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DRM: Saarland-Pfalz

Gelungener Saisonauftakt des ADAC Rallye Masters St. Wendel

Beim ersten Lauf der ADAC Rallye Masters setzt sich Fabian Kreim auf dem BRR Fabia S2000 durch und gewinnt den ersten Lauf der DRM.

Fotos: ADAC Motorsport

Der erste Lauf zum ADAC Rallye Masters 2015 rund um St. Wendel hatte es in sich. Für die besten Rallye-Breitensportler Deutschlands standen bei der ADAC Saarland-Pfalz-Rallye (6. – 7. März) 135,32 Bestzeit-Kilometern auf zwölf Wertungsprüfungen (WP) auf dem Programm. Da im ADAC Rallye Masters nur die Punkte für die Platzierung in der jeweiligen Division gewertet werden, konnten sich am Ende des ersten von zwölf gemeinsam mit der Deutschen Rallye-Meisterschaft (DRM) ausgetragenen Läufen gleich vier Teams über die gemeinsame Tabellenführung freuen. Jörg Broschart (Schiffweiler, Mitsubishi Lancer Evo 9 / Division 2), ADAC-Förderpilot Philipp Knof (Wülfrath, Citroën DS3 R3T / Division 4), Gaststarter Marijan Griebel (Hahnweiler, Opel Adam R2 / Division 5) und Tarek Hamadeh-Spaniol (Saarbrücken, Suzuki Swift Sport / Division 6) liegen nach dem Saisonauftakt vorne. Einen verhagelten Saisonstart erlebte dagegen Hermann Gaßner (Mitsubishi Lancer Evo 8). Er lag bis zur zehnten von zwölf WPs auf dem zweiten Gesamtrang und in der Division 2 souverän vorne, bevor ihn ein technischer Defekt stoppte. Der zweite Lauf der Saison findet vom 27. bis 28. März bei der ADMV Rallye Erzgebirge statt.

Der Saisonauftakt lässt auf ein spannendes Jahr im ADAC Rallye Masters schließen. Im voll besetzten Starterfeld gab es in jeder Division spannende Fights um den Tagessieg. Dass auch die Breitensportler durchaus mit den in der leistungsstärksten Division 1 antretenden DRMPiloten mithalten können, bewies Hermann Gaßner. Hinter dem späteren Gesamtsieger Fabian Kreim (Skoda Fabia S2000) lieferte er sich einen spannenden Fight mit Frank Färber (Peugeot 207 S2000) um den zweiten Platz. Doch das Duell endete für den Bayern abrupt , als ein technischer Defekt seinen Mitsubishi Lancer Evo 8 stoppte. Der Sieg in Gaßners Divison 2 ging so an Lokalmatador Jörg Broschart aus Schiffweiler.

Den „Tagessieg“ im ADAC Rallye Masters holte ein Gaststarter: Marijan Griebel bereitete sich bei seiner Heimrallye auf seinen nächsten Einsatz mit dem ADAC Rallye Junior Team in der Junior-Rallye-Europameisterschaft vor und lag im Opel Adam R2 auf dem vielbeachteten vierten Gesamtrang. Damit war er nicht nur Sieger der Division 5, sondern auch bestplatzierter Pilot der Starter im ADAC Rallye Masters. Den zweiten Platz in der heiß umkämpften Division, in der vor allem R2-Fahrzeuge unterwegs sind, belegte bis kurz vor dem Ende der Rallye Dominik Dinkel (Rossach, Opel Adam R2). „Klasse, dass wir bei unserer Premiere so weit vorne dabei sind“, freute er sich über den gelungenen Umstieg vom Cup-Adam in den R2. „Das ist ein Riesensprung – unser neuer Adam geht richtig vorwärts und macht wahnsinnig viel Spaß.“ Die Freude fand auf der vorletzten WP ein jähes Ende, als ein technischer Defekt die Newcomer stoppte. Der zweite Platz ging damit an Lokalmatador Benjamin Schmitt (Losheim, Citroën C2 R2 max).

