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Rally Costa Brava & Rally Clasico Mallorca
Foto: Rose Racer @ Facebook

Die vielen Österreicher in Spanien...

Halb Rallye-Österreich war am Wochenende in Spanien unterwegs - wie es den Österreichern bei der Rally Costa Brava und der Rally Clasico Isla de Mallorca erging…

Noir Trawniczek

Zahlreiche österreichische Piloten und CopilotInnen zog es an diesem Wochenende nach Spanien. Bei der zur Historischen Rallye Europameisterschaft zählenden Rally Costa Brava mit sagenhaften 260 Teams am Start wurden Karl Wagner und Gerda Zauner in ihrem knallgelben Porsche 911 vom „Technikteufel“ heimgesucht. Auf dem guten zweiten Platz der FIA Kategorie 3 bis 1981 liegend passierte Folgendes, wie uns Wagner verriet: „Am Kupplungspedal ist eine Umlenkwelle gebrochen und die war leider in der kurzen Zeit im Remote Service nicht zu tauschen möglich. Ich meine, dass der zweite Platz möglich gewesen wäre.“

Das Wetter hatte es mit den Teilnehmern nicht allzu gut gemeint. Wagner erzählt: „Das war noch bescheidener als voriges Jahr im Rebenland: Schüttregen, Finsternis und Nebel.“ Roman Mühlberger, der mit Nadine Dolzer seinen Mitsubishi Lancer Evo VI zündete, nickt: „Am Freitag in der Nacht war ab der Hälfte der SP dermaßen dichter Nebel, dass wir uns an den Mittellinien orientieren mussten.“ Mühlberger/Dolzer traten in der Kategorie Open an und beendeten die Rallye dort wie schon 2024 auf Platz zwei sowie Platz 27 gesamt. Mühlberger selbstkritisch: „Am Freitag bin ich nicht wirklich in die Gänge gekommen, aber am Samstag lief es dann okay.“ In der Kategorie Open ist eigentlich alles erlaubt - so ist Mühlberger überzeugt: „Beim Sieger der Open war ein Motor eingebaut, den es nie gab.“ Auch er hätte den Restriktor entfernen können, tat es aber nicht: „Ich will fahren, wie es vom Reglement her vorgeschrieben ist.“

Als beste Österreicher beendeten Ruben und Thomas Zeltner im Porsche 996 GT3 die Rallye auf Platz 20 gesamt, womit sie die Kategorie Classic gewinnen konnten. Auf Platz 48 gesamt sowie Platz sechs der Kategorie Open konnten Stefan Langthaler und Miriam Albrich die Rallye beenden.

"Comeback-Welle" auf Mallorca

Rund 300 Kilometer Luftlinie entfernt, auf der spanischen Insel Mallorca, bei der Rally Clasico Isla de Mallorca kam es zu einer wahren Comeback-Welle von bekannten österreichischen Piloten. Ausgenommen Kris Rosenberger und Sigi Schwarz, die auch im Vorjahr sehr aktiv waren - das Duo pilotierte einen Ferrari 308 GTB und landete in der Kategorie PRE81 auf Platz neun sowie in der Subkategorie -1981 auf Platz drei. Etwas besser lief es für Porsche Carrera 911 SC-Pilot Johannes Huber, der erstmals seit drei Jahren wieder ins Lenkrad griff und mit Cathy Schmidt Platz sechs in der gleichen Kategorie und in der Subkategorie -1975 sogar den Sieg erringen konnte.

Erstmals seit 2017 wieder am Start einer Rallye: Willi Rabl junior, der mit Felix Wagner einem Porsche 911 RSR die Sporen gab und im Gleichmäßigkeitsbewerb mit hohem Schnitt Platz 20 belegte - zwei Plätze vor Franz Zehetner und Martin Strobl im Renault Alpine A310 V6 Gruppe 5. Seinen zweiten Start nach 2015 absolvierte Johann Danzinger, Vater von Hannes Danzinger, der mit Gerhard Hofbauer im VW Golf IV Kitcar in der gleichen Gleichmäßigkeits-Kategorie den respektablen 33. und damit vorletzten Platz belegen konnte.

Im Gleichmäßigkeitsbewerb mit niedrigem Schnitt gab es ein Wiedersehen mit Fritz Lehensteiner, der laut ewrc-results.com zuletzt 2007 in Österreich und 2011 bei der deutschen Legends Of Speed-Demo an den Start ging. Der 64-jährige Österreicher belegte mit Otto Schaffenrath in einem Volvo P1800 Platz sieben.

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