Dakar 2026: Alle Sieger | 18.01.2026
Die Klassen-Sieger der Rallye Dakar 2026
Dacia und KTM haben in Saudi-Arabien gewonnen, aber wie sieht es in den anderen Kategorien aus? - Ein Überblick mit den Ergebnissen der deutschsprachigen Fahrer
Die 48. Ausgabe der Rallye Dakar ist Geschichte. Vom 3. bis 17. Januar legten die Teilnehmer rund 8.000 Kilometer zurück. Inklusive Prolog betrug die Wertungsdistanz etwa 4.800 Kilometer. Trotzdem blieb es in den Profiklassen bis zum Schluss spannend.
Bei den Motorrädern brachte erst die 13. und letzte Etappe die Entscheidung. Ricky Brabec (Honda) machte auf den letzten Kilometern einen Navigationsfehler und verpasste seinen dritten Gesamtsieg um lediglich zwei Sekunden.
Luciano Benavides profitierte von diesem Fehler und feierte seinen ersten Dakar-Sieg. Für KTM war es bereits der 21. Triumph. Auch die Rally2-Wertung wurde von einem KTM-Fahrer gewonnen. Der Slowene Toni Mulec holte mit dem BAS-Team den Klassensieg.
Die "Original"-Wertung, früher als "Malle Moto" bekannt, entschied mit dem Franzosen Benjamin Melot ebenfalls ein KTM-Fahrer für sich. Der Deutsche Maxi Scheck (KTM) wurde in dieser Klasse Sechster, in der Gesamtwertung belegte er Platz 31.
Weiter hinten in der Motorrad-Gesamtwertung landete der Deutsche Markus Hertlein (Honda) auf Position 67. Der Schweizer Alexandre Vaudan (KTM) belegte Rang 27 und sein Landsmann Dennis Mildenberger (KTM) Platz 75.
Der Österreicher Tobias Ebster musste nach einem Sturz schon in der dritten Etappe aufgeben. Dabei brach sich der Hero-Fahrer das Kahnbein in der linken Hand. Bei seinem dritten Dakar-Start sah Ebster erstmals nicht das Ziel.
Bei den Automobilen war der große Sieger Nasser Al-Attiyah, der sich zum sechsten Mal in die Siegerliste eintrug. Mit Dacia gewann eine neue Marke die härteste Marathon-Rallye der Welt. Im Spitzenfeld mischte diesmal nur ein Deutscher mit.
Dennis Zenz, der Beifahrer von Lucas Moraes in einem Dacia, wurde Siebter. Für Vorjahressieger Timo Gottschalk, den Beifahrer von Yazeed Al-Rajhi, war die Rallye in Etappe 4 vorbei. Da Wirbelverletzungen noch nicht perfekt verheilt waren, entschied sich das Toyota-Duo zur Aufgabe.
Jürgen Schröder beendete die Rallye mit einem VW Amarok in der Gesamtwertung auf Platz 137. Sein Sohn Daniel überschlug sich schon im Prolog spektakulär und konnte deshalb die eigentliche Rallye gar nicht in Angriff nehmen.
In der Stock-Klasse dominierte das neue Defender-Werksteam. Rokas Baciuska holte vor Teamkollegin Sara Price den Klassensieg. Dakar-Rekordsieger Stephane Peterhansel wurde nach technischen Problemen Klassenvierter.
Die Challenger-Klasse wurde vom Spanier Pau Navarro (Taurus) gewonnen. Das Schweizer Duo Alexandre Pesci und Stephan Kuhni (Taurus) belegte in dieser Klasse Platz 19. Die Side-by-Side-Kategorie gewann der US-Amerikaner Brock Heger (Polaris).
Der Sieg bei den Trucks ging erstmals an den Litauer Vaidotas Zala mit einem Iveco Powerstar. Ales Loprais aus Tschechien, der ebenfalls einen Iveco Powerstar fuhr, wurde Zweiter. Das Podium komplettierte der Niederländer Mitchel van den Brink (MM Technology).
In Saudi-Arabien traten erstmals zwei prominente Österreicher unter Pseudonymen an. Red-Bull-Erbe Mark Mateschitz war als "Mark Mustermann" gemeldet und fuhr einen Toyota Hilux in der T1+ Ultimate-Klasse. Mit 10:13:21 Stunden Rückstand belegte er im Gesamtergebnis Platz 57.
Seine Lebensgefährtin Victoria Swarovski war als "Vic Flip" in der Challenger-Klasse gemeldet. Sie fuhr einen BRP Can-Am Maverick R. Die gebürtige Tirolerin belegte in dieser Klasse mit 15:01:13 Stunden Rückstand Platz 22.
Direkt hinter Swarovski wurde übrigens Bruno Saby 23. Der Franzose feierte im Jahr 1993 den Gesamtsieg bei den Automobilen und gab erstmals seit 2007 ein Comeback. In der Automobil-Gesamtwertung belegte "Vic Flip" den 98. Platz.



















