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WRC Safari-Rallye: Bericht Takamoto Katsuta gewann den "Überlebenskampf" in Kenia
Toyota Gazoo Racing

Erster WRC-Sieg für Takamoto Katsuta

34 Jahre musste Japan auf einen WRC-Sieg warten: Bei der legendären Safari-Rallye in Kenia endet die lange Durststrecke - dank Takamoto Katsuta

Toyota-Fahrer Takamoto Katsuta hat bei einer geschichtsträchtigen Safari-Rallye in Kenia seinen ersten Sieg in der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) eingefahren. Damit ist er der erste japanische Fahrer seit 1992, der einen WM-Lauf gewinnen konnte.

Nachdem der Toyota-Pilot in seiner bisherigen Karriere bereits viermal den zweiten Platz belegt hatte, gelang ihm nun bei extrem harten Bedingungen der Sprung auf das oberste Treppchen. Bei Bedingungen, die viele seiner Konkurrenten vor unlösbare Aufgaben stellten, behielt Katsuta die Nerven.

Gemeinsam mit Beifahrer Aaron Johnston sicherte er sich den Sieg mit einem Vorsprung von 27,4 Sekunden vor Adrien Fourmaux im Hyundai. Dritter wurde Sami Pajari (Toyota). Damit setzte Toyota die beeindruckende Siegesserie bei der Safari-Rallye fort, die seit der Rückkehr des Events in den Kalender im Jahr 2021 ungebrochen ist.

Der sichtlich bewegte Katsuta widmete den Erfolg seinem Team und seinen Unterstützern. "Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Wir hatten so viele schwierige Momente. Aaron Johnston hat sehr hart mit mir gearbeitet und das Team hat immer an mich geglaubt, selbst wenn ich versagt habe. Danke an das gesamte Team, an Aaron und an meine Familie, die mich immer unterstützt hat."

"Endlich stehen wir hier. Es ist so viel passiert. Danke auch an Ott Tänak. Er war in jedem Moment für mich da und hat mir Nachrichten geschickt. Er ist sogar früher aufgewacht als ich. Ich habe es geschafft, danke dir! Akio-san, endlich haben wir es geschafft", so Katsuta. Er tritt damit in die Fußstapfen von Kenjiro Shinozuka, der 1992 die Rallye Elfenbeinküste gewonnen hatte.

Rückschläge am Freitag und Chaos an der Spitze

Der Weg zum Sieg war für Katsuta alles andere als geradlinig. Bereits am Donnerstag verlor er über eine Minute, als ein Ausfall der Sprechanlage ihn zwang, die erste Prüfung ohne Ansage zu bestreiten. Am Freitag warfen ihn zwei Reifenschäden in der siebten Prüfung zwischenzeitlich auf den siebten Gesamtrang zurück.

An der Spitze kämpfte zunächst das Toyota-Trio aus Oliver Solberg, Elfyn Evans und Sebastien Ogier um die Führung. Solberg dominierte den Donnerstag, während Ogier am Freitag eine Aufholjagd startete. Ein Reifenschaden kostete Ogier jedoch am Samstag zwei Minuten, wodurch das Pendel zunächst zugunsten von Evans und Solberg auszuschlagen schien.

Doch die Safari forderte ihren Tribut: Pajari fiel nach einem Reifenschaden am Samstag zunächst zurück, während Evans die Rallye nach einem Aufhängungsschaden in der 13. Prüfung vorzeitig beenden musste. Auch das Hyundai-Team kämpfte mit massiven Überhitzungsproblemen, da Schlamm die Kühler der i20 N Rally1 verstopfte.

Dramatisches Aus für die Favoriten

Die entscheidende Wende ereignete sich am Samstagnachmittag. Die bis dahin führenden Solberg und Ogier mussten ihre Fahrzeuge auf der Verbindungsetappe zum Servicepark mit defekten Lichtmaschinen abstellen. Bei Solberg streikte zudem die Kupplung seines GR Yaris.

Katsuta übernahm dadurch etwas überraschend die Führung mit einem Polster von über 85 Sekunden auf Fourmaux. Am Sonntag wählte der Japaner einen vorsichtigen Ansatz, um den Sieg nicht mehr zu gefährden. Fourmaux sicherte sich den zweiten Platz, während Pajari nach einer starken Aufholjagd als Dritter das Podium komplettierte.

Esapekka Lappi rettete seinen überhitzenden Hyundai auf dem vierten Rang ins Ziel. Der Sieg in der WRC2-Klasse ging an Robert Virves, der den fünften Gesamtrang belegte. In der Sonntags-Wertung sicherte sich der wiedergestartete Solberg die vollen zehn Punkte, während Evans mit sechs Punkten seine WM-Führung knapp vor Solberg behauptete.

Ein schwieriges Wochenende erlebte M-Sport-Ford. Jon Armstrong erreichte das Ziel nach zahlreichen technischen Problemen und einer 24-minütigen Reparatur am Freitag auf Rang 15. Sein Teamkollege Josh McErlean musste die Segel streichen, nachdem erst das Getriebe und später ein Wasserschaden am Motor einen Einsatz unmöglich machten.

Weiter geht es in der Rallye-Weltmeisterschaft 2026 vom 10. bis 12. April mit der Rallye Kroatien.

Motorsport-Total.com

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