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ERC: Estland-Rallye

SP13: Lukyanuk mit Vollgas auf Siegkurs

Bei der Estland-Rallye fährt Alexey Lukyanuk mit SP-Bestzeiten dem Sieg entgegen, sein Verfolger Ralfs Sirmacis hat bereits 27,9 Sekunden Rückstand – Probleme für Kajetanowicz.

Fabian Bonora
Fotos: ERC

Nachdem Alexey Lukyanuk am gestrigen Nachmittag seinen Vorsprung, trotz der Bestzeiten von Sirmacis, stattlich ausbauen konnte, fuhr der schnelle Russe am zweiten Vormittag der Estland-Rallye weiter entfesselt. Der Ford-Pilot ging mit 20,1 Sekunden Guthaben in den Tag und bekommt nach den drei Sonderprüfungen am Vormittag weitere 8 Sekunden gutgeschrieben. Sein Verfolger bleibt Ralfs Sirmacis, der in den Wiederholungs-Schleifen immer schneller als der EM-Zweite war.

Lukyanuk konnte alle Vollgas-Sonderprüfungen am Vormittag gewinnen. Die Piloten sind meistens im fünften Gang unterwegs und die Prüfungen sind mit zahlreichen Sprüngen gespickt. „Die Straßen sind ein Traum, aber wir gehen nicht mehr so viel Risiko, weil wir vorne sind. Ich kenne meine Stärken und das werde ich auf der nächsten Schleife einsetzen!“ , sprach Lukyanuk erwartungsvoll nach SP13.

Der Russe hat zwar 27,9 Sekunden Vorsprung auf Sirmacis, doch der Skoda-Pilot gibt noch nicht auf: „Ich muss jetzt Vollgas fahren. Ich habe aber kleine Fehler gemacht. Ich weiß nicht wieso, aber das Auto ist heute schwieriger zu fahren. Aber nichts spezielles und wir werden das beheben.“ Dem 22-jährigen Letten bleiben noch 41,49 SP-Kilometer übrig, wenn er Lukyanuk vom obersten Podestplatz verdrängen will.

Währenddessen fährt Kajetan Kajetanowicz eine problematische Rallye. Nach dem schwierigen Start fiel beim Ford Fiesta R5 des Polen auf SP9 die Servolenkung aus, dann bekam er auch noch eine Zeitstrafe. Der Pole kam nach einem Getriebewechsel etwas zu spät aus dem Service.

War er am Samstag noch weit hinter dem Tempo der Spitze, fährt Kajetanowicz heute auf Augenhöhe mit Lukyanuk. „Es ist viel einfacher heute. Ich freue mich wirklich über die Servolenkung“, scherzte Kajetanowicz im Ziel.

Die ERC2-Fahrzeuge funktionieren in Estland immer gut, gepaart mit schnellen Lokalmatadoren sogar noch besser. Der Este Rainer Aus fährt mit seinem Mitsubishi im Moment auf dem souveränen vierten Rang und führt die ERC2-Kategorie ungefährdet an, da seine Mitstreiter von technischen Problemen geplagt werden. Auf Kajetanowicz fehlen ihm gerade einmal 17 Sekunden.

Sein Landsmann Raul Jeets, der allerdings in einem Skoda Fabia R5 unterwegs ist, beglückte das Publikum gestern mit einem SP-Sieg in den Straßen von Elva und ist im Moment auf Rang fünf.

Am Nachmittag stehen noch drei Sonderprüfungen auf dem Programm, der Sieger steht dann nach der letzten Prüfung um 14:27 Uhr fest.

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