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Rallye Ypern: Neuville und Breen kämpfen um die Spitze Thierry Neuville im Hyundai i20 WRC bei der Rallye Ypern 2021
Motorsport Images

WRC Rallye Ypern 2021: Neuville und Breen kämpfen um die Spitze

Der zweite Tag der Rallye Ypern steht im Zeichen des Duells der Hyundai-Piloten Thierry Neuville und Craig Breen um Platz eins - Toyota-Trio kämpft um P3

Hyundai-Pilot Thierry Neuville führt die Rallye Ypern in Belgien, achter Lauf der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2021, vor dem Schlusstag an und hat gute Chancen, die erste Austragung des Laufes im Rahmen der WM mit einem Heimsieg zu krönen.

Der Belgier hat nach 16 von 20 Wertungsprüfungen einen Vorsprung von 10,1 Sekunden auf seinen Teamkollegen Craig Breen. Dritter ist nach dem Samstag Toyota-Pilot Elfyn Evans (+42,4 Sekunden), der mit seinen Teamkollegen Kalle Rovanperä (+45,7) und Sebastien Ogier (+46,7) aktuell den letzten Rang auf dem Podium auskämpft.

Ott Tänak (Hyundai) verlor am Vormittag durch einen Reifenschaden mehr als drei Minuten und fiel von Position drei auf sechs zurück. Die Top 10 komplettierten nach Unfällen von Takamoto Katsuta (Toyota) und Pierre-Louis Loubet (Hyundai) mit Sebastien Bedoret (Skoda), Yohan Rossel (Citroen), Pieter Cracco (Skoda) und Vincent Verschueren (Volkswagen) Fahrer aus der WRC3-Wertung. Der Deutsche Fabian Kreim (Volkswagen) schnuppert als Elfter an den Punkterängen.

Neuville deutet Nichtangriffspakt für Schlusstag an

"Ich bin froh, den Tag beendet zu haben", sagt Neuville. "Wir wussten, dass es ein herausfordernder Tag werden würde, und morgen steht ein weiterer in einem anderen Gebiet an. Das Auto funktioniert gut und ich bin mit der bisherigen Leistung zufrieden."

Neuville und Breen lieferten sich trotz der komfortablen Führung den gesamten Samstag über ein spannendes Duell um die Spitze. Am Vormittag hatte Breen den Rückstand auf seinen Teamkollegen mit zwei WP-Bestzeiten von 7,6 auf 3,5 Sekunden reduziert, ehe Neuville mit zwei WP-Siegen zurückschlug. Insgesamt schwang das Pendel nur leicht hin und her, sodass theoretisch die Grundlage für einen spannenden Schlusstag gelegt wäre.

In der Praxis ist jedoch davon auszugehen, dass Breen, der als Teilzeit-Fahrer in der WM-Wertung keine Rolle spielt, am Sonntag Neuville nicht mehr attackieren wird - auch mit Blick auf den großen Vorsprung auf die Verfolger.

Oliver Solberg bekommt dicke Arme

Vielmehr wird die Vorgabe für die Hyundai-Piloten lauten, nach mehreren enttäuschenden Rallyes den Doppelsieg ins Ziel zu fahren, der die im Vorfeld der Rallye von Teamchef Andrea Adamo beschworene Trendwende bedeuten würde. "Natürlich ist es immer schön, wenn man mit Vollgas unterwegs ist, aber wir müssen es managen und clever sein", deutet Neuville entsprechende Überlegungen an.

Auch im Hause Toyota könnte vor dem Schlusstag über Teamorder nachgedacht werden. Angesichts der knappen Abstände, Evans, Rovanperä und Ogier sind nur durch 4,3 Sekunden voneinander getrennt, könnte die Teamkollegen Ogier relativ einfach zu Platz drei verhelfen, womit der Franzose in der WM-Wertung nur zehn Punkte seines Vorsprungs auf Neuville verlieren würde.

Einen schwierigen Tag erlebte Oliver Solberg, der beim WRC-Debüt des neuen Hyundai i20 N Rally2 über weite Strecken ohne Lenkunterstützung fahren musste. "Ich habe jetzt 85 Kilometer ohne Servolenkung zurückgelegt, und ich sage euch, es ist absolut verrückt", sagt der junge Norweger. "Die Kreuzungen sind das Schlimmste! Es ist extrem hart, muss ich sagen. Es ist schade, dass wir eine gute Position in der Gesamtwertung verloren haben."

Am Sonntag geht der Rallyetross aus Westflandern auf die Reise in den Osten des Landes. Die letzten vier Wertungsprüfungen über eine Gesamtdistanz von 40,52 Kilometer werden auf beziehungsweise neben der Rennstrecke von Spa-Francorchamps ausgetragen.

Motorsport-Total.com

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