RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Wie sich Kubica Rückkehr vorstellt Robert Kubica fährt derzeit in der Langstrecken-WM
Motorsport Images

Rallye-Comeback von Kubica? Wie sich der Ex-F1-Pilot eine Rückkehr vorstellt

Ex-F1-Pilot Robert Kubica wäre von einem Comeback im Rallyesport nicht abgeneigt, allerdings nur zum Spaß und "nicht im Sinne des Wettbewerbs" verrät der Pole

Ex-Formel-1-Pilot Robert Kubica, der aktuell einen Ferrari 499P in der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) pilotiert, schließt ein Comeback im Rallyesport offenbar nicht aus! "Ehrlich gesagt, vermisse ich den Rallyesport ein wenig. Ich bin ein großer Fan davon", gibt der Pole zu. Sollte es jemals zu einem Comeback kommen, dann aber nur zum Spaß.

"Jetzt bin ich mit meinem Rennprogramm beschäftigt, und seit ich Anfang 2016 mit dem Rallyesport aufgehört habe, sehe ich die Rallys mehr aus der Perspektive eines Fans", verrät Kubica gegenüber Motorsport.com, einer Schwesterplattform von Motorsport-Total.com im Motorsport Network. "Ich verfolge, was [in der WRC] passiert. Ich verfolge die Rallyes mehr als alles andere."

Weil die Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) in diesem Jahr ihr Rückkehr nach Polen feierte, wurde bereits vor einigen Monaten darüber spekuliert, ob Kubica bei seiner Heim-Rallye erstmals seit 2016 wieder im Cockpit sitzen würde. Der Pole stattete der Veranstaltung vor zwei Wochen zwar einen Besuch ab, allerdings ohne sich aktiv daran zu beteiligen.

Comeback "nicht im Sinne des Wettbewerbs"

"Wenn [eine Rückkehr] ein bisschen Spaß machen könnte, dann ja, aber nicht im Sinne des Wettbewerbs", nimmt der 39-Jährige den polnischen Fans die Hoffnung, dass es in den nächsten Jahren ein ernsthaftes Rallye-Comeback geben könnte. Nachdem Kubica im Jahr 2013 die WRC2-Meisterschaft gewonnen hatte, fuhr er 2014 und 2015 in der höchsten Klasse der Rallye-Weltmeisterschaft.

Nach einer mehrjährigen Pause kehrte der Pole zunächst in die Formel 1, dann in die DTM und nun in die Langstrecken-WM zurück. Doch trotz seines schweren Unfalls im Februar 2011, bei dem er sich eine schwere Handverletzung sowie zahlreiche Arm- und Beinbrüche zuzog, ist seine Begeisterung für den Rallyesport ungebrochen.

"Natürlich gibt es einige Rallyes im Kalender, die ich mir anschaue, und ich denke, es wäre schön, wieder zu fahren", gibt Kubica zu. "Aber dann denke ich daran, wie viel Mühe und Vorbereitung dahinter steckt. Wenn man nur zum Spaß dabei ist, kann man auch ohne wirklichen Druck an einer Rallye teilnehmen."

Zukunft der Rallye-WM "ein komplexes Thema"

Während die Langstrecken-WM derzeit einen Hype erlebt, kämpft die Rallye-WM ums Überleben. Woran das liegt? "Das ist ein komplexes Thema, an dem verschiedene Parteien beteiligt sind", grübelt Kubica. "Ich denke, was jetzt [in der WRC] passiert, hat nichts mit der heutigen Zeit zu tun, sondern ist ein Trend, der wahrscheinlich begann, als ich in der WRC war."

"Leider neigen die Menschen im modernen Leben dazu, andere Sportarten zu schätzen", versucht der Pole die Gründe für das derzeit geringe Interesse an der Rallye-WM zu finden. "Ich glaube immer noch, dass Rallyes etwas Besonderes sind, vor allem aus der Sicht der Fans."

"In der WEC hat es in den vergangenen zwei Jahren einen großen Aufschwung bei den Herstellern gegeben und das Niveau ist massiv gestiegen", erinnert der ehemalige Formel-1-Pilot. "Die Hersteller ziehen andere Hersteller an, und genau damit hat der Rallyesport zu kämpfen, neue Hersteller anzuziehen, und wie gesagt, das ist ein komplexes Thema, aber zum Glück muss ich nicht darüber nachdenken."

"Aber aus der Sicht eines Fans würde ich gerne so etwas wie in der WEC sehen, das wäre etwas ganz Besonderes und für alle vorteilhaft. So etwas hat es schon lange nicht mehr gegeben. Ich weiß, dass die Leute sich bemühen und ich glaube nicht, dass es eine Patentlösung gibt, aber es wird Arbeit nötig sein, um zu versuchen, die Dinge zu verbessern."

Motorsport-Total.com

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

ORM, Rallye Weiz: Vorschau

Tage der Wahrheit beim Rallye-Feuerwerk

Während Staatsmeister Simon Wagner nächste Woche seinen sechsten Titel in Serie fixieren könnte, geht es auch in den weiteren TEC7 ORM-Formaten in die heiße, weil entscheidende Phase

ET König Judenburg Rallye: Bericht ARC

Gaubinger gewinnt - Lindner baut Vorsprung aus!

Patrik und Verena Gaubinger feiern bei der ET König Judenburg Rallye im Audi Quattro den ARC-Sieg. In der Clubmeisterschaft konnte Hans Georg Lindner im historischen Escort seinen Vorsprung ausbauen - auf Platz zwei lauert nun der junge Subaru-Pilot Jan Dolzer. In der ARCP triumphiert Christoph Zellhofer, Raimund Baumschlager siegt beim Comeback in der ART.

EHRC/ORM/ARC/GSE, Weiz: Vor Nennschluss

Countdown zur Rallye Weiz 2026 ist gestartet

Jetzt noch schnell eine Nennung abgeben und dann beim Motorsport-Spektakel rund um die oststeirische Bezirkshauptstadt aktiv dabei sein!

ET König Rallye: Bericht TEC7 ORM2

Hochspannung im Titelkampf

Jubeln durfte dieses Mal Christoph Zellhofer, der gemeinsam mit seiner deutschen Co-Pilotin Anna Maria Seidl im Suzuki Swift ZMX erstmals in dieser Saison die Nase vorne hatte. Günther Knobloch/Erik Fürst (Renault Clio Rally3) behielten mit Platz zwei die Meisterschaftsführung, während Roland Stengg/Rebeka Kobal (Renault Clio Rally3) nach starkem ersten Tag im Regen des zweiten Tages den Anschluss an die Spitze verloren, aber dennoch starke Dritte wurden.

Mitropa Cup: Rally del Casentino

Start-Ziel-Sieg für Albert von Thurn und Taxis

Albert von Thurn und Taxis und Jara Hain gewinnen die Mitropa Rally Cup Wertung bei der 46. Rally Internazionale del Casentino. Rino Muradore /Cristina Delbello siegen im Ford Escort RS 1800 MKII in der Wertung für historische Fahrzeuge.

ERC, Rally di Roma Capitale: Bericht

Lernrallye im ERC-Lernjahr

Österreichs Nachwuchs-Hoffnungen Maximilian Lichtenegger und Marcel Neulinger haben in Rom eines ganz sicher: Dazugelernt.