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Rallye Dakar 2026: Etappe 2 Seth Quintero führte am Montag einen Toyota-Fünffachsieg an
Kin Marcin / Red Bull Content Pool

Rallye Dakar 2026: Fünffachsieg für Toyota, aber Al-Attiyah übernimmt Spitze

Toyota-Fahrer belegen auf der zweiten Dakar-Etappe in Saudi-Arabien die ersten fünf Plätze - Aber in der Gesamtwertung übernimmt Nasser Al-Attiyah (Dacia) Platz eins

Toyota-Fahrer Seth Quintero hat die zweite Etappe der Rallye Dakar 2026 für sich entschieden, während Nasser Al-Attiyah (Dacia) die Führung in der Gesamtwertung übernommen hat. Bei über 30 Grad in der Sonne Saudi-Arabiens begann die Taktik eine Rolle zu spielen. Einige Fahrer wurden erneut von Reifenschäden geplagt.

Mit der zweiten Etappe am Montag verließ der Dakar-Tross Yanbu am Roten Meer und fuhr in nördlicher Richtung nach Al-'Ula. Insgesamt wurden 504 Kilometer zurückgelegt. Die gewertete Speziale betrug 400 Kilometer. Viel Sand und teilweise steinigere Passagen prägten das Terrain.

Guillaume De Mevius (X-raid Mini) und Al-Attiyah eröffneten die Etappe am Montag. Die hinteren Starter hatten einen Vorteil. Henk Lategan startete als 17., gefolgt von seinem Toyota-Teamkollegen Quintero. Schon bei den Zwischenwertungen lagen sie vorn.

Nach knapp vier Stunden Fahrzeit sicherte sich Quintero den Tagessieg. Toyota belegte im Tagesergebnis die ersten fünf Plätze. Hinter Quintero folgten Lategan, Yazeed Al-Rajhi, Toby Price und Joao Ferreira. "Ja, kein schlechter Tag", nickt Quintero nach seiner erfolgreichen Fahrt.

Der US-Amerikaner beschreibt die Herausforderung: "Es war zu Beginn definitiv hart, und wir wussten, dass wir vorsichtig fahren mussten. Ich glaube, Henk hatte bei etwa Kilometer 120 einen Reifenschaden. Wir fuhren im Prinzip bis zum Reifenwechsel bei Kilometer 142 in seinem Staub."

"Man sagt zwar, man steckt im Staub fest, aber der Typ gibt ja richtig Gas, also ist das gar kein so großes Problem. Wenn du mit deinen Teamkollegen um den Sieg kämpfst, dann hast du einen guten Tag. Also war heute ein guter Tag."

Einen guten Tag hatte auch Al-Attiyah, obwohl er mit sechseinhalb Minuten Rückstand im Tagesergebnis nur den achten Platz belegte. Aber in der Gesamtwertung setzte sich der Dacia-Fahrer an die Spitze, nur sieben Sekunden vor Quintero!

"Die Etappe war sehr schwierig, wirklich nicht einfach", kommentiert Al-Attiyah. "Aber okay, wir sind sehr zufrieden, dass wir ohne Probleme durchgekommen sind. Wir waren die ganze Zeit hinter Guillaume unterwegs. Ich denke, wir müssen das einfach Schritt für Schritt angehen."

Sebastien Loeb mit "Großmutter-Taktik"

Nach der schwierigen ersten Etappe mit zwei Reifenschäden meldete sich Al-Attiyahs Dacia-Teamkollege Sebastien Loeb mit der viertschnellsten Zeit zurück. Denn der neunmalige Rallye-Weltmeister blieb diesmal von Problemen, insbesondere Reifenschäden, verschont.

"Ich weiß nicht, ob viele Reifenschäden hatten, aber ich hatte keinen", freut sich der Franzose. "Wir sind wirklich sehr vorsichtig über die Felsen gefahren - ich würde sagen, in Großmutter-Geschwindigkeit - und haben einfach versucht, gut durchzukommen."

"Diese Taktik hat funktioniert: Es lief gut, und wir hatten keinen Reifenschaden. Wir haben keine großen Fehler gemacht, nur einmal einen kleinen Navigationsfehler, als wir einen Wegpunkt suchten. Wir haben dabei aber nicht allzu viel Zeit verloren, also ist das am Ende völlig okay."

Enges Spitzenfeld in der Gesamtwertung

Damit ergibt sich nach der zweiten Etappe ein neues Bild in der Gesamtwertung. Al-Attiyah führt knapp vor Quintero. De Mevius ist auf Platz drei zurückgefallen. Lategan ist neuer Vierter und Loeb verbesserte sich auf Platz fünf, nur 1:57 Minuten hinter der Spitze.

Im Tagesergebnis schaffte es kein Ford-Fahrer in die Top 10. Mattias Ekström verlor knapp neuneinhalb Minuten auf Quintero und belegte Platz 13. In der Gesamtwertung ist der Schwede Achter (+4:04 Minuten) und Teamkollege Carlos Sainz Zehnter (+6:35).



Motorräder: Sanders übernimmt die Gesamtführung

KTM bestimmte Montag, denn Daniel Sanders und Edgar Canet eröffneten die Strecke und sammelten dadurch Zeitgutschriften. Nach einer Fahrt von etwas über vier Stunden sicherte sich Sanders den Tagessieg, den zehnten seiner Karriere.

Canet wurde mit 1:35 Minuten Rückstand Zweiter. Die Plätze drei bis sechs gingen an die Honda-Fahrer Ricky Brabec, Skyler Howes, Tosha Schareina und Martim Ventura. In der Gesamtwertung übernahm Sanders die Führung, 30 Sekunden vor Canet. Brabec hat als Dritter 2:18 Minuten Rückstand.

Mit 18:34 Minuten Rückstand auf die Spitze beendete Tobias Ebster (Hero) die zweite Etappe als 18. In der Gesamtwertung hält der Österreicher mit 31 Minuten Rückstand weiterhin Platz 14. In der Rally2-Klasse ist Ebster Dritter, liegt aber schon 17 Minuten hinter der Spitze.

"Ja, das war definitiv keine einfache Etappe", berichtet Ebster. "Es gab richtig große Felsen, und die Wadis waren super schnell, aber ebenfalls voller großer Steine. Ich bin wirklich froh, dass ich dort keine Probleme hatte."

"Einmal habe ich einem Einheimischen vertraut, der mir die falsche Richtung gezeigt hat - das war eindeutig nicht zu meinem Vorteil. Es war ein langer Tag. 400 Kilometer sind definitiv kein Spaziergang, besonders bei der Dakar, wenn der Schnitt über 100 km/h liegt."

"Wenn du mit 160 km/h unterwegs bist, willst du dich nun mal so fest wie möglich am Lenker festhalten - das ist immer noch besser, als auf dem Boden zu landen. Es gab ein paar harte Momente, aber ich bin im Ziel."

Am Dienstag steht auf der dritten Etappe eine lange Schleife rund um Al-'Ula auf dem Programm. Die gewertete Speziale beträgt 422 Kilometer.

Motorsport-Total.com

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