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Porsche-Look & VW-Motor Präsentation des WRC-Autos von Project Rally One
Project Rally One

Porsche-Look, VW-Motor: Rally One zeigt sein Auto für die WRC 2027

Mit einem VW-Motor und auffälligem Porsche-Look will Project Rally One 2027 in der Rallye-WM (WRC) antreten: Das Privatteam peilt zwei Autos zum Saisonauftakt an

Project Rally One hat sein Auto für die Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2027 offiziell der Öffentlichkeit präsentiert. Ziel des Teams ist es, beim Saisonauftakt im kommenden Januar in Monte Carlo mit zwei Autos an den Start zu gehen.

Die belgische Truppe enthüllte den völlig neu entwickelten Boliden, der nach dem technischen WRC-Reglement für 2027 aufgebaut ist, im Rahmen der Veranstaltung "Rally4Passion" im belgischen Huy.

Gegründet vom erfahrenen Motorsport-Ingenieur Lionel Hansen sowie dem ehemaligen FIA-Rallye-Direktor und Citroen-WRC-Chef Yves Matton, hatte Project Rally One im Dezember vergangenen Jahres Pläne angekündigt, ein Auto nach WRC27-Spezifikation zu entwerfen, zu bauen und zu homologieren.

750 Testkilometer ohne Probleme

Die Mannschaft ist neben RMC Motorsport aus Spanien einer von zwei Tunern, die sich dem neuen technischen WRC-Reglement verschrieben haben, das Tunern erstmals erlaubt, als vollwertige Konstrukteure aufzutreten.

Project Rally One hat Anfang dieses Monats einen ersten Rollout des neuen Autos in Deutschland absolviert und anschließend 750 Testkilometer auf Asphalt in Frankreich abgespult. Am Steuer saßen dabei die erfahrenen Piloten Stephane Lefebvre und Bruno Thiry. Das Team bestätigte zudem, dass der frisch gekürte Rallye-Europameister und ehemalige WRC-Werksfahrer Teemu Suninen im kommenden Monat die nächste Entwicklungsphase des Autos auf Schotter leiten wird.

"Project Rally One befindet sich nun in der finalen Phase vor der Homologation des Autos, die für den 1. November geplant ist", erklärt Hansen. "Wir haben gerade fünf Asphalttesttage absolviert und dabei 750 Kilometer zurückgelegt, ohne dass auch nur das geringste Zuverlässigkeitsproblem aufgetreten wäre. Gleichzeitig haben wir das Leistungsniveau erreicht, das wir erwartet hatten."

Motor aus dem VW-Konzern und Anleihen bei Porsche

"Sobald die Homologation abgeschlossen ist, werden wir weitere Testfahrten absolvieren - nächste Woche noch einmal auf Asphalt, bevor es im Oktober auf Schotter geht. Das bedeutet, dass wir im Zeitplan liegen. Unser Ziel bleibt es, zwei Autos bei der Rallye Monte-Carlo 2027 einzusetzen. Es ist eine anspruchsvolle Herausforderung, aber sie bleibt realistisch. Bis dahin wird allerdings noch viel passieren."

Angetrieben wird das Fahrzeug von einem Motor aus dem Volkswagen-Konzern, ähnlich dem Motor des Skoda Fabia RS Rally2. Es wurden umfangreiche Modifikationen vorgenommen, um den Antriebsstrang so nah wie möglich an die technischen Anforderungen des WRC27-Reglements anzupassen und gleichzeitig den Projektanforderungen sowie dem angestrebten Leistungsniveau gerecht zu werden.

Das Auto basiert nicht direkt auf einem aktuellen Serienmodell. Das Design weist jedoch Anleihen beim deutschen Hersteller Porsche auf, zu dem Hansen durch die Entwicklung des Porsche 992 Rally GT eine langjährige Beziehung pflegt.

Zwei Autos bei der Rallye Monte-Carlo geplant

"Wie jeder weiß, verbindet mich eine langjährige Beziehung zu einer bekannten deutschen Marke, was sich auch im eher futuristischen Look des Autos widerspiegelt", erklärt Hansen. "Diese Marke ist jedoch weder aus technischer noch aus finanzieller Sicht an Project Rally One beteiligt. Bei der Konstruktion und dem Bau der Karosserie konnten wir auf das Know-how von Faster Racing zurückgreifen - einem Unternehmen aus Paris mit 35 Jahren Erfahrung im Motorsport. Das Ergebnis ist besonders gelungen."

"Der Homologationsprozess ist derselbe wie bei Toyota. Jeder Vergleich zwischen einem Riesen der Automobilindustrie und einem privaten Team endet jedoch genau dort. Unser Gesamtbudget ist begrenzt, was bedeutet, dass wir stets extrem reaktionsschnell und effizient bleiben müssen."

"Wir sind kein Werksteam, aber wir bereiten uns darauf vor, in derselben Arena anzutreten. Rund 4.500 Arbeitsstunden waren bereits nötig, um das Auto zu entwickeln, und es liegt immer noch ein erhebliches Stück Arbeit vor uns", so Hansen weiter.

Das Fahrer-Aufgebot für das kommende Jahr hat das Team zwar noch nicht finalisiert, bestätigt jedoch, dass das Projekt auf großes Interesse bei potenziellen Piloten stößt. "Derzeit umfasst Project Rally One 21 Vollzeitkräfte", sagt Sportdirektor Alain Penasse. "Die Herausforderung besteht natürlich darin, innerhalb eines extrem engen Zeitrahmens die richtigen Leute an die richtigen Positionen zu bringen - insbesondere mit einem Event wie der Rallye Monte-Carlo 2027 als Ziel."

Motorsport-Total.com

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