RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
ARC: Rally Vipavska dolina

MCL 68 bei der Rally Vipavska dolina

Für alle drei MCL-68-Teams war die Rally Vipavska dolina in Slowenien völliges Neuland, doch es wurde eine Reise, die es wert war.

Bildquelle: MCL 68/GP Racing

Die Zielsetzungen hätten unterschiedlicher nicht sein können: Während es bei Roman Mühlberger und Claudia Dorfbauer um die Verteidigung bzw. den Ausbau der ARC-Gesamtführung ging, wollte Markus Jaitz, erstmalig mit Clubkollege Stefan Fehringer unterwegs, möglichst viele Punkte sammeln; der Koeffizient für den Auslandslauf im Rahmen der ARC 2019 förderte natürlich die Motivation zur Nennung.

Georg Gschwandner hingegen wollte gemeinsam mit Beifahrer Helmut Aigner einfach nur Spaß haben und den zahlreichen slowenischen Zuschauern erstmals einen Volvo im sprichwörtlichen Querformat präsentieren. Dass man aufgrund der Teilnahme in der Klasse 9 nur in der ART punkteberechtigt ist, hat den wesentlichen Vorteil, ganz ohne Druck fahren zu können, da die Gegner doch mehr als übermächtig sind. Dem Spaß tut dies allerdings keinen Abbruch, und den hatte man vom ersten Meter an; bezeichnend der Sprecher am Start, der den Volvo hinter einem Rallye-Cinquecento stehend doch tatsächlich mit einem Bus verglich ...

Der abendliche Prolog wurde sehr quer absolviert, und da man es beim letzten Abzweig vor dem Ziel etwas übertrieb, fuhr man durch selbiges schlicht im Retourgang. Mühlberger ging die Sache natürlich wesentlich ernster, aber nicht minder spektakulär an und untermauerte seine Favoritenrolle von Beginn an. Auch Markus Jaitz war motiviert und hielt sehr lange die Bestzeit des Prologs, der in verkehrter Startreihenfolge gestartet wurde. Die Ernüchterung kam mit der Vergabe einer Strafzeit für eine zu wenig absolvierte Runde – umso bemerkenswerter seine Aufholjagd am zweiten Tag.

Die Sonderprüfungen waren äußerst selektiv und sehr rutschig. Die Ausfallsquote stieg mit jeder gefahrenen Sonderprüfung kontinuierlich an. Auch Helmut Aigner musste das Beifahrergestühl des Volvos kurzfristig verlassen, um selbigen gemeinsam mit weiteren Helfern von der Böschung zu befreien. Sogar Roman Mühlberger benötigte, völlig atypisch für ihn, etliche Meter "Race Tape", um die Front seines Mitsubishis wieder zu stabilisieren. Seinen Gipfelsturm zum besten Österreicher und somit ARC-Gesamtsieger des zweiten Laufs tat dies freilich keinen Abbruch.

Mühlberger resümierte zufrieden: "Die Rallye war in jedem Fall die Reise wert, die Sonderprüfungen waren sehr anspruchsvoll, was man auch der Front unseres Autos ablesen kann. Danke an meine Sponsoren und alle meine Helfer, welche diesen Einsatz ermöglichten bzw. vor Ort absolut reibungslos abwickelten." Ähnlich sah es auch Gschwandner: "Für uns steht immer der Spaß und der Zusammenhalt im Vordergrund. Es war ein toller MCL-68-Ausflug, welcher auch eine Premiere der besonderen Art inne hatte: Erstmals buchte sich der komplette MCL 68 bei den vom Mühlberger Rallye Team hervorragend organisierten Catering ein. Wir haben, glaube ich, noch nie so viel und so gut bei einer Rallye gegessen – und bei unserem Auto ist Leistungsgewicht ohnedies überbewertet." Auch Markus Jaitz war froh, heil im Ziel zu sein und sein Punktekonto erhöht zu haben.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

ARC: Rally Vipavska dolina

Weitere Artikel:

ORM/ARC, ET König Rallye: Nach SP10

Alles beim Alten an der Spitze

Toyota-Pilot Hermann Neubauer hält bei der ET KÖNIG Rallye im Raum Judenburg nach wie vor die Führung / Sekunden-Duelle um Platz drei und in der ORM 2 (Foto zeigt Günther Knobloch, der knapp vor Christoph Zellhofer die ORM2 anführt)

Zur Einstimmung auf die bevorstehende Rally Akropolis erzählt unser Kolumnist Peter Klein aus jener Zeit, in der schon die Anreise zu dieser Kult-Rallye ein wahres Abenteuer war...

ARC, ET König Rallye: Bericht Zellhofer

Christoph Zellhofer bremste seine Gegner aus

Der Niederösterreicher hielt mit einem Triumph bei der ET KÖNIG Rallye im Murtal seine Titelchance in der ORM 2 am Leben / Auf dem Stadtkurs durch Judenburg stellte er im Suzuki Swift ZMX die Weiche auf Sieg

ORM, ET König Rallye: Vor dem Start

Im Murtal heulen ab heute die Motoren

Insgesamt 66 Teams starten in die ET KÖNIG Rallye powered by Peter Hopf Erdbau im Raum Judenburg / Erster Wertungsabschnitt ist heute Nachmittag um 14.35 Uhr der Rundkurs Gaal – Hammergraben

ET König Rallye: Bericht TEC7 HRM & ORC

Wagner siegt - Karlhofer mit Sensations-Comeback

Karl Wagner und Gerda Zauner gewinnen eine turbulent-großartige ET König Judenburg-Rallye - für Aufsehen sorgte Lancia-Spezialist Martin Karlhofer, der erstmals seit 2004 wieder bei einer Rallye an den Start ging und prompt mit einigen Bestzeiten aufhorchen ließ. Bei den Österreichischen Rallye Classics gewannen Alex Strobl und Cathy Schmidt.

ORM, ET König Rallye: Nach Tag 1 (SP5)

Hermann Neubauer ließ heute nichts anbrennen

Der Salzburger Ex-Staatsmeister liegt nach dem ersten Tag der ET KÖNIG Rallye powered by Peter Hopf Erdbau im Raum Judenburg in Führung / Morgen warten jedoch noch zehn harte Prüfungen auf ihn und seine Verfolger