RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Rallye Ypern: Neuville und Breen kämpfen um die Spitze Thierry Neuville im Hyundai i20 WRC bei der Rallye Ypern 2021
Motorsport Images

WRC Rallye Ypern 2021: Neuville und Breen kämpfen um die Spitze

Der zweite Tag der Rallye Ypern steht im Zeichen des Duells der Hyundai-Piloten Thierry Neuville und Craig Breen um Platz eins - Toyota-Trio kämpft um P3

Hyundai-Pilot Thierry Neuville führt die Rallye Ypern in Belgien, achter Lauf der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2021, vor dem Schlusstag an und hat gute Chancen, die erste Austragung des Laufes im Rahmen der WM mit einem Heimsieg zu krönen.

Der Belgier hat nach 16 von 20 Wertungsprüfungen einen Vorsprung von 10,1 Sekunden auf seinen Teamkollegen Craig Breen. Dritter ist nach dem Samstag Toyota-Pilot Elfyn Evans (+42,4 Sekunden), der mit seinen Teamkollegen Kalle Rovanperä (+45,7) und Sebastien Ogier (+46,7) aktuell den letzten Rang auf dem Podium auskämpft.

Ott Tänak (Hyundai) verlor am Vormittag durch einen Reifenschaden mehr als drei Minuten und fiel von Position drei auf sechs zurück. Die Top 10 komplettierten nach Unfällen von Takamoto Katsuta (Toyota) und Pierre-Louis Loubet (Hyundai) mit Sebastien Bedoret (Skoda), Yohan Rossel (Citroen), Pieter Cracco (Skoda) und Vincent Verschueren (Volkswagen) Fahrer aus der WRC3-Wertung. Der Deutsche Fabian Kreim (Volkswagen) schnuppert als Elfter an den Punkterängen.

Neuville deutet Nichtangriffspakt für Schlusstag an

"Ich bin froh, den Tag beendet zu haben", sagt Neuville. "Wir wussten, dass es ein herausfordernder Tag werden würde, und morgen steht ein weiterer in einem anderen Gebiet an. Das Auto funktioniert gut und ich bin mit der bisherigen Leistung zufrieden."

Neuville und Breen lieferten sich trotz der komfortablen Führung den gesamten Samstag über ein spannendes Duell um die Spitze. Am Vormittag hatte Breen den Rückstand auf seinen Teamkollegen mit zwei WP-Bestzeiten von 7,6 auf 3,5 Sekunden reduziert, ehe Neuville mit zwei WP-Siegen zurückschlug. Insgesamt schwang das Pendel nur leicht hin und her, sodass theoretisch die Grundlage für einen spannenden Schlusstag gelegt wäre.

In der Praxis ist jedoch davon auszugehen, dass Breen, der als Teilzeit-Fahrer in der WM-Wertung keine Rolle spielt, am Sonntag Neuville nicht mehr attackieren wird - auch mit Blick auf den großen Vorsprung auf die Verfolger.

Oliver Solberg bekommt dicke Arme

Vielmehr wird die Vorgabe für die Hyundai-Piloten lauten, nach mehreren enttäuschenden Rallyes den Doppelsieg ins Ziel zu fahren, der die im Vorfeld der Rallye von Teamchef Andrea Adamo beschworene Trendwende bedeuten würde. "Natürlich ist es immer schön, wenn man mit Vollgas unterwegs ist, aber wir müssen es managen und clever sein", deutet Neuville entsprechende Überlegungen an.

Auch im Hause Toyota könnte vor dem Schlusstag über Teamorder nachgedacht werden. Angesichts der knappen Abstände, Evans, Rovanperä und Ogier sind nur durch 4,3 Sekunden voneinander getrennt, könnte die Teamkollegen Ogier relativ einfach zu Platz drei verhelfen, womit der Franzose in der WM-Wertung nur zehn Punkte seines Vorsprungs auf Neuville verlieren würde.

Einen schwierigen Tag erlebte Oliver Solberg, der beim WRC-Debüt des neuen Hyundai i20 N Rally2 über weite Strecken ohne Lenkunterstützung fahren musste. "Ich habe jetzt 85 Kilometer ohne Servolenkung zurückgelegt, und ich sage euch, es ist absolut verrückt", sagt der junge Norweger. "Die Kreuzungen sind das Schlimmste! Es ist extrem hart, muss ich sagen. Es ist schade, dass wir eine gute Position in der Gesamtwertung verloren haben."

Am Sonntag geht der Rallyetross aus Westflandern auf die Reise in den Osten des Landes. Die letzten vier Wertungsprüfungen über eine Gesamtdistanz von 40,52 Kilometer werden auf beziehungsweise neben der Rennstrecke von Spa-Francorchamps ausgetragen.

Motorsport-Total.com

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

ET König Rallye: Bericht TEC7 HRM & ORC

Wagner siegt - Karlhofer mit Sensations-Comeback

Karl Wagner und Gerda Zauner gewinnen eine turbulent-großartige ET König Judenburg-Rallye - für Aufsehen sorgte Lancia-Spezialist Martin Karlhofer, der erstmals seit 2004 wieder bei einer Rallye an den Start ging und prompt mit einigen Bestzeiten aufhorchen ließ. Bei den Österreichischen Rallye Classics gewannen Alex Strobl und Cathy Schmidt.

ET König Rallye: Bericht TEC7 ORM2

Hochspannung im Titelkampf

Jubeln durfte dieses Mal Christoph Zellhofer, der gemeinsam mit seiner deutschen Co-Pilotin Anna Maria Seidl im Suzuki Swift ZMX erstmals in dieser Saison die Nase vorne hatte. Günther Knobloch/Erik Fürst (Renault Clio Rally3) behielten mit Platz zwei die Meisterschaftsführung, während Roland Stengg/Rebeka Kobal (Renault Clio Rally3) nach starkem ersten Tag im Regen des zweiten Tages den Anschluss an die Spitze verloren, aber dennoch starke Dritte wurden.

ARC, ET König Rallye: Bericht Baumschlager

Starkes Comeback nach Schulteroperation!

Das Comeback von Raimund Baumschlager nach seiner Schulteroperation verlief erfolgreich: Der Rekordstaatsmeister holte gemeinsam mit Co-Pilot Thomas Zeltner in Judenburg einen starken vierten Platz.

ET König Judenburg Rallye: Vorschau ARC

Hartes Duell um die ARC-Spitze!

Mit Hans Georg Lindner kommt ein „Historischer“ als ARC-Tabellenleader nach Judenburg - doch Gerolf Schuller liegt nur knapp dahinter. In der ART1 gibt Raimund Baumschlager ein Comeback - als Tabellenleader startet Gastgeber Peter Hopf.

MRC, Rally Mecsek: Vorschau

Mitropa Rally Cup gastiert in Ungarn 

Bei der 59. Mecsek Rallye (11.-13.06.26) in Ungarn geht der Mitropa Rally Cup in seine 5. Runde der diesjährigen Meisterschaft.

Rosenberger mit Sensations-Premiere

Stohl: „Können stolz sein auf dieses Auto“

Kris Rosenberger überrascht mit sensationeller Lancia Rally 2-Österreich-Premiere. Drahtzieher war Manfred Stohl - wir haben mit dem STARD-Chef gesprochen.