota-Pilot Elfyn Evans, nachdem er einen GR Yaris mit einem modifizierten Heckflügel getestet hatte. Das Auto sei "nicht so aufregend", hatte der Waliser festgestellt.

Nach einem Vorschlag des Automobil-Weltverbandes FIA soll bei den Rally-1-Autos im kommenden Jahr der Hybrid-Antrieb ausgebaut, der Heckflügel massiv beschnitten und die Leistung des Verbrennungsmotors durch einen kleineren Luftmengenbegrenzer reduziert werden.

Abiteboul kritisiert erneut, dass derart radikale Änderungen mit nur einem halben Jahr Vorlaufzeit von den Herstellern nicht adäquat umgesetzt werden können. "Es ist ein bisschen lächerlich zu glauben, dass man das Auto so radikal verändern kann, ohne den Herstellern die Möglichkeit zu geben, das ganze Paket zu optimieren, sei es durch Zeit oder durch Joker [bei der Homologation]. Deshalb wird das Auto am Ende ein suboptimales Produkt für eine FIA-Weltmeisterschaft sein", so der Franzose.

Sind die Regeländerungen ein Sicherheitsrisiko?

Die Fahrer dürften mit diesem Auto "sehr, sehr unzufrieden sein", glaubt Abiteboul. Und der Hyundai-Teamchef hat sogar Sicherheitsbedenken. "Es könnte sehr schwierig werden, es zu kontrollieren. Ich weiß, dass jeder sagen wird, dass man einfach langsamer fahren sollte, aber wenn die grundlegende Charakteristik des Autos nicht stimmt, dann ist das eben so. Ich glaube nicht, dass es dem Standard dieser Meisterschaft entspricht."

Hyundai hat sich daher entschieden, vorerst keinen Prototypen für das geplante Reglement 2025 zu entwickeln, das am 11. Juni vom Motorsport-Weltrat der FIA endgültig verabschiedet werden soll. Stattdessen konzentriert sich das Team auf die Weiterentwicklung des aktuellen Rally1-Autos.

"Wir können nicht alle möglichen Szenarien des technischen Reglements abdecken. Wir haben uns für das Szenario entschieden, von dem wir glauben, dass es das richtige für den Sport und das richtige für uns ist, und darauf konzentrieren wir uns, denn wenn man anfängt, seine Ressourcen im Motorsport zu verteilen, weiß man, dass man nichts erreichen wird", sagt Abiteboul.

"Ich denke, wir haben ein technisches Reglement, das funktioniert. Wenn man sich die Abstände in Kroatien ansieht, ist das atemberaubend. Es gibt keine Kategorie im Motorsport, die keine BoP [Balance of Performance] hat, die so offen für Entwicklungen ist und in der es so eng zugeht", so Abiteboul weiter.

Motorsport-Total.com

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