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Knoten geplatzt Thierry Neuville fliegt durch die Luft von Portugal
Red Bull Content Pool

Darum ist der Portugal-Sieg für Neuville so wichtig

Ein perfektes Wochenende: Thierry Neuville gewann die WRC-Rallye Portugal und biehielt im Finale die Nerven - Für Hyundai war das ein wichtiger Meilenstein

Für Thierry Neuville war der Triumph bei in Portugal in der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) eine ganz persönliche Revanche. Nachdem ein Fehler auf der Powerstage in Kroatien das Team den sicher geglaubten ersten Saisonsieg 2026 gekostet hatte, fühlte sich der Belgier in der Pflicht. Am Wochenende fand sich der Weltmeister von 2024 in einer fast identischen Situation wieder: Er ging als Führender in das große Finale.

Neuville war das gesamte Wochenende über in Schlagdistanz zur Spitze, doch die goldene Gelegenheit, Hyundais Durststrecke zu beenden, ergab sich erst, als Toyota-Pilot Sebastien Ogier durch einen Reifenschaden in der vorletzten Wertungsprüfung die Führung einbüßte.

Im Gegensatz zu Kroatien behielten Neuville und Beifahrer Martijn Wydaeghe diesmal die Nerven. Sie brachten den Sieg sicher ins Ziel - der erste Erfolg für Hyundai seit dem Saisonfinale im November des vergangenen Jahres in Saudi-Arabien.

Es war der 23. Karrieresieg für Neuville, der damit in der ewigen Bestenliste mit dem viermaligen Champion Juha Kankkunen gleichzieht. Nach dem Tiefschlag von Kroatien war die Erleichterung im Ziel greifbar, doch die Bedeutung dieses Erfolges geht weit über die persönliche Wiedergutmachung hinaus.

"Mehr als nur ein Sieg"

"Für mich persönlich ist es eine kleine Revanche. Ich habe dem Team das zurückgegeben, was ich ihnen eigentlich schon in Kroatien hätte liefern müssen", gesteht Neuville gegenüber unserer englischen Schwesterseite Motorsport.com. "Aber noch wichtiger als der Sieg - den das Team natürlich verzweifelt gebraucht hat - war die Leistung über das gesamte Wochenende. Es war extrem ermutigend zu sehen, dass wir auf diesem Top-Level mitkämpfen können."

Neuville betont zudem die strategische Komponente: "Ich konnte mein Rennen kontrollieren, und das ist der Schlüssel. Wenn du Rallyes gewinnen willst, musst du in der Lage sein, dein Wochenende aufzubauen und zu verwalten. Das geht aber nur, wenn das Auto funktioniert und das Vertrauen da ist - ansonsten ist das schlicht unmöglich."

Auch Co-Pilot Wydaeghe schlug in die gleiche Kerbe: "Das bedeutet uns und dem Team eine Menge. Nach den Ereignissen in Kroatien sind wir tief gefallen. Es hat viel Kraft gekostet, wieder aufzustehen, aber wir sind stärker zurückgekommen und haben unsere Mentalität, niemals aufzugeben, bewiesen. Ein großer Dank geht an das Team, das in den vergangenen Wochen wahnsinnig hart gepusht hat. Sie haben es verdient."

Lichtblick in schwierigen Zeiten

In dieser Saison kämpfte Neuville oft mit dem Vertrauen in seinen Hyundai i20 N Evo Rally1, der ein sehr schmales Arbeitsfenster besitzt. Die Schwierigkeiten gingen so weit, dass der Belgier die aktuelle Phase als die härteste seiner gesamten WRC-Karriere bezeichnete. Nun, zurück auf der obersten Stufe des Podiums, sieht er Portugal als Beweis dafür, dass das Team den Glauben nie verlieren darf.

"Es war definitiv die frustrierendste Zeit meiner Karriere", so Neuville offen. "In einer Situation, in der man nicht weiß, wie die Zukunft [von Hyundai in der WRC] aussieht, in der Leute das Team verlassen und man weder gewinnt noch auf das Podium fährt, ist es schwierig, optimistisch zu bleiben. Aber die Rallye an diesem Wochenende hat gezeigt: Wir müssen weiter an uns glauben, hart arbeiten und dürfen nicht aufgeben. Dann kommt der Erfolg auch zurück."

Motorsport-Total.com

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