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Rallye Dakar 2026: Etappe 6 Dacia führt mit Nasser Al-Attiyah die Rallye Dakar 2026 vor dem Ruhetag an
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Rallye Dakar 2026: Al-Attiyah übernimmt Auto-Führung - Motorrad-Leader bestraft

Dacia-Fahrer Nasser Al-Attiyah setzt sich mit Sieg auf Etappe 6 an die Spitze der Gesamtwertung - Daniel Sanders dominiert Motorrad-Etappe, kassiert aber Zeitstrafe

Bei der Rallye Dakar 2026 in Saudi-Arabien ist rund die Hälfte der Gesamtstrecke zurückgelegt. Der vordere Teil des Feldes hat das wichtige Etappenziel in der Hauptstadt Riad erreicht. Im Klassement der Autowertung hat Nasser Al-Attiyah (Dacia) mit Tagessieg auf Etappe 6 die Gesamtführung von Henk Lategan (Toyota) übernommen.

Spitzenreiter in der Gesamtwertung der Motorräder ist weiterhin Daniel Sanders (KTM). Sein Vorsprung beträgt aber nur noch 45 Sekunden, nachdem er auf Etappe 6 zunächst Bestzeit markiert hatte, sich dabei aber eine Zeitstrafe eingefangen hat.

Auf dem Programm stand am Freitag auf dem Weg von Ha'il nach Riad die längste Etappe der diesjährigen Rallye Dakar. Sie umfasste insgesamt 920 Kilometer, die Wertungsprüfung war 331 Kilometer lang. In Riad legt der gesamte Tross an Fahrern und Teams am Samstag den einzigen Ruhetag der diesjährigen Dakar-Rallye ein.

Autos: Al-Attiyah erobert bei Dacia-Doppelerfolg die Gesamtführung

Sportlich gesehen stand das Geschehen am Freitag im Zeichen von Nasser Al-Attiyah. Der fünfmalige Dakar-Sieger tritt in diesem Jahr zum zweiten Mal für Dacia an. Und im Sandrider des rumänischen Fabrikats hat Al-Attiyah auf Etappe 6 zusammen mit Beifahrer Fabian Lurquin nicht nur den Tagessieg eingefahren, sondern damit auch die Gesamtführung übernommen.

Für Al-Attiyah war es der 40. Etappensieg bei einer Dakar-Rallye. Für Dacia wurde es sogar ein Doppelerfolg, denn Sebastien Loeb beendete die Freitagsetappe mit knapp drei Minuten Rückstand als Zweitschnellster.

Die Top 5 im Tagesergebnis wurden von drei Toyota-Fahrern belegt, wobei der bisherige Spitzenreiter Henk Lategan nicht dazu zählte. Seth Quintero, Toby Price und Joao Ferreira waren diejenigen, die sich auf der langen, von Dünen geprägten Etappe in Szene setzten.

Indes verfehlte Henk Lategan an einem seiner Aussage zufolge "schwierigen Tag" die Top 10. "Wir haben ein paar Mal eine falsche Linie gewählt, aber unsere Position für die zweite Woche ist immer noch gut", so der Toyota-Fahrer aus Südafrika.

Mit knapp zehn Minuten Rückstand im Tagesergebnis hat Lategan die Dakar-Führung an Al-Attiyah verloren. Auch Mitch Guthrie, der im Ford Raptor schon zwei Etappen der diesjährigen Ausgabe für sich entschieden hat, schaffte es auf der langen Freitagsetappe nicht in die Top 10.

Was für Guthrie gilt, das gilt auch für Ford-Teamkollege Mattias Ekström. Er kassierte zehn Strafsekunden für eine minimale Geschwindigkeitsübertretung und verpasste seinerseits die Top 10 im Tagesergebnis. Im Gesamtklassement ist Ekström vom dritten auf den fünften Rang abgerutscht.

Der Vorsprung, den der neue Spitzenreiter Nasser Al-Attiyah bei Halbzeit der Rallye auf Henk Lategan aufweist, beträgt 6:10 Minuten. Die Ford-Truppe hält weiter die Gesamtränge drei bis fünf, jetzt aber in der neuen Reihenfolge Nani Roma, Carlos Sainz, Mattias Ekström. Dacia-Fahrer Sebastien Loeb hat sich mit seinem zweiten Platz auf Etappe 6 vom achten auf den sechsten Gesamtrang verbessert.



Motorräder: Sanders verliert Tagessieg durch Zeitstrafe

Im Motorrad-Feld schien KTM-Pilot Daniel Sanders mit einem zweiten Tagessieg seine Gesamtführung auf 6:45 Minuten vergrößern zu können. Der Australier dominierte die Freitagsetappe, gab aber im Ziel sofort zu, dass er an einem Messpunkt zu schnell war. Ergebnis: Sanders kassierte eine Sechs-Minuten-Zeitstrafe. Diese wirft ihn im offiziellen Resultat von Etappe 6 vom ersten auf den dritten Platz zurück.

"Ich habe eine Strafe wegen Geschwindigkeitsüberschreitung bekommen", war sich Sanders seines Regelverstoßes direkt im Etappenziel bewusst. Seine Erklärung: "Ich habe den ganzen Tag lang attackiert, weil mir auf den ersten fünf Kilometern ein Fehler unterlaufen ist. Deshalb habe ich so hart wie möglich gepusht. Die Strafe ärgert mich sehr."

Die Freitagsetappe war gekennzeichnet von langen Strecken über Dünen. "Es ist schwierig, im Sand alles richtig zu machen, besonders wenn man die Etappe eröffnet", sagt Sanders und nimmt sich selbst in die Pflicht: "Ich habe mein Bestes gegeben, aber ich muss einfach aufhören, dumme Fehler zu machen. Ich wünschte wirklich, ich hätte diese Strafe nicht bekommen."

"Ohne die Strafe wäre ich mit dieser Etappe sehr zufrieden gewesen. Der Punkt ist, dass ich in der ersten Woche nicht alle Puzzleteile zusammenfügen konnte. Also muss ich das in der zweiten Woche korrigieren", so der Dakar-Vorjahressieger in Diensten von KTM.

Trotz der Sechs-Minuten-Strafe ist Sanders weiterhin Spitzenreiter der Motorrad-Gesamtwertung. Sein Vorsprung auf Ricky Brabec (Honda) beträgt jetzt aber nur noch 45 Sekunden. Brabec hat aufgrund der Zeitstrafe für Sanders den Tagessieg auf der Freitagsetappe zugesprochen bekommen.

Hero-Pilot Tosha Schareina, der am Donnerstag sogar zehn Strafminuten aufgebrummt bekam, beendete die Freitagsetappe im korrigierten Ergebnis als Zweitschnellster hinter Brabec und vor Sanders. In der Gesamtwertung hat Schareina knapp 12 Minuten Rückstand. Damit liegt er auf dem vierten Rang hinter Luciano Benavides (KTM).

Im Anschluss an den Ruhetag (Samstag) wird die 48. Rallye Dakar am Sonntag mit der siebten von insgesamt 13 Etappen fortgesetzt. Es wird erneut eine lange Etappe, wobei die Wertungsprüfung noch länger ist als am Freitag. Etappe 7 führt die Teilnehmer über eine Gesamtstrecke von 876 Kilometern (462 davon auf Zeit) von Riad in südlicher Richtung nach Wadi ad-Dawasir .

Motorsport-Total.com

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