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WRC, Zentraleuropa: Nach Tag 2 (SP8) Sebastien Ogier geht als Führender in den Samstag
Toyota Gazoo Racing

WRC Rallye Zentraleuropa 2025: Zenhtel-Duell Ogier-Rovanperä um die Spitze

Kalle Rovanperä verkürzt am Freitagnachmittag den Rückstand auf Sebastien Ogier, doch der Franzose führt die Rallye Zentraleuropa hauchdünn weiter an

Sebastien Ogier hat seine Führung bei der Rallye Zentraleuropa, zwölfter Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2025, nach einem spannenden Duell mit Kalle Rovanperä knapp behauptet. Der achtmalige Rallye-Weltmeister liegt nach der Freitagsetappe mit 0,6 Sekunden Vorsprung an der Spitze.

Der Toyota-Pilot konnte seinen Vorsprung über sechs anspruchsvolle Asphaltprüfungen in Deutschland, Österreich und Tschechien verteidigen, wurde jedoch im Verlauf des Nachmittags zunehmend von Teamkollege Rovanperä unter Druck gesetzt.

Elfyn Evans (Toyota) kämpfte sich nach einem schwierigen Starttag zurück auf Rang drei (+29,5 Sekunden), nachdem er am Donnerstag wegen einer Kollision mit einem Strohballen eine Fünf-Sekunden-Strafe erhalten hatte. Dahinter folgten Ott Tänak im besten Hyundai (+32,8), Takamoto Katsuta im Toyota (+35,7), Adrien Fourmaux im Hyundai (+46,1) und Sami Pajari im Toyota (+56,0).

Rovanperä robbt sich an Ogier heran

Die zweite Durchfahrt der tschechischen Prüfung "Col de Jan" (WP6) galt als besonders tückisch, nachdem sie am Vormittag für große Zeitunterschiede gesorgt hatte. Trotz verschmutzter Straßen blieben die Abstände diesmal enger. Ogier fuhr zwar 0,1 Sekunden schneller als am Vormittag, doch Rovanperä war noch stärker unterwegs und gewann die Prüfung mit 1,5 Sekunden Vorsprung, womit er den Rückstand auf Ogier auf 2,4 Sekunden verkürzte

Evans belegte den dritten Platz der Wertungsprüfung, 8,1 Sekunden hinter der Bestzeit, während Tänak nach einem besseren Set-up an seinem i20 N nur 0,9 Sekunden langsamer war und knapp hinter Evans blieb.

Für Hyundai-Pilot Thierry Neuville verlief der Tag dagegen enttäuschend. Eine lockere Motorhaube behinderte auf WP6 die Sicht, was ihn 26,6 Sekunden kostete. Auch Fourmaux verlor Zeit, da sein i20 N auf dem zunehmend verschmutzten Asphalt an Stabilität einbüßte.

Weitere Probleme für Neuville

Auf österreichischem Boden setzte Rovanperä seine Aufholjagd fort und gewann WP7 (Böhmerwald 2) mit 2,1 Sekunden Vorsprung auf Ogier. Damit schmolz der Rückstand vor der letzten Freitagsprüfung auf nur noch 0,3 Sekunden. Evans zeigte ebenfalls eine starke Leistung, war 0,1 Sekunden schneller als Ogier und übernahm dadurch Rang drei von Tänak.

Fourmaux näherte sich wieder der Spitze und blieb nur 0,5 Sekunden hinter Rovanperä. Katsuta festigte Platz fünf mit 2,4 Sekunden Rückstand auf Tänak.

Neuville kämpfte in der WP7 mit einem losen Teil im Fußraum, verlor aber nur 2,8 Sekunden. Nach seinem Reifenschaden am Vormittag erklärte er den restlichen Tag zur Testfahrt. Auch nach Änderungen am Set-up fand der Belgier in der letzten Prüfung in Deutschland kein Vertrauen in sein Auto und beendete den Tag auf Platz acht (+1:55,8).

Sechs Prüfungen am Samstag

Die Schlussprüfung im Dunkeln sorgte durch Lichtreflexionen an den Begrenzungspfählen für zusätzliche Herausforderungen. Evans meisterte die Bedingungen am besten und gewann die WP mit 1,1 Sekunden Vorsprung. Ogier konnte den Zeitverlust in Grenzen halten und war 0,3 Sekunden schneller als Rovanperä.

Für M-Sport-Ford verlief der Tag schwierig: Josh McErlean rangierte auf Platz neun, während Teamkollege Gregoire Munster nach Aufhängungsschaden auf WP5 als einziger Rally1-Pilot ausfiel.

Am Samstag stehen sechs weitere Wertungsprüfungen auf dem Programm, unterbrochen von einer Reifenwechselzone zur Mittagszeit.

Motorsport-Total.com

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