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ARC, Lavanttal Rallye: Bericht Nothdurfter
Foto: Harald Illmer

Frühlingsstimmen

So wie bei der aktuellen Wetterlage in Mitteleuropa, zeichnet sich auch bei den derzeitigen Rallye-Aktivitäten von Alfons Nothdurfter eine deutliche Aufhellung ab. Der Ford Fiesta Proto läuft zwar noch nicht ganz perfekt, aber es waren beim Start in Kärnten deutliche Fortschritte gegenüber den bisherigen Rallyes erkennbar. Was auch dazu geführt hatte, daß sich der ewig unternehmenslustige Tiroler gemeinsam mit seinem steirischen Copiloten Christian Roschker über einen vierten Platz in der Proto-Kategorie sowie über eine ebenfalls viertbeste Platzierung im ARCP-Bewerb freuen durfte.

Das Resümee für Alfons Nothdurfter und Christian Roschker nach ihrem Start bei der Laserhero Lavanttal-Rallye powered by Dohr Wolfsberg in diesem Jahr fällt äußerst erfreulich aus. Es läßt sich wahrscheinlich am Besten mit den Worten „Es wird heller – es wird schneller“ charakterisieren. Der Ford Fiesta Proto, der seit der Rebenland-Rallye des vergangenen Jahres überwiegend durch den Tiroler und seinen steirischen Copiloten eingesetzt wird, zeigte diesmal keinerlei Zuverlässigkeits-Mängel. Ein wenig erschwerend sind unverändert noch Störungen an der Launch Control, dem ALS, das für einen kontinuierlichen Aufbau des Ladedrucks sorgen soll (das aber momentan noch nicht ganz tut), oder dem Mitteldifferenzial, über das auch die Weiterleitung der Motorkraft an die Hinterachse erfolgt. Dennoch aber waren die bisherigen Arbeiten an der Leistungs-Abgabe und am Fahrverhalten schon sehr erfolgreich. Die endgültige Abrundung ist halt noch nicht ganz vollzogen, aber die Optimierung schreitet spürbar mit guten Ergebnissen voran.

Die Teilnahme im Lavanttal wurde sehr stark mit Blickrichtung auf die Austrian Rallye Challenge gewählt, neben diesem – gewissermaßen – Pflichtteil wurde aber freiwillig auch die Freitages-Etappe mitgefahren, die für die ÖRM-Starter im Fixprogramm enthalten ist. Anhaltend starke Regenfälle haben zwar dafür gesorgt, daß die sehr schönen, aber fahrerisch fordernden Strecken noch stärkere Konzentration und gute Ausrüstung verlangt hatten. Mit den von Beginn an montierten Regenreifen und jahrzehntelanger Erfahrung im Zeitfahren auf unterschiedlichsten Geläufen konnte jedoch eine stabile „Pace“ erreicht und laufend verbessert werden. Auf der vierten Prüfung lag das Team Nothdurfter/Roschker bereits sehr stark in Tuchfühlung zu der Besetzung Peter Ölsinger/Petra Seher, die in der Endabrechnung den dritten Podestplatz in der Proto-Kategorie geschafft hatte. Auch bereits ein dezentes Signal, daß es hinsichtlich der Wettbewerbsfähigkeit des Ford Fiesta Proto aufwärts geht.

Bis zum Ende der ersten Etappe konnte das Team Nothdurfter/Roschker bereits bis an die vierte Stelle der Prototypen-Wertung (Kat. 8) vordringen, was schon sehr ermutigend war. Auch am Samstag, wo zeitgleich die Austrian Rallye Challenge mitlief und wettermäßig etwas Erleichterung geherrscht hatte, konnte die Tirol/Steiermark-Abordnung ihr Tempo sehr gut halten. Und war sogar so gut in Form, daß sie den Mitsubishi Space Star von Peter Ölsinger für kurze Zeit hinter sich lassen konnte. Letztendlich war das Konkurrenz-Team dann doch ein wenig zu stark, und man war auch mit dem vierten Platz bei den Prototypen sehr zufrieden. Besonders nach dem anhaltenden zähen Ringen im technischen Bereich, das nun sehr sichtbar ein Ende gefunden haben dürfte. Einen vierten Platz gab es auch in der ARCP.

Als besonders interessantes Detail, wenngleich für die Klassen-Duelle unerheblich, fällt auf, daß der ebenfalls sehr schnelle Bruder von Alfons, nämlich Alois Nothdurfter, in der ÖRM-Gesamtklassierung sich mit seinem Ford Sierra Cosworth direkt vor Alfons platzieren konnte. In der Austria Historic-Wertung brachte das dem jüngeren der aktiven Nothdurfter-Brüder und seinem Copiloten Manfred Cerny den schönen zweiten Platz. Schön ist es zweifellos auch, als Familie gemeinsam Erfolgserlebnisse genießen zu können. Klarer Doppelerfolg für den MSC Kitzbühel.

Die nächste sportliche Station führt das generationsmäßig unterschiedliche, aber im gemeinsamen Bestreben perfekt vereinte Duo nach Slowenien: Zur Rally Vipavska Dolina am 8. und 9. Mai dieses Jahres. Eine wichtige Teilnahme-Motivation ist neben der Zugehörigkeit zur Austrian Rallye Challenge der Status des Alpe Adria Rally Cups.

Der vorliegende Teambericht wurde im Rahmen des ARC-Presseservice im Zuge der Kooperation von Austrian Rallye Challenge und motorline.cc veröffentlicht.

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