RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Rallye Dakar 2021: Tag 4 Nasser Al-Attiyah hat auch die vierte Etappe von der Spitze gewonnen
Red Bull

Rallye Dakar 2021: Erneuter Tagessieg für Al-Attiyah, aber Peterhansel bleibt dran

Nasser Al-Attiyah gewinnt die dritte Dakar-Etappe hintereinander, aber Stephane Peterhansel verliert nur elf Sekunden und verteidigt seine Gesamtführung

Das Duell zwischen Nasser Al-Attiyah (Toyota) und Stephane Peterhansel (Mini Buggy) spitzte sich auf der vierten Etappe der Rallye Dakar in Saudi-Arabien zu. Al-Attiyah fuhr auch am Mittwoch volle Attacke und sicherte sich seinen dritten Tagessieg in Folge. Aber Peterhansel hielt den Anschluss und verteidigte die Führung in der Gesamtwertung.

Mit 813 Kilometern war die vierte Etappe von Wadi Al Dawasir nach Riad die längste in diesem Jahr. Die gezeitete Speziale betrug 337 Kilometer. Wieder prägte Sand das Terrain. Es war eine schnelle Prüfung.

Al-Attiyah eröffnete den Tag, gefolgt von seinem Toyota-Teamkollegen Henk Lategan. Peterhansel raste als Dritter los. Im Gegensatz zu den Motorradfahrern war es kein Nachteil, die Strecke zu eröffnen.

Al-Attiyah und Lategan machten von Beginn an das Tempo, während Peterhansel in deren Staub den Anschluss halten konnte. Dieses Trio geriet auch in keine groben Probleme und dominierte den Tag.

Nach zwei Stunden und 35 Minuten sicherte sich Al-Attiyah den dritten Tagessieg hintereinander. Peterhansel büßte lediglich elf Sekunden auf seinen großen Konkurrenten ein. Lategan, der seine erste Dakar bestreitet, belegte mit eineinhalb Minuten Rückstand den dritten Rang.

"Es war keine einfache Etappe", kommentiert Al-Attiyah. "Eine Minute haben wir durch einen Fehler verloren. Es ist schwierig, einen Vorsprung herauszufahren. Es war gut, dass Henk hinter mir war. Ich brauche einen schnellen Fahrer, der mir hilft."

Sebastien Loeb (BRX) hatte ebenfalls einen problemlosen Tag und wurde Vierter. Carlos Sainz (Mini Buggy) verfuhr sich diesmal nicht und büßte nur drei Minuten ein. Jakub Przygonski und der Deutsche Timo Gottschalk (Toyota) kamen auch gut durch die Etappe.

Peterhansel verteidigt Führung

Für die Gesamtwertung bedeutet das, dass Peterhansel seine Führung verteidigen konnte. Al-Attiyah liegt 4:58 Minuten dahinter. Sainz konnte keinen Boden gutmachen. Sein Rückstand auf das Spitzenduo beträgt 36 Minuten.

"Wir schenken uns nichts", sagt Peterhansel über das Duell mit Al-Attiyah. "Es folgt eine Attacke nach der anderen. Abgesehen von einem kleinen Navigationsfehler glaube ich nicht, dass ich mehr attackieren hätte können. Um eine Chance zu haben, müssen wir alles geben."

Keinen einfachen Tag hatte Dirk von Zitzewitz, der Beifahrer von Yazeed Al-Rajhi. Schon nach 30 Kilometern mussten sie wegen eines technischen Problems an ihrem Toyota Hilux anhalten. Das Duo musste auf den Assistenztruck warten.

Nach seinem gestrigen Überschlag ist die Rallye für Bernhard ten Brinke (Toyota) vorbei. Seine niederländischen Landsleute Tim und Tom Coronel haben ihm geholfen, das Biwak zu erreichen. Ten Brinke begann zwar die heutige Verbindungsstrecke, musste dann aber aufgeben.

Morgen geht es von Riad weiter nach Buraida. Die Speziale beträgt 419 Kilometer. Es ist eine der schwierigsten Etappen der Rallye. Das Gelände ist einerseits von großen Dünengürteln gesäumt, andererseits von steinigen Abschnitten.

Ergebnis der 4. Etappe (Top 10):
01. Al-Attiyah/Baumel (Toyota) - 2:35:59 Stunden
02. Peterhansel/Boulanger (Mini Buggy) +0:11 Minuten
03. Lategan/Cummings (Toyota) +1:30
04. Loeb/Elena (BRX) +2:36
05. Sainz/Cruz (Mini Buggy) +2:56
06. Przygonski/Gottschalk (Toyota) +5:05
07. Al-Qassimi/Panseri (Peugeot) +7:22
08. Wasiljew/Tsyro (Mini 4x4) +10:45
09. Terranova/Graue (Mini 4x4) +10:54
10. van Loon/Delaunay (Toyota) +11:07

Gesamtwertung nach 4 von 12 Etappen (Top 10):
01. Peterhansel/Boulanger (Mini Buggy) - 13:15.12 Stunden
02. Al-Attiyah/Baumel (Toyota) +4:58 Minuten
03. Sainz/Cruz (Mini Buggy) +36:19
04. Loeb/Elena (BRX) +48:14
05. Lategan/Cummings (Toyota) +48:44
06. Przygonski/Gottschalk (Toyota) +49:16
07. Serradori/Lurquin (Century) +51:58
08. Al-Qassimi/Panseri (Peugeot) +59:19
09. Prokop/Chytka (Ford) +1:08.51 Stunden
10. Roma/Winocq (BRX) +1:17.50

Motorsport-Total.com

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

WRC, Sardinien: Bericht Raith

„Was hier abging, war einfach nur mega!“

Kevin Raith und Copilotin Claudia Maier holten bei ihrer Premiere bei der WM-Rallye in Sardinien als 16. gesamt und 8. im WRC2-Klassement ein Top-Resultat

TEC7 ORM Podcast: Kris Rosenberger

Der Rose Racer* im persönlichen Gespräch

Kris Rosenberger ist Gast der achten Ausgabe des TEC7 ORM Rallye BackStage Podcast - der Staatsmeister 1997 spricht offen über sein abwechslungsreiches, vielseitiges Leben und zeigt sich als eloquenter Mann von Welt…

Herbstrallye: Vorschau Alpe Adria Cup

Grande Finale von AARC & AART

Steinbock/Bachmayer können ihren AART-Titel fixieren! Vecerka/Zigler können den AARC-Titel nach Tschechien entführen! Regner/Kellner fix am 3. AARC-Podium, mit einer kleinen Chance auf Platz zwei! Max und Ben Maier wollen auch noch auf das AARC-Podium kommen!

Monte 2027 ohne Ogier

Ogier lässt WRC-Zukunft offen

Der neunmalige Rallye-Weltmeister Sebastien Ogier wird erstmals seit 2011 beim Saisonauftakt der WRC in Monte Carlo fehlen - Programm 2027 offen

WRC-Thriller bei der Rallye Italien auf Sardinien: Elfyn Evans rettet einen minimalen Vorsprung ins Ziel und krönt sich zum Rallye-Weltmeister 2026. Raith/Maier auf Platz 16. Granados WRC Masters Cup-Sieger 2026.

M-Sport testet den Ford Fiesta Rally2 für die WRC 2027: Neue Aerodynamik, weniger Gewicht und ein angepasster Turborestriktor sollen den Unterschied machen