RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

„Daneben gelangt“ - Abstimmung zu hart...

Sechs Prüfungen ohne jedes Service - eine falsche Prognose von Pilot und Copilotin hatte Folgen: Johannes Keferböck und Ilka Minor sind am ersten vollen Tag der Rallye Monte Carlo lediglich „herumgerutscht“...

Am zweiten Tag der Rallye Monte Carlo waren sechs Sonderprüfungen zu absolvieren - und zwar ohne Service. In der Mittagspause durfte lediglich nachgetankt und ein Reifenwechsel vorgenommen werden. Beim grundlegenden Setup musste man also ein „gutes Händchen“ für Wetter und Streckenkonditionen haben. Genau das wurde dem K4 RALLY TEAM zum Verhängnis...

„Wir haben da leider voll daneben gelangt“, gibt Johannes Keferböck ganz offen zu - und erklärt, wie es zu dem Fehlgriff kam: „Als wir die Strecke besichtigt haben, hatte es dort 14 Grad plus und die Strecke war komplett trocken. Am heutigen Tage aber hatte es lediglich drei bis vier Grad Celsius und die Strecke war zum Teil vereist.“

“Sind nur herumgerutscht“

Die „Reifenspione“ Franz Wittmann junior und Bernhard Ettel durften zwar rund 2,5 Stunden vor dem Start der ersten Sonderprüfung diese befahren - doch „Kefer“ erläutert: „Die beiden haben erneut einen tollen Job geliefert - als sie jedoch über die Prüfung fuhren, war es noch dunkel. Und wir haben gedacht, dass wenn die Sonne aufgeht, die Temperaturen wieder hinaufklettern und wir also jene Bedingungen vorfinden werden, die es bei der Besichtigung gab. Da haben wir uins jedoch kräftig getäuscht - wir hatten also vom Setup her ein viel zu hart abgestimmtes Auto und auch die Reifenwahl fiel zu hart aus. Das hat aber wie gesagt nichts mit der Arbeit unserer Spione zu tun, das haben wir, Ilka und ich uns selbst verbockt mit unserer Prognose. Wir sind dann nur noch herumgerutscht - und da macht es keinen Sinn, voll auf Attacke zu fahren.“

Die Stage-Zeiten, die Johannes Keferböck und Ilka Minor in ihrem ŠKODA FABIA Rally2 evo Edition 120 an diesem zweiten Tag der Rallye Monte Carlo fuhren, haben also wenig Aussagekraft - wie schon am Vortag, als man von der Strecke rutschte und damit die rechte Flanke des Autos beschädigt hatte. Johannes: „Der Schaden gestern hat unseren Mechanikern einiges an Reparaturarbeit abverlangt, aber das Auto war heute morgen wieder komplett okay. Wir haben gestern auf jeder der beiden Prüfungen sicher 1,5 Minuten liegen lassen und heute ging es uns wegen der verhauten Prognose nicht viel besser.“

“Wir rechnen mit Schnee und Eis"

Auch am morgigen dritten Tag der Rallye Monte Carlo wird es kein Servicve geben, es sind fünf Prüfungen zu absolvieren. Johannes verrät: „Für morgen rechnen wir mit Schnee und Eis, auch der Einsatz von Spikereifen wäre möglich - entscheiden müssen wir das morgen früh...“

Nach acht von insgesamt 17 Sonderprüfungen der Rallye Monte Carlo 2022 liegen Johannes Keferböck und Ilka Minor in der neuen WRC2-Weltmeisterschaft auf Rang 13 von 19 noch im Bewerb befindlichen Teams...

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

WRC Rallye Paraguay: Nach SP17

Sturm sorgt für Schäden im Servicepark

Sami Pajari führt weiterhin die Rallye Paraguay an - Starker Samstag von Adrien Fourmaux - Schrecksekunde durch Unwetter im Servicepark

WRC, Chile: Nach Tag 2 (SP6)

Enges Klassement nach der Freitagsetappe

Schwierige Bedingungen auf Etappe 1 der Rallye Chile nach nächtlichem Regen: Oliver Solberg führt - Top 6 innerhalb von 28 Sekunden - Crash von Takamoto Katsuta

Rene Kiehtreiber feierte bei der OBM Land der 1.000 Hügel Rallye einen deutlichen Sieg in der ARC-Clubmeisterschaft. Dort hat Gerolf Schuller die Tabellenführung zurückerobern können - vor den beiden noch ausstehenden Rallyes liegen Schuller und Johann Georg Lindner quasi Kopf an Kopf…

ORM/ARC, OBM Rallye: Fotos Freitag

Die besten Bilder vom Freitag

motorline.cc-Fotograf Daniel Fessl präsentiert seine besten Bilder vom ersten Tag der OBM Land der 1.000 Hügel Rallye.

ARC, OBM Rallye: Bericht Baumschlager

Unerwartetes Podium im Titelshowdown!

Das Saisonfinale der TEC7 ORM bot wie erwartet Spannung und Dramatik bis zum Schluss. Mit einer Podiumsplatzierung hatte Rekordstaatsmeister Raimund Baumschlager bei der OBM Land der 1000 Hügel Rallye allerdings nicht gerechnet.