RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
"Zweieinhalb WRC-Hersteller sind nicht genug!" Mohammed Ben Sulayem liegt der Rallyesport besonders am Herzen
Motorsport Images

Neuer FIA-Präsident: Zweieinhalb WRC-Hersteller sind nicht genug

Der neue FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem will sich aktiv um neue Hersteller für die WRC bemühen und mahnt an, die Kosten an der Basis im Zaum zu halten

Als 14-maliger Meister der Rallyemeisterschaft des Nahen Ostens liegt dem neuen FIA-Präsidenten Mohammed Ben Sulayem der Rallyesport besonders am Herzen. Und daher bereitet ihm das derzeit geringe Engagement von Herstellern in der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) ein wenig Sorge.

"Wir reden die ganze Zeit über die Formel 1, aber wir dürfen die anderen Disziplinen nicht vergessen", sagt Ben Sulayem. "Wir müssen uns die WRC anschauen. Zweieinhalb Hersteller in einer so wichtigen Meisterschaft sind nicht genug", meint er.

Aktuell sind als vollwertige Werksteams nur Toyota und Hyundai in der WRC engagiert, M-Sport erhält bei seinen Einsätzen Unterstützung von Ford. Der Einstieg weiterer Hersteller ist aktuell nicht in Sicht.

Mitte 2021 hatte der kürzlich zurückgetretene FIA-Rallyedirektor Yves Matton, gesagt, dass aus seiner Sicht vor dem Jahr 2024 auch nicht mit neuen Herstellern zu rechnen ist - trotz der Einführung des neuen Rally1-Reglement mit Hybridantrieben.

Nach Ansicht von Ben Sulayem reicht alleine die Einführung eines neuen Reglements mit serienrelevanterer Technik nicht aus, um neue Automarken von einem Engagement in der Rallye-WM zu überzeugen.

"Wir können nicht nur dasitzen und darauf warten, dass die Leute zu uns kommen", sagt er. "Ich denke, wir müssen bei den Herstellern Klinken putzen und dafür sorgen, dass unser Sport für sie attraktiv ist." Für das Klinkenputzen benötigt Ben Sulayem aber erst einmal einen neuen Rallyedirektor, der die Nachfolge von Matton antritt.

Ein weiterer Punkt, den der FIA-Präsident angehen will: "Wir müssen die Kosten kontrollieren." Konkret meint Ben Sulayem damit: "Erschwingliche Fahrzeuge auf dem Einstiegsniveau. Wir müssen die Menschen aus den Regionen selbst für den Motorsport begeistern, in Regionen wie Afrika, den Nahen Osten, Asien und sogar Lateinamerika, aber können sie sich das leisten? Nein. Das sind einige der Bereiche, die wir ansprechen müssen."

Motorsport-Total.com

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

ARC, Vipavska Dolina: Vorschau

Die heiß geliebte Rally Vipavska Dolina!

13 Teams der Austrian Rallye Challenge reisen diese Woche in die slowenische Stadt Ajdovscina, wo mit der Rally Vipavska Dolina die dritte Rallye der ARC steigen wird. Die einzige Auslands-Rallye wird von den erwähnten Teams heiß geliebt - daher hat sie auch heuer ihren wohl verdienten Platz im neun Rallyes umfassenden ARC-Kalender.

WRC Rallye Portugal 2026: Bericht

Erster Saisonsieg für Hyundai und Neuville

Nach einem Reifenschaden des bis dahin führenden Sebastien Ogier gewinnt Thierry Neuville die Rallye Portugal, die von schwierigen Bedingungen geprägt war

Darunter befinden sich Ex-Europameister Franz Wurz, Herbert Grünsteidl u. Andy Bentza. Weltmeister Stig Blomqvist startet auf jenem Saab 96 V4, mit dem er seinerzeit gefahren ist

WRC Rallye Portugal: Nach SP19

Ogier erobert die Führung zurück

Sebastien Ogier kontert am Samstagnachmittag bei der Rallye Portugal und geht mit Vorsprung in den Schlusstag - Oliver Solberg fällt von Platz eins auf vier zurück

Claire Schönborn startet in der ERC und im ADAC Opel GSE Rally Cup. Internationales Doppelprogramm: zwölf Rallyes, alle powered by Opel. Einsatzteam ist Stohl Racing aus Österreich.

ARC, Vipavska Dolina: Bericht Nothdurfter

Löwen-Anteil am Spaß

Am zweiten Mai-Wochenende gönnte sich Alfons Nothdurfter einen weiteren vergnüglichen Rallye-Ausflug, der ihn nach Slowenien führte....