RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
WRC-Förderprogramm für Fahrerinnen Clarie Schönborn (rechts) und Beifahrerin Jara Hain
Red Bull Content Pool

WRC-Förderprogramm für Fahrerinnen: Claire Schönborn siegt in Schweden

Claire Schönborn hat bei der Rallye Schweden das WRC-Förderprogramm für Fahrerinnen gewonnen und sich damit eine Saison in der Junior-WRC gesichert

Claire Schönborn hat es geschafft: Die Deutsche hat sich am vergangenen Wochenende bei der Rallye Schweden, dem zweiten Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2025, gegen ihre Rivalin Lyssia Baudet durchgesetzt und damit das WRC-Förderprogramm für Fahrerinnen gewonnen.

Als Preis erhält die 25-Jährige einen voll finanzierten Fahrerinnenplatz für die verbleibenden vier Runden der diesjährigen Junior-WRC-Meisterschaft, wo sie einen Ford Fiesta Rally3 fahren wird. Beim entscheidenden Shootout auf Eis und Schnee in Schweden war Schönborn im Ziel nach 18 Wertungsprüfungen fast drei Minuten schneller als ihre belgische Rivalin.

"Es ist unglaublich", schwärmt Schönborn. "Im Moment ist es noch schwer zu begreifen, was wir erreicht haben. Es war ein Vergnügen, bei der Rallye Schweden dabei zu sein, und wir sind so glücklich, dass wir ohne Schaden ins Ziel gekommen sind - das war das Hauptziel. Jetzt beginnt die harte Arbeit, um für den Rest der Saison in der Junior-WM dabei zu sein!"

Schönborn ist hauptberuflich Systemingenieurin beim Automobilzulieferer ZF und war vor ihrer Teilnahme am WRC-Förderprogramm vor allem im Bergrennsport als Fahrerin aktiv. Im Rahmen der vom WRC-Promoter 2024 ins Leben gerufenen Initiative hatte sie sich in einem Auswahlverfahren und nach einer dreitägigen Sichtung bei M-Sport Polen unter rund 100 Bewerberinnen durchgesetzt.

Zusammen mit Baudet und der Finnin Suvi Jyrkiäinen ging Schönborn im vergangenen Jahr bei der Rallye Zentraleuropa an den Start. Eigentlich sollte dort schon eine Siegerin gekürt werden, aber nachdem Schönborn und Baudet vergleichbare Leistungen gezeigt hatten, entschieden die Organisatoren, beiden in Schweden die Chance auf ein direktes Duell zu geben. Dabei setzte sich Schönborn, zusammen mit Beifahrerin Jara Hain, letztlich souverän durch.

"Das ist genau das, was wir mit dem 'Beyond Rally Women's Driver Development Programme' erreichen wollen - talentierte Fahrerinnen auf ihrem Weg an die Spitze zu identifizieren und zu unterstützen", sagt Peter Thul, Sportdirektor der WRC Promoter GmbH.

"Claire hat in Schweden eine beeindruckende Leistung gezeigt, und ihr Aufstieg in die Junior-WRC ist wohlverdient. Wir wünschen ihr für die verbleibenden Runden dieser Saison viel Glück", so Thul weiter.

Ihren nächsten Start in der Junior-WRC wird Schönborn vom 15. bis 18. Mai im Rahmen der Rallye Portugal absolvieren.

Motorsport-Total.com

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Zur Einstimmung auf die bevorstehende Rally Akropolis erzählt unser Kolumnist Peter Klein aus jener Zeit, in der schon die Anreise zu dieser Kult-Rallye ein wahres Abenteuer war...

ORM/ARC, ET König Rallye: Bericht

Hermann Neubauer als „Lonely Boy“ an der Spitze

Der Sieger der ET KÖNIG Rallye 2026 powered by Peter Hopf Erdbau ließ nie Zweifel an seinem Erfolg aufkommen / Mehr als Platz zwei für Michael Lengauer und Platz drei für Luca Waldherr ließ der Toyota-Pilot nicht zu

ERC, Rallye Rom: Vorschau BRR

Neulinger startet ins nächste ERC-Abenteuer

Marcel Neulinger stellt sich bei der Rally di Roma Capitale 2026 seinem nächsten Abenteuer in der Junior-EM. Der zweite Lauf der JERC führt den jungen Oberösterreicher nach Italien – auch Maximilian Lichtenegger sucht wieder die internationale Konkurrenz.

ET König Rallye: Bericht TEC7 HRM & ORC

Wagner siegt - Karlhofer mit Sensations-Comeback

Karl Wagner und Gerda Zauner gewinnen eine turbulent-großartige ET König Judenburg-Rallye - für Aufsehen sorgte Lancia-Spezialist Martin Karlhofer, der erstmals seit 2004 wieder bei einer Rallye an den Start ging und prompt mit einigen Bestzeiten aufhorchen ließ. Bei den Österreichischen Rallye Classics gewannen Alex Strobl und Cathy Schmidt.