In Division 4 beeindruckte ein Förderpilot der ADAC Stiftung Sport: Philipp Knof (Wülfrath, Citroën DS3 R3T) holte souverän den Divisionssieg und gewann damit auch die Tageswertung in der Citroën R3-Trophy. Die tolle Vorstellung führte ihn als zweitbesten Starter im ADAC Rallye Masters auf Gesamtrang fünf. „Es fühlt sich toll an, so weit vorne mit dabei zu sein“, strahlte er anschließend. „Wir haben uns an diesem Wochenende im neuen Auto sehr wohl gefühlt und auf jedem Kilometer dazugelernt. So kann es weitergehen.“ Probleme dagegen hatte diesmal TopFavorit Carsten Mohe (Crottendorf), der sich im Renault Clio R3T gegen ein Feld stark auftrumpfender junger Piloten wehren musste. Für ihn war der Tag nach einem Ausritt gelaufen. „Dieser Zeitverlust war nicht mehr aufzuholen“, bilanzierte er. „Wir fuhren die Rallye danach als Testeinsatz für unser Heimspiel beim nächsten Lauf zu Ende: Bei der Erzgebirgs-Rallye fahren wir wieder mit vollem Einsatz!“.

In der „kleinsten“ Division 6 siegte Lokalmatador Tarek Hamadeh-Spaniol (Saarbrücken, Suzuki Swift Sport). Zunächst hatte sich hier der ADAC-Saarland-Junior Lukas Meter (Nonnweiler, Citroën DS3 R1) in Führung setzen können, der jedoch am Samstagvormittag durch einen Reifenschaden eingebremst wurde. Danach übernahm Michael Wolters (Martfeld / Loge, Citroën DS3R1) die Spitzenposition, der aber gegen den mächtig drängenden Hamadeh-Spaniol kein Mittel fand. Wolters konnte sich neben dem zweiten Platz in der heiß umkämpften Division 6 immerhin auch über den Sieg in der Citroën DS3 R1 Trophy freuen.

Nur halbe Punkte gab es an diesem Wochenende für die Piloten in der Division 3, da die für die Vergabe der vollen Punktzahl erforderliche Anzahl von fünf Startern nicht vorhanden war. Das Geschehen bestimmte hier zunächst ADAC-Saarland-Junior Stefan Petto (Nonnweiler, Mitsubishi Lancer Evo 9), der aber nach einem Ausrutscher ausfiel. Davon konnte der Losheimer Josef Wecker (Opel Astra GTC) profitieren, der trotz Kupplungsprobleme den Divisionssieg nach Hause fuhr.

Auch für den ADAC Opel Rallye Cup stand bei der ADAC Saarland-Pfalz-Rallye der Auftaktlauf an. Das Geschehen bestimmten Julius Tannert (Lichtentanne) und Jacob Madsen (Dänemark), die an ihre tollen Duelle der vergangenen Saison anknüpften. Zu Beginn entwickelte sich zwischen ihnen ein heißer Fight mit wechselnder Führung, den Tannert auf der zweiten Etappe aber schließlich klar für sich entscheiden konnte. Dritter wurde der Finne Vuorisalo Samuli.

ADAC Saarland-Pfalz-Rallye (06.-07.03.2015) Endstand nach 12 Wertungsprüfungen (135,32 Kilometer)

1. Fabian Kreim / Frank Christian, Skoda Fabia S2000, Div. 1 1:28:30,4Stunden.
2. Frank Färber / Peter Schaaf, Peugeot 207 S2000, Div. 1 + 2:24,8 Minuten.
3. Urs Hunziger / Melanie Wahl, Mini John Cooper S2000, Div. 1 + 2:36,4 Minuten.
4. Marijan Griebel /Stefan Clemens, Opel Adam R2, Div. 5 + 4:13,5 Minuten.*
5. Philipp Knof / Anne Katharina Stein, Citroen DS3 R3T, Div. 4 + 4:22,8 Minuten.*
6. Jörg Broschart / Alexander Rath, Mitsubishi Lancer Evo IX, Div. 2 + 5:16,7 Minuten.*
7. Sandro Wallenwein / Marcus Poschner, Subaru Impreza R4, Div. 1 + 6:58,0 Minuten.
8. Ronny Foxius / Michele Brachtenbach, Citroen DS3 R3T, Div. 4 + 7:35,5 Minuten.
9. Nico Leschhorn / Josy Beinke, Peugeot 207 S2000, Div. 1 + 7:36,2 Minuten.
10. Hanno Brocker / Ingo Brocker, Ford Escort Cosworth, Div. 2 + 7:59,2 Minuten.*

*) Teams, die zum ADAC Rallye Masters gewertet werden.

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