RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
EHRC Historic Rally Fafe: Bericht Rosenberger
Foto: Fábio Martins

Der "Technikteufel" war erneut aktiv

Nach den Troubles auf Mallorca war der „Technik-Teufel“ nun auch in Portugal aktiv - Der Subaru Impreza GT Turbo Gr. A von Autosportif blieb schon nach SP1 stehen
- Rosenberger & Co Schwarz glänzten danach mit SP-Bestzeiten und Klassensieg

Es hätte ein so wundervolles Wochenende im Norden Portugals werden können: Bei der „Historic Rally Fafe“, dem Auftakt zur Schotterwertung des European Historic Rally Championship (EHRC), waren Kris Rosenberger und Co-Pilot Sigi Schwarz schon im Vorfeld nostalgisch geworden. Die beiden teilen nämlich viele gemeinsame, schöne Erinnerungen an die Region und an die Rallyes, bei denen Kris Rosenberger seine ersten Schritte in der Rallye-WM unternahm und wo er einige seiner größten internationalen Erfolge feiern hatte können.

Doch in diesem Jahr meint es der „Rallye-Gott“ mit dem österreichischen Duo einfach nicht gut: nachdem schon der Premieren-Einsatz des neu aufgebauten Ferrari 308 GTB bei der historischen Mallorca Rallye vor der ersten Sonderprüfung aufgrund defekter Elektronik mehr oder weniger vorbei war, schlug der „Technik-Teufel“ nun auch in Portugal erbarmungslos zu: ein kaputter Benzindruck-Sensor bremste Kris Rosenberger bereits auf der ersten Sonderprüfung ein, auf der Verbindungsetappe zur zweiten SP war dann erst einmal Schluss.

„Wir hatten uns wirklich enorm auf die Rallye gefreut, und bei der Besichtigung wurde die Vorfreude noch einmal größer. Es sind so traumhafte Sonderprüfungen, dazu kam das schöne Wetter, die freundlichen Menschen und das gute Essen. Am liebsten wären wir einfach dageblieben“, schildert Kris Rosenberger, dessen Laune am ersten Rallyetag dann aber leider schlagartig schlechter wurde: „So ein, wie soll ich sagen, billiger Ausfall, das ist schon extrem ärgerlich. Es war, wie auch auf Mallorca beim Ferrari, eine absolute Kleinigkeit, für die niemand etwas kann. Ein sogenannter Groschen-Defekt, der uns letztendlich den ganzen Einsatz vermiest hat.“

Der Technik-Crew gelang es zwar, auch mit Unterstützung durch einen ehemaligen Prodrive-Ingenieur aus England, das Problem zu lokalisieren und zu beheben, aber da war die Rallye natürlich so gut wie gelaufen. Wenigstens konnten Rosenberger/Schwarz den zweiten Tag unter SupeRally-Reglement in Angriff nehmen – und dort mit fünf von sechs möglichen SP-Bestzeiten glänzen. „Immerhin haben wir am zweiten Tag unter Beweis gestellt, dass der Sieg ohne die technischen Probleme nur über uns geführt hätte. Wenn der Subaru läuft, dann macht er richtig viel Spaß, das war für mich auch eine wichtige Bestätigung, dass es das richtige Auto für diese Meisterschaft ist. Jetzt müssen wir aber die Technik in Ordnung bringen und dann bei den nächsten Rallyes voll punkten“, so Kris Rosenberger, der gemeinsam mit Sigi Schwarz wenigstens noch Pokale für den Klassensieg mit nach Hause nehmen durfte.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Albert von Thurn und Taxis/Jara Hain beim 8. Lauf zum Mitropa Rally Cup 2026 mit Start-Ziel-Sieg in Slowenien. Rino Muradore/Cristina Delbello (ITA) siegen in der Wertung für historische Fahrzeuge.

Die Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) wächst 2027 auf 15 Läufe an: Mit den USA und Großbritannien kehren zwei Traditionsmärkte zurück

WRC, Sardinien: Kurzvorschau

Das Thriller Finale auf Sardinien

Drei Titelkandidaten beim vorgezogenen Grande Finale. Kevin Raith/Claudia Maier sind nach Absage von Keferböck/Minor die einzigen Österreicher.

3 Städte Rallye: Bericht

Neubauer deklassiert DRM-Spitze

Beim Comeback der 3 Städte Rallye triumphierte Hermann Neubauer über die versammelte DRM-Spitze. BRR-Pilot Albert von Thurn und Taxis fuhr sensationell.

3 Städte Rallye: Fotos Samstag

3 Städte: Die besten Bilder vom Samstag

motorline.cc-Fotograf Daniel Fessl präsentiert seine besten Bilder von der 3 Städte Rallye - hier die besten Bilder vom Samstag

WRC, Sardinien: Vorschau Raith

Ein Herzenswunsch wird Wirklichkeit

Der Steirer Kevin Raith steht am kommenden Wochenende in Sardinien zum zweiten Mal in seiner Karriere am Start einer WM-Rallye / Im Cockpit seines Ford Fiesta Rally2 sitzt Claudia Maier als Copilotin