RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Enduro Light

Kleiner Viertakter, erwachsener Look: Mit der Neuauflage der Varadero 125 erregt Honda ebenso Aufsehen wie beim Debüt vor sechs Jahren.

mid/wa

Wo sonst im Leichtmotorrad meist sägende Zweitakter für Antrieb sorgen, vertraute der japanische Hersteller schon damals auf einen souveränen Viertakter. Für die neue Saison wurde dem 4.999,- Euro teuren Leichtkraftrad mit Windschutzscheibe für Ein- und Wiedereinsteiger nun eine elektronische Einspritzung sowie ein umfassendes Facelift spendiert.

Die zweite Generation der Mini-Reiseenduro mit 125 ccm Hubraum überrascht dabei mit einem deutlich moderneren Styling ihrer Halbverkleidung, das die erwachsenen Proportionen betont. Hinter ihrer großen Schwester, der Varadero 1000, braucht sie sich keineswegs zu verstecken. Wer auf dem Schulparkplatz zwischen den zumeist gefahrenen Rollern punkten möchte, der ist mit der Honda bestens beraten.

Die markante Optik wird dabei auch vom 17 Liter fassenden Tank geprägt, der sich schön in die geschwungene Verkleidung einfügt, die an die Reiseenduro Honda Transalp 650 erinnert. Die selbstbewussten Proportionen spürt man auch im Sattel mit einer Sitzhöhe von 80 Zentimetern. Folglich fühlen sich auf der Varadero auch Menschen mit einer Körpergröße jenseits von 1,90 Metern wohl. Im Umkehrschluss jedoch sollten die Beine nicht zu kurz geraten sein.

Entspannt und aufrecht sitzend finden sich auf der japanischen 125er gerade Ein- und Wiedereinsteiger rasch zurecht. Die Leistung des V-Twin-Motors muss sich natürlich an den gesetzlich vorgeschriebenen 15 PS orientieren (es sind genau 14,4 Pferdestärken zur Verfügung), während das maximale Drehmoment von 10 Nm bei 8.500 U/min anliegt. Das reicht für eine Spitzengeschwindigkeit von 110 km/h.

Für Fahrten durch die Stadt und selbst längere Landstraßentouren steht also durchaus genug Leistung und Kraft zur Verfügung, auch wenn der Motor gerne in höherem Drehzahlbereich bewegt werden möchte.

Der quirlige bekannte 90-Grad-V2-Motor aus dem Vorgängermodell wurde im Grunde nicht verändert, erhielt allerdings eine Kraftstoffeinspritzung, die in Kombination mit dem Katalysator für die Einhaltung der Euro-3-Norm sorgt. Das System arbeitet in der Praxis ebenso unauffällig wie angenehm - sowohl beim Kaltstart als auch während der Fahrt. Erfreulich ist zudem, dass Fahrwerk und Bremsen auch einen Zweipersonenbetrieb klaglos wegstecken.

Am Ende bleibt somit die Erkenntnis, dass man mit der Varadero ein ebenso erwachsenes wie praktisches Leichtmotorrad erwirbt. Für so viel Souveränität muss man jedoch auch 4.999,- Euro anlegen. Zum Vergleich: Für die CBR 125 R, die von Honda ebenfalls überarbeitet und mit einer Einspritzanlage versehen in die neue Saison geschickt wird, werden bei gleicher Motorleistung rund 2.000 Euro weniger verlangt. Und auch die XR 125 L ist 2.000,- Euro günstiger, wobei hier ein Vergasermotor mit 9 kW/12 PS Leistung verbaut wird.

Eine Varadero zu fahren ist somit nicht unbedingt ein billiges Vergnügen. Doch wird der Preis durch die moderne Motortechnik und vor allem das erwachsene Auftreten durchaus wettgemacht.

Teststeno Honda Varadero 125

Leichtmotorrad mit flüssigkeitsgekühltem Zweizylinder-Viertakt-90-Grad-V-Motor, zwei Ventile pro Zylinder, 125 ccm Hubraum, Leistung 11 kW/15 PS bei 11.000 U/min, max. Drehmoment 10 Nm bei 8.500 U/min, elektronische Einspritzung, geregelter Katalysator, Euro-3-Norm, fünf Gänge, Sitzhöhe 80 Zentimeter, Tankinhalt 17 Liter, Reifen vorn 100/90 18, hinten 130/80 R 17, Leergewicht 169 Kilogramm, Zuladung 180 Kilogramm, Höchstgeschwindigkeit 110 km/h, Preis 4.999,- Euro.

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

TEC7 ORM, Rebenland Rallye: Bericht ORM2

Zehntelsekunden-Krimi im Rebenland!

Ein unglaublich packendes Duell zwischen Günther Knobloch (Renault Clio Rally3) und Christoph Zellhofer (Suzuki Swift ZMX), das sich erst auf der allerletzten Sonderprüfung entschied, prägte die ORM2 bei der Rebenland-Rallye. Am Ende hatte Günther Knobloch um einen Wimpernschlag die Nase vorne.

ARC, Lavanttal Rallye: Vorschau Nothdurfter

One more try – one more chance

Nach zwei Jahren steht für Alfons Nothdurfter wieder einmal ein Start in Wolfsberg und Umgebung auf dem Programm, es wird sein erstes Antreten im Lavanttal mit Christian Roschker und dem noch nicht lange im Besitz befindlichen Ford Fiesta Proto sein.

Unwetterfolgen treffen WRC

Route der Rallye auf Gran Canaria umgebaut

Nach heftigen Unwettern wird die Strecke der Kanaren-Rallye angepasst: Überschwemmungen und Erdrutsche machen Änderungen am Ablauf notwendig

TEC7 ORM, Rebenland Rallye: Bericht HRM

Europameister mit klarem Sieg

Spannender Freitag mit je zwei Bestzeiten für Gaubinger, Wagner und Königseder. Am Samstag jedoch konnte Wagner klar dominieren. Königseder gibt Titelverteidigung vorzeitig auf. Der Italiener Laurencich gewinnt ORC

ARC, Lavanttal Rallye: Vorschau

Frische Gesichter und neue Chancen im Lavanttal

Die Austrian Rallye Challenge geht nach dem grandiosen Saisonauftakt mit der ARC Rallye Triestingtal mit der Lavanttal Rallye in die zweite Runde. Dort könnten ungewohnte, neue Teams die ARC-Tabelle erobern. Für Spannung ist also gesorgt.

WRC-Premierensieger Katsuta

Weltmeister und Rivalen feiern ihn

Takamoto Katsuta feiert seinen ersten WRC-Sieg: Besonders die Reaktionen von Ott Tänak und Kalle Rovanperä zeigen, wie viel dieser Erfolg bedeutet