RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
WRC: Hyundai steckt in Schwierigkeiten Schließlich brachte Thierry Neuville seinen Hyundai auf Platz sechs ins Ziel
Motorsport Images

"Enttäuschend und frustrierend": Hyundai steckt in Schwierigkeiten

Technische Probleme und schwieriges Fahrverhalten: Hyundai hat bei der Rallye Monte-Carlo viele Schwierigkeiten und ist gegen M-Sport Ford und Toyota chancenlos

Hyundai erlebte bei der Rallye Monte-Carlo ein böses Erwachen. Der neue i20 N Rally1 war im Vergleich zu M-Sport Ford und Toyota nicht konkurrenzfähig. Außerdem wurden die Fahrer von diversen technischen Problemen geplagt.

Schlussendlich belegte Thierry Neuville mit 7:42 Minuten Rückstand den sechsten Platz. Der einzige Lichtblick war die Bestzeit in der 15. Wertungsprüfung. Neuville klagte generell über ein unberechenbares Fahrverhalten und beschrieb es oft als "scary".

Ott Tänak musste am Samstag aufgeben, da er sich bei Ausrutschern einige Schäden am Auto zugezogen hatte. Auch Oliver Solberg war einmal von der Strecke geflogen. In seinem Auto gab es immer wieder Rauch, weshalb man sich nach WP15 zur Aufgabe entschied.

"Das war definitiv eine schwierige Rallye für uns", sagt Julien Moncet, der Teamchef Stellvertreter. "Ich bin für das gesamte Team sehr enttäuscht, denn alle haben alles gegeben. Wir müssen reagieren. Aus sportlicher Sicht bin ich nicht zufrieden."

"Wir sind hier, um zu gewinnen. Das Ergebnis entspricht nicht unseren Erwartungen. Trotzdem konnten wir viele Daten checken. Man kann auch aus schwierigen Momenten immer etwas Positives mitnehmen."

Laut Moncet hat das Auto Speed gezeigt, wenn es einmal keine Probleme gegeben hat. "Aber wir müssen unsere Schwierigkeiten so rasch wie möglich aussortieren." Neuville hatte am Samstag einen Schaden bei einem vorderen Dämpfer und musste selbst notdürftig reparieren.

Thierry Neuville ist frustriert

Außerdem fiel beim Belgier auch einmal das Hybridsystem aus. Am meisten hatte Neuville mit dem schwierigen Fahrverhalten zu kämpfen. Das Set-up ist noch weit davon entfernt, damit er sich wohl fühlt und attackieren kann.

Da Hyundai deutlich später als M-Sport und Toyota mit der Entwicklung des neuen Autos begonnen hat, ist das Projekt noch nicht so weit. "In den schnellen Abschnitten hatte ich starkes Untersteuern", berichtet Neuville. "Und auf den Bodenwellen konnte ich die Linie nicht halten."

Auch der fünfmalige Vizeweltmeister findet nach der Rallye deutliche Worte: "Wir sind enttäuscht und frustriert. Es war ein hartes Wochenende. In der Powerstage bin ich um mein Leben gefahren. Von meiner Zeit [Platz drei] bin ich enttäuscht."

"Hinter den Kulissen wurde extrem viel Arbeit in die Vorbereitung dieser Rallye gesteckt. Dass wir am Ende überhaupt nicