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Rallye Dakar: Tag 10 Der Vorsprung von Carlos Sainz ist wieder geschrumpft
Audi Communications Motorsport / Frédéric Le Floc?h, DPPI

Rallye Dakar 2024: Nur noch 13 Minuten! Duell Sainz gegen Loeb bleibt spannend

In der zehnten Etappe müssen beide Sieganwärter mit Problemen kämpfen - Sebastien Loeb macht schlussendlich wieder sieben Minuten auf Carlos Sainz gut

Das Rennen der Automobile bei der Rallye Dakar 2024 in Saudi-Arabien blieb auch im Laufe der zehnten Etappe spannend. Sowohl Leader Carlos Sainz (Audi) als auch Verfolger Sebastien Loeb (Prodrive) hatten mit Schwierigkeiten und Reifenschäden zu kämpfen. Beide landeten im Tagesergebnis außerhalb der Top 10. Zwei Tage vor dem Ziel in Yanbu hat Sainz nur noch 13 Minuten Vorsprung auf Loeb.

Die zehnte Etappe war eine Schleife rund am Al'-Ula. Das Terrain in dieser Gegend ist geprägt von großen Felsformationen. Schon im Vorfeld ist in diesem Gebiet vor möglichen Reifenschäden gewarnt worden. Die gewertete Speziale betrug 371 Kilometer.

Loeb stand als Erster an der Startlinie und Sainz als Zweiter. In der Gesamtwertung startete Sainz mit einem Vorsprung von 20:33 Minuten in den Tag. Aber noch bevor es richtig losgegangen war, hatte es im Prodrive-Lager den ersten Schreckmoment gegeben.

Auf der Verbindungsstrecke vom Biwak zum Start der Speziale hatte Loeb kurz anhalten müssen, um ein Problem bei seinem Hunter zu beheben. Und als das Rennen gegen die Uhr schließlich losging, stand der rote Bolide schon nach 53 Kilometern für einige Momente.

Aber Loeb konnte die Fahrt fortsetzen. Bei der Kilometermarke 91 hatte Sainz in der virtuellen Zwischenwertung zwei Minuten Vorsprung auf Loeb herausgeholt. Das Katz-und-Maus-Spiel hatte begonnen. Denn nach 138 Kilometern drehte sich das Bild um.

Weil Sainz kurz anhalten hatte müssen, gewann Loeb in der Zwischenwertung rund vier Minuten Vorsprung. Daran änderte sich zunächst nur wenig. Bis Kilometer 225 konnte Loeb seinen Vorsprung auf Sainz auf rund fünf Minuten vergrößern.

Dann hielten bei Audi alle den Atem an. Sainz stand bei Kilometer 248 für über zehn Minuten. Seine Teamkollegen Mattias Ekström und Stephane Peterhansel waren rasch zur Stelle, um zu helfen. Mittlerweile drückte Loeb weiter vorne auf der Strecke aufs Gaspedal.

Als Sainz die Fahrt fortsetzen konnte, war sein Vorsprung in der Gesamtwertung auf unter fünf Minuten geschmolzen! Aber bei Kilometer 300 erwischte es Loeb. Der Prodrive stand für rund fünf Minuten still, bis auch er wieder weiterfahren konnte.

Sainz hatte zum Schluss nur noch Peterhansel zur Unterstützung, denn der Ekström-Audi ist an der Stelle stehengeblieben, wo Sainz das Problem gehabt hatte. Trotzdem schwang das Pendel wieder in seine Richtung, denn bis Kilometer 307 wuchs sein Vorsprung in der Gesamtwertung wieder an.

Schließlich erreichte Loeb das Ziel. Als Sainz ebenfalls über die Linie kam, zeigte sich, dass er im Tagesergebnis rund sieben Minuten auf seinen Gegner verloren hatte. Da beide Sieganwärter diverse Schwierigkeiten hatten, belegten beide im Tagesergebnis Plätze außerhalb der Top 10.

In der Gesamtwertung verteidigte Sainz zwei Tage vor dem Ziel in Yanbu einen Vorsprung von 13:22 Minuten auf Loeb. "Ich habe sieben oder acht Minuten verloren", lautet der erste Kommentar von Sainz zu seinem Tag. "Ich musste auf Mattias warten, weil mir die Reifen ausgegangen sind."

Ekström hat seinem Teamkollegen seine beiden Ersatzreifen überlassen. Auf die Unterstützung eines Teamkollegen muss Loeb verzichten. Nach mehreren technischen Problemen bei seinem Hunter ist Nasser Al-Attiyah schon abgereist.

"Es war ein harter Tag für uns. Wir hatten ein Problem mit dem Wagenheber des Autos und zwei Reifenschäden", berichtet Lob in einer ersten Stellungnahme. "Wir mussten auf Felsen klettern, um irgendwie den Hinterreifen anheben zu können, um ihn zu wechseln."

"Auf diese Weise haben wir etwa 15 Minuten verloren. Das ist natürlich ein bisschen frustrierend, aber okay", seufzt der Franzose, der seinem ersten Dakar-Gesamtsieg hinterherjagt. "Die Etappen sind hart."

Im Schatten des spannenden Duells um den Gesamtsieg entschied Guerlain Chicherit (Overdrive-Toyota) die zehnte Etappe für sich. Brian Baragwanath mit dem neuen Century CR7-T und Benediktas Vanagas (Toyota) komplettierten die Top 3.

Am Donnerstag geht es von Al-'Ula weiter in südlicher Richtung zur Hafenstadt Yanbu am Roten Meer. Mit 480 gewerteten Kilometern steht der letzte ganz große Härtetest auf dem Programm. Die letzte Etappe am Freitag umfasst in einer Schleife um Yanbu nur noch 175 gewertete Kilometer.

Ergebnis der 10. Etappe (Top 10):
01. Chicherit/Winocq (Overdrive-Toyota Hilux) - 3:19:27 Stunden
02. Baragwanath/Cremer (Century CR7-T) +5:43 Minuten
03. Vanagas/Sikk (Toyota Hilux) +6:04
04. Amos/Ceci (Overdrive-Toyota Hilux) 6:09
05. Dumas/Delfino (Rebellion-Toyota Hilux) +7:12
06. Serradori/Minaudier (Century CR6-T) +10:03
07. Baumgart/Andreotti (X-Rally Prodrive Hunter) +10:21
08. Yacopini/Oliveras Carreras (Overdrive-Toyota Hilux) +10:27
09. Prokop/Chytka (MP-Sports Ford Raptor) +11:58
10. de Mevius/Panseri (Overdrive-Toyota Hilux) +12:01
[...]
16. Loeb/Lurquin (Prodrive Hunter) +17:37
[...]
25. Sainz/Cruz (Audi RS Q e-tron) +24:48

Gesamtwertung nach 10 von 12 Etappen (Top 10):
01. Sainz/Cruz (Audi RS Q e-tron) - 41:35:12 Stunden
02. Loeb/Lurquin (Prodrive Hunter) +13:22 Minuten
03. Moraes/Monleon (Toyota Hilux) +1:02:44 Stunden
04. de Mevius/Panseri (Overdrive-Toyota Hilux) +1:27:09
05. Chicherit/Winocq (Overdrive-Toyota Hilux) +1:47:55
06. Serradori/Minaudier (Century CR6-T) +1:48:59
07. Prokop/Chytka (MP-Sports Ford Raptor) +1:59:58
08. de Villiers/Murphy (Toyota Hilux) +2:17:20
09. Botterilk/Cummings (Toyota Hilux) +2:24:26
10. Vanagas/Sikk (Toyota Hilux) +2:40:51

Motorsport-Total.com

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