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Rallye-ÖM: IQ-Jänner-Rallye

Eine mehr als knappe Entscheidung

Die 22. Auflage der traditionellen Schnee-Veranstaltung machte am vergangenen Wochenende ihrem Namen alle Ehre.

Winterliche Straßenverhältnisse im Bezirk Freistadt ließen die Herzen der Teilnehmer höher schlagen. Für die 700 km lange Rallye wurden 103 Teams (der Lauf zählte sowohl zur österreichischen als auch zur tschechischen Meisterschaft) zum Start zugelassen. Darunter auch Karl Schiefermüller mit seiner Co-Pilotin Daniela Bayer. Das oberösterreichisch-steirische Duo startete mit einem Mazda 323 GT-R Turbo in die neue Saison.

Am ersten Tag wusste man nicht so recht, welche Reifenwahl man treffen sollte. Die Streckenführung wechselte zwischen reiner Schneefahrbahn, eisglatten Stellen und teilweise Asphalt ab. Man entschied sich schließlich für Spikes mit einer etwas breiteren Reifendimension.

Wie sich herausstellte, war die Wahl nicht unbedingt gut. Hinzu kamen dichter Nebel und gefrierender Regen, der sich mit heftigem Schneefall abwechselte. Auf SP 8 verzeichnete das Team einen Dreher, der in einer tief verschneiten Wiese endete und ein wenig Zeit kostete. Trotz der äußerst schwierigen Bedingungen konnte das Team Schiefermüller/Bayer den ersten Tag mit einem zufriedenstellenden Ergebnis beenden.

Für die 2.Etappe wurden dann Spikes mit einer schmalen Dimension montiert. Schon nach wenigen Kilometern stellte sich heraus, dass diese Entscheidung die richtige gewesen war.

Mittlerweilen hatte ein wenig Tauwetter eingesetzt und teilweise war es ziemlich matschig. Das Team versuchte trotzdem, im Feld aufzurücken. Auf der vorletzten Sonderprüfung lag man bereits auf dem zweiten Platz in der Gruppe H, es fehlten noch 36 Sekunden zum Erstplazierten.

Die 28 km lange „Königs-Etappe“ der Rallye, die als letzte SP gefahren wurde, sollte die Entscheidung bringen. Obwohl die „Aisttal“ die sogenannte Heimstrecke von Karl Schiefermüller ist, entschloss sich das Team, taktisch klug weiterzufahren und die Platzierung zu verteidigen. Bloß nicht unnötig riskieren, Nerven bewahren.

Schiefermüller fand jedoch gleich den richtigen Rhythmus und das Team fuhr kurz entschlossen voll auf Angriff. Kurz vor dem Ziel lief man sogar auf den Vordermann auf und fuhr direkt hintereinander durch den Lichtschranken der Zeitkontrolle.

Wie sich wenig später herausstellte, fehlten schlussendlich unfassbare 3 Sekunden zum Sieg. Schiefermüller/Bayer belegten somit den 2. Platz in der Gruppenwertung und den ausgezeichneten 17. Gesamtrang.

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