Neue Bilder aus Spanien | 30.04.2026
Toyota testet erneut WRC-Prototyp für 2027
Neue Bilder und Videos des Toyota-Prototyps für 2027 sind aufgetaucht - Das Auto sieht nun deutlich anders aus als beim vorherigen Test in Portugal
Toyota setzt seine Vorbereitungen auf die Regeländerungen der Rallye-Weltmeisterschaft für 2027 fort. Die japanische Marke testete jüngst die neueste Version ihres Prototyps in Spanien.
Toyota ist der bisher einzige große Hersteller, der sich dazu bekannt hat, ein neues Auto nach dem neuen technischen Reglement zu bauen, das im nächsten Jahr in Kraft treten wird.
Unter den neuen FIA-Rahmenbedingungen werden die Autos mit einer Kostenobergrenze von 345.000 Euro gebaut. Sie basieren größtenteils auf den aktuellen Rally2-Fahrzeugen.
Sie werden über eine Aufhängung in Doppelquerlenker-Konfiguration verfügen, wobei Brems- und Lenksysteme von den aktuellen Rally2-Spezifikationen abgeleitet sind.
Toyota begann im vergangenen Jahr mit Tests eines ersten Prototyps. Bilder und Videos des Fahrzeugs tauchten in den sozialen Medien erstmals im Februar bei einem Test in Portugal auf.
Diese Bilder zeigten ein Auto mit einer deutlich anderen Form als die des aktuellen GR Yaris. Alle Toyota-Fahrer haben das Auto getestet, mit Ausnahme des neunmaligen Weltmeisters Sebastien Ogier.
Zudem hat Toyota auch die Dienste des Weltmeisters von 2019, Ott Tänak, für Entwicklungstests in Anspruch genommen. Über die genaue Modellbezeichnung des Autos schweigt sich das Team bislang aus.
Der leitende Ingenieur Kevin Struyf beschrieb es vor der Fertigstellung der finalen Version des 2027er-Fahrzeugs lediglich als einen "Prototyp". In dieser Woche sind weitere Bilder und Videos von einem Test in Spanien aufgetaucht.
Sie zeigen einen Toyota-Prototyp für 2027, dessen Form eher dem GR Yaris entspricht, obwohl das Heck des Autos Ähnlichkeiten mit dem Straßenfahrzeug Toyota C-HR aufweist.
Struyf bestätigte während der Rallye Kroatien im Gespräch mit Motorsport.com, einer Schwesterplattform von Motorsport-Total.com, dass das Team nach den ersten Tests eines Prototyps ein neues Fahrzeug für weitere Tests aufbaut.
"Es ist im Moment nur ein Prototyp eines Rallye-Autos. Für 2027 haben sich die Vorschriften im Rallyesport zum ersten Mal so geändert, dass die Karosserie weitgehend frei gestaltet werden kann."
"Daher ist die Entscheidung des Herstellers, in welche Richtung wir gehen wollen, noch nicht ganz klar, also ist es einfach ein Basis-Testträger, ein Prototyp. Viele Leute spekulieren auf ein bestimmtes Modell."
"Aber im Moment gibt es noch kein konkretes Modell, es ist nur ein Prototyp", so Struyf. "Im Grunde genommen setzen wir die Entwicklung des Testträgers fort, den wir in Portugal gesehen haben."
"Das Auto wird in diesem Monat [April] weiterhin einige Tests absolvieren. Schon sehr bald befindet sich ein weiteres Chassis im Bau. Wir werden, sagen wir mal, das finale Modell noch ein wenig mehr testen."
"Das Problem ist nämlich, dass es einige technische Elemente gab, die von der FIA nicht sehr klar oder präzise definiert waren, [als wir mit der Entwicklung begannen]."



















