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Regelverstoß in Japan Hyundai fuhr in Japan mit Autos, die von der Homologation abwichen
Motorsport Images

Regelverstoß bei der Rallye Japan: Thierry Neuville entgeht Disqualifikation!

Obwohl er bei der Rallye Japan mit einem nicht der Homologation entsprechenden Auto fuhr, behält Thierry Neuville die WM-Punkte: Geldstrafe für Hyundai

Mehr als zwei Wochen nach dem Ende der Rallye Japan wurde Hyundai wegen eines Regelverstoßes bestraft. Die von Thierry Neuville und Andreas Mikkelsen beim Saisonfinale der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) eingesetzten i20 N Rally1 entsprachen nicht der beim Automobil-Weltverband FIA hinterlegten Homologation.

Die Sportkommissare sahen jedoch nach einer längeren Anhörung von einer Disqualifikation der beiden Fahrer ab und verhängten lediglich eine Geldstrafe gegen Hyundai. 25.000 Euro muss das Team sofort zahlen, weitere 25.000 Euro wurden zur Bewährung ausgesetzt und werden erst fällig, wenn das Team bei der Rallye Monte Carlo 2025 (23. bis 26. Januar) einen ähnlichen Regelverstoß begeht.

Die Sportkommissare kamen am Mittwoch (11. Dezember 2024) zu dem Schluss, dass die von Neuville und Mikkelsen eingesetzten Fahrzeuge "nicht dem Homologationsformular Ra1-22/02" entsprechen. Konkret wurde das Hinterachsdifferenzial beanstandet.

Homologationsunterlagen waren veraltet

Hyundai erklärte dazu, dass die Fotos in den Homologationsunterlagen veraltet gewesen seien und das Team es schlicht versäumt habe, die Unterlagen zu aktualisieren.

Im Bericht der Sportkommissare heißt es: "Während der Anhörung erklärte Herr Christian Loriaux [WRC-Programmleiter von Hyundai], dass das Bild auf dem Homologationsformular das des Prototyps 2021 war. Aufgrund ihres Irrtums hatten sie es versäumt, eine Korrektur der dem Homologationsformular beigefügten Fotos zu beantragen."

"Herr [Cyril] Abiteboul [Teamchef von Hyundai] entschuldigte sich für dieses Versäumnis und erklärte, dass die internen Prozesse bei Hyundai verbessert werden müssten, um solche Fehler zu vermeiden.Er fügte hinzu, dass die CAD-Datei mit den in ihren Autos verbauten Teilen übereinstimmte und dass dies berücksichtigt werden sollte, um zu unterstreichen, dass sie in gutem Glauben gehandelt haben."

Hyundai gelobt Besserung

"Nach reiflicher Überlegung kamen die Sportkommissare zu dem Schluss, dass es in der Tat in der Verantwortung des Teilnehmers liegt, sicherzustellen, dass das in sein Fahrzeug eingebaute Teil mit dem Homologationsformular übereinstimmt und umgekehrt."

"Es ist jedoch zu berücksichtigen, dass der Wettbewerber, wenn er den äußeren Teil des hinteren Differentialgehäuses verändern wollte, dies gemäß Artikel 5 des Homologationsreglements 2024 für Fahrzeuge der Gruppe Rally1 hätte tun müssen."

"Dieser Vorfall scheint daher die Folge eines administrativen Fehlers zu sein, da das Homologationsformular nicht entsprechend aktualisiert wurde und dies auf einen Mangel an Kontrolle in den internen Prozessen von Hyundai zurückzuführen ist, wie Herr Abiteboul während der Anhörung erklärte."

Weshalb es keine Disqualifikation gab

Allerdings stellten die Sportkommissare auch klar, dass für diesen Verstoß mehr als nur eine Geldstrafe möglich gewesen wäre: "Gemäß der Rechtsprechung in der Vergangenheit war die Strafe für diese Art von Verstoß die Disqualifikation", heißt es in dem Bericht weiter. "Der Internationale Berufungsgerichtshof hat jedoch bereits entschieden, dass unter 'außergewöhnlichen Umständen' die objektive Verantwortung eines Teilnehmers für einen Verstoß an seinem Fahrzeug zu einer milderen Strafe als der Disqualifikation führen kann."

"Nach der Rechtsprechung können Flüchtigkeitsfehler oder Fehler in den Homologationsunterlagen 'außergewöhnliche Umstände' darstellen. Die Sportkommissare sind zu dem Schluss gekommen, dass das Hyundai-Team dennoch gegen das oben genannte Reglement verstoßen hat und die verhängte Geldstrafe in diesem Fall die angemessene Strafe ist."

"Um die kontinuierliche Verbesserung der internen Prozesse bei Hyundai zu fördern und das Homologationsformular vor dem ersten Lauf zur FIA Rallye-Weltmeisterschaft 2025 zu korrigieren, wird darüber hinaus eine zusätzliche Geldstrafe auf Bewährung verhängt", schließt der Bericht der Sportkommissare.

Auf die Entscheidung in der Fahrer-Weltmeisterschaft hätte eine Disqualifikation von Neuville keinen Einfluss gehabt. Nach dem Ausfall seines Teamkollegen Ott Tänak wäre der Belgier auch ohne die Punkte aus Japan Weltmeister des Jahres 2024.

Motorsport-Total.com

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