ARC, OBM Rallye: Bericht Baumschlager | 31.08.2026
Unerwartetes Podium im Titelshowdown!
Das Saisonfinale der TEC7 ORM rund um Krumbach bot wie erwartet Spannung und Dramatik bis zum Schluss. Mit einer Podiumsplatzierung hatte Rekordstaatsmeister Raimund Baumschlager bei der OBM Land der 1000 Hügel Rallye ehrlicherweise allerdings nicht gerechnet.
Das Saisonfinale der TEC7 Österreichischen Rallye-Staatsmeisterschaft bei der OBM Land der 1000 Hügel Rallye in Niederösterreich wurde zum großen Showdown: Mit Michael Lengauer, Hermann Neubauer und Simon Wagner kämpften gleich drei Piloten noch um den Titel und boten den zahlreichen Fans die erwartete Show.
Dass Raimund Baumschlager und Co-Pilot Thomas Zeltner im Ziel des sechsten Saisonlaufes zur TEC7 ORM 2026 nach vierzehn Sonderprüfungen als Gesamtdritter in Krumbach über die Zielrampe rollten war selbst für das erfahrene Duo eine gehörige Überraschung. Aus der geplanten Test-Rallye wurde das beste Saisonresultat und brachte den Status als Österreichischer Prioritätsfahrer für die Saison 2027.
Der Oberösterreicher blickt auf das ereignisreiche Saisonfinale zurück: „Eigentlich war für uns vor der Rallye klar, dass wir nicht attackieren würden und uns stattdessen auf das Abstimmen der neuen Komponenten konzentrieren. Damit wurde bereits beim Test und beim Shakedown vor der Rallye begonnen – und im Wettbewerb konsequent fortgesetzt."
Doch der Rallyesport ist einfach „fast“ unberechenbar – neben den positiven Testergebnissen kam am Ende auch ein starkes Resultat heraus. Zunächst rückten wir durch den Ausfall von Simon Wagner von P5 auf P4 vor. Als wir im Ziel auf die endgültige Entscheidung im Titelkampf warteten, erreichte uns schließlich die Nachricht vom Unfall Michael Lengauers.
"Den Podestplatz sehe ich somit mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Der Unfall von Michael auf der finalen Powerstage hätte nicht passieren dürfen – mit einem zweiten Platz wäre seine starke Leistung verdient belohnt worden, und es hätte ihm viel Selbstvertrauen für 2027 gegeben. Andererseits lernt man auch taktisch dazu und wird eine solche Situation künftig in der letzten Sonderprüfung anders angehen."
Rein sportlich gesehen haben alle drei Meisterschaftsanwärter mit Topleistungen und großem Einsatzwillen brilliert – jeder hätte den Titel verdient. Doch am Ende blieb nur Hermann Neubauer fehlerfrei. Hermann muss man herzlich gratulieren – für Simon und Michael tut es mir leid, beide haben Motorsport auf höchstem Niveau gezeigt.
Auch Luca Waldherr muss man gleich doppelt loben – als Pilot und als Veranstalter. Er fuhr lange Zeit im Spitzenfeld mit und überraschte mit starken Zeiten. Gleichzeitig war die Premieren-Ausgabe des neuen Veranstalterteams ein voller Erfolg. Danke für das Engagement und den Mut: Die vielen Zuschauer an den Sonderprüfungen waren sicher die beste Belohnung für die harte Arbeit in der Vorbereitung.“
Neben Platz drei in der Gesamtwertung entschied der Rosenauer in Niederösterreich auch die ORM-Trophy sowie den Klassensieg im am Samstag ausgetragenen Lauf zur Austrian Rallye Challenge für sich.
Für das Team von Baumschlager Rallye & Racing geht es nach der letzten ORM-Rallye der Saison international ohne Pause weiter. Bereits am kommenden Wochenende ist die Mannschaft aus Micheldorf mit Albert von Thurn und Taxis / Jara Hain bei der Rallye Mont-Blanc Morzine in Frankreich sowie mit Maximilian Lichenegger / Bernhard Ettel bei der Rally Kumrovec in Kroatien im Einsatz.
Der vorliegende Teambericht wurde im Rahmen des ARC-Presseservice im Zuge der Kooperation von Austrian Rallye Challenge und motorline.cc veröffentlicht.


















