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Wer bremst, verliert

Erstmals zählt die Sachsenring-Rallye zur deutschen Meisterschaft, die Piloten erwarten schnelle Asphalt-Prüfungen und 130 SP-Kilometer.

Vom 30. bis 31. Mai gastiert die Deutsche Rallye-Meisterschaft erstmals bei der AvD-Rallye Sachsenring. Den Teams aus der höchsten Deutschen Rallye-Liga steht dabei ein anspruchsvoller Asphalt-Sprint über knapp 130 SP-Kilometer bevor – da heißt es von Anfang an „Gas geben“, um den Anschluss nicht zu verlieren.

Besonders für das amtierende Meisterduo Matthias Kahle / Peter Göbel (Skoda Octavia WRC) gilt diese Devise: Die Favoriten auf den Gesamtsieg bei der Rallye rund um Zwickau liegen vor dem dritten DRM-Lauf mit 60 Zählern auf Rang vier der Meisterschaft.

Um auf Tabellenführer Hermann Gaßner / Sigfried Schrankl (Mitsubishi Carisma GT EVO VII, 92 Punkte) Boden gut zu machen, benötigt das Skoda-Werksteam derzeit jeden Punkt. An zweiter und dritter Position im Championat rangieren zwei Teams, die Heimrecht haben:

Carsten Mohe / Lutz H. Uhlig (Renault Clio Super 1600, 67 Punkte) nehmen die Rallye-Pisten als Zweitplatzierte in Angriff, Maik Stölzel / Thomas Windisch im privat eingesetzten Skoda Octavia WRC (65 Zähler) rangieren an dritter Position. Punktgleich mit Kahle / Göbel tritt außerdem der amtierende Privatfahrer-Champion, Peter Corazza (Honda Civic Type R) mit Co-Pilot Steffen Rothe als Tabellenvierter bei seinem Heimspiel an.

Aufholjagd für Matthias Kahle und Co-Pilot Peter Göbel

Nachdem das Skoda-Werksduo den DRM-Auftakt im bayerischen Oberland durch einem Motorschaden vorzeitig beenden mussten, sammelten sie mit dem Gesamtsieg bei der Pneumant-Rallye kräftig Meisterschaftspunkte. Doch noch immer liegen sie in der Meisterschaft 32 Punkte hinter den Bayern Hermann Gassner / Siggi Schrankl im Mitsubishi Carisma GT – kein leichter Gegner, immerhin gewann das bayerische Duo 1995 den DRM-Titel.

„Wir müssen die einzige Chance, die wir haben, nutzen und gewinnen,“ erklärt Kahle die Taktik. „Hoffen müssen wir, dass sich möglichst viele Teams zwischen uns und Gaßner schieben, damit wir den Rückstand weiter verringern können.“

Der Tatsache, dass die Sachsenring-Rallye neu im DRM-Kalender ist, kann Kahle zudem Positives abgewinnen. „Wir dürfen die Wertungsprüfungen nur drei Mal besichtigen und müssen in dieser Zeit einen perfekten Strecken-Aufschrieb erstellen. Das ist ein gutes Training für zukünftige WM-Läufe, bei denen die Besichtigung der Strecken ebenfalls streng limitiert ist.“

Starke Teams mit Heimrecht

Wenn auch Kahle der absolute Favorit auf den Gesamtsieg in Zwickau ist, dahinter lauern eine ganze Reihe schneller Piloten auf einen kleinen Fehler des Meisters. Vor allem Lokalmatador Maik Stölzel – wie Kahle in einem Skoda Octavia WRC unterwegs – peilt einen Platz unter den Top-Drei an. Der Zwickauer und sein Co-Pilot Thomas Windisch freuen sich riesig auf das Heimspiel.

Aber auch das österreichische Ehepaar Ruben und Petra Zeltner im Mitsubishi Lancer Evo VI hat ein Heimspiel: Immerhin ist Ruben Geschäftsführer des Fahrsicherheitszentrums am benachbarten Sachsenring. Dazu gesellt sich noch der Stuttgarter Sandro Wallenwein, der erstmals die stärkere Evo VII-Version des Mitsubishi Lancer an den Start bringt.

Ideales Terrain für die Super-1600-Boliden

Die schnellen Asphaltprüfungen rund um Zwickau sind wie geschaffen für die kraftstrotzenden Boliden der Super 1600-Meisterschaft. Über 220 PS kitzeln die Werke aus den 1.600-ccm-Motoren. Zwar verfügen sie reglementbedingt nur über Frontantrieb, sind dafür aber wesentlich leichter als die allradgetriebene Konkurrenz.

Angeführt wird die wilde 1600er Truppe von den Sachsen Carsten Mohe und Co-Pilot Lutz Uhlig im Renault Clio Super 1600. Sie führen nach zwei Siegen das Meisterschaftsklassement an, der Crottendorfer Carsten Mohe hat zudem in Zwickau ein Heimspiel.

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