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Jännerrallye: Bericht Zellhofer
Foto: Daniel Fessl

Viel Schnee war kein Vorteil

Christoph Zellhofer hatte mit dem SUZUKI Swift ZMX keine Chance - der PS-Vorteil wirkte gegen die leichteren Rally3-Autos nicht

Die Freude im Hause von Juniorchef Christoph Zellhofer war groß, als feststand, dass in der heurigen Saison die ORM 2 von der Austrian Motorsport Federation mit einem Staatsmeisterschaftsprädikat aufgewertet wird. Weil er in dieser Kategorie schon einmal den Cupsieg und im letzten Jahr einen zweiten Gesamtplatz feiern durfte, war Zellhofers Optimismus groß, hier schon ab Saisonbeginn an der Spitze mitmischen zu können. Um die Attraktivität zu steigern, wurden die wesentlich leichteren Rally3 -Autos für die ORM 2 zugelassen. Dies wäre an sich kein größeres Problem, da die Prototypen, wie Christoph Zellhofers SUZUKI Swift ZMX wiederum mit mehr PS ausgestattet sind. Aber wenn wie bei der Jännerrallye viel Schnee liegt, fällt dieser Ausgleich fast weg und man befindet sich eher im Nachteil.

Christoph Zellhofer: „Wir wissen natürlich um diese Problematik, können dieses Manko aber auch mit erhöhtem Einsatz nicht wettmachen. Daher ist die Enttäuschung über den fünften Platz spürbar. Aber die Hoffnung lebt weiter. Es kommen wieder trockene Bedingungen, wo wir die Stärken unseres Autos voll ausspielen können. Auf diese Rallys warten wir natürlich.“

Bei der Jännerrallye hat es bis zum Start des Saisonauftakts in Freistadt durchaus positiv ausgeschaut, so Christoph Zellhofer weiter: „Die Straßen waren zwar nass, aber es lag kein Schnee. Damit durften wir auf eine Rallye hoffen, die auch unserem SUZUKI Swift ZMX mit seinen 310 PS sehr entgegenkommt. Leider kam die weiße Pracht aber in der Nacht vor dem Start in großen Mengen, uns damit begann unser Problem. Wir fuhren auf der ersten Prüfung in Freistadt sogar die fünfbeste Gesamtzeit und waren darüber frohen Mutes, dass es so weitergehen würde. Dann aber kamen die Schwierigkeiten. Auf den folgenden Prüfungen hatten wir einige Dreher mit Zeitverlust. Der Höhepunkt war dann ein Scheibenbruch mit einem riesigen Loch. Damit mussten wir noch eine ganze Prüfung fahren und waren quasi im Blindflug unterwegs. Damit sind wir aus den Top-ten hinaus- und auf den 15. Gesamtrang zurückgefallen.“

Am Schlusstag gab es für Christoph Zellhofer und seine deutsche Copilotin Anna Maria Seidl noch ein weiteres Aha-Erlebnis: „Wir rutschten in einen Graben und trafen dabei ein Verkehrszeichen. Selber konnten wir uns aus dieser Lage nicht gleich befreien, und so bekamen wir überdies noch 30 Strafsekunden, weil wir dadurch zu spät zur nächsten Zeitkontrolle kamen. So gesehen müssen wir sogar noch froh sein, in der ORM 2 wenigstens noch 19 Punkte erreicht zu haben. Beim nächsten Lauf Mitte März im Rebenland sollte es wesentlich besser für uns laufen.“

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