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ARC: Herbstrallye

MCL 68: Klasse in allen Klassen

Wo man hinblickte, sah man bei der Ausgabe 2016 der Dobersberg-Rallye die blaugelben Jacken, die Fahnen und Transparente des MCL 68.

Fotos: Otto Lehr; Benjamin Butschell

Vertreten war man im wahrsten Sinne des Wortes vom Start bis zum Stopp jeder Sonderprüfung. Fuhren zuerst in der historischen Klasse Norbert Tomaschek/Andreas Schmiedberger sowie Georg Gschwandner/Stephan Hofbauer mit den Volvos, kamen danach, aber noch vor dem Hauptfeld, Stefan Laszlo/Markus Zemanek mit ihrem bärenstarken Subaru als "Nullerauto". Im Hauptfeld zeigte sich Fredi Leitner mit Beifahrer Jürgen Hablecker im Peugeot 206 bestens gelaunt, ebenso wie Markus Jaitz/Gerhard Resch im Fiat Stilo Diesel.

Am Ende des Feldes wurde Karin Cerny wiederum von Enrico Windisch chauffiert, dicht gefolgt vom neuen Rallyepärchen des MCL 68, Jürgen Kral und Ulli Widder. Am Ende jeder SP wartete Jenny Hofstädter, die für das und mit dem Team rund um Michi Kogler eben jenem und freilich auch den MCL-68-Protagonisten die Daumen drückte. Besuch bekam man noch am Wegesrand und im Service unter anderen von Papa und Mama Cerny, Stefan Fehringer, Charly und Oliver Rumpler, Georg Fleischmann, dem Ehepaar Dunkl (Danke an Claudia fürs Einkaufen!) und Ernst Sommerbauer.

Alles in allem präsentiert sich der MCL 68 im Kollektiv traditionell stark, wenn es um eine Rallye im Waldviertel geht. Die Volvos waren auf den flotten Asphalt-SP natürlich am Ende des Zeitenfeldes zu finden; gäbe es aber einen Preis für die meisten Bilder in den sozialen Medien, wären sie "Weltmeister". Wunder ist das keines, bestanden doch Norbert Tomaschek und Georg Gschwandner im Service immer auf frisch geputzte Seitenscheiben – man sieht sonst in den Kurven so schlecht.

Am abschließenden Schotterrundkurs fuhren dann Norbert Tomaschek auf Winterreifen und Georg Gschwandner auf gebrauchten Schotterreifen fast exakt die gleiche Zeit, was ebendort die 23. bzw. 24. Gesamtzeit bedeutete. Fredi Leitner fuhr mit einem der schönsten Autos im Feld hingegen den ganzen Tag über einen flotten und sauberen Strich, dies verhalf ihn zum zweiten Klassenplatz und einem versöhnlichen Saisonabschluss. Ähnlich erging es in seiner Klasse Markus Jaitz, die Servicecrew bekam nur einmal zu tun, als es galt, die Bremsflüssigkeit zu tauschen, auch er belegte den zweiten Klassenplatz.

Versöhnlich auch der Ausflug ins Waldviertel für Enrico Windisch und Karin Cerny, für die ebenfalls ein Klassenstockerplatz zu Buche stand. Lediglich zur Siegerehrung kam man, wie viele andere, eine Stunde zu spät, da in den Unterlagen zwei unterschiedliche Beginnzeiten zu finden waren. Pech hatte das Rallyepärchen Kral/Widder: Immer besser unterwegs landete man am Ende einer Sonderprüfung exakt in der Zeitnehmung und fuhr dabei noch ein massives Verkehrsschild nieder. Ein Kommunikationsproblem mit der Zeitnehmerin hatte zur Folge, dass jene die Zeitkarte einzog, da sie glaubte, das Team gebe auf.

Tatsächlich hatte man S.O.S. an das Service gefunkt, weil man aufgrund der Geräuschkulisse des Einschlags an einen Totalschaden dachte. In Wahrheit aber fehlten exakt zwei Scheinwerfergläser am "Elch", quasi ein Parkschaden. Aber wie heißt es so schön? Aus Fehlern lernt man – und so darf man schon gespannt sein, wer von den MCL-68-Aktiven sich im Waldviertel zum Saisonabschluss der Rallyestaatsmeisterschaft im November erneut einfinden wird.

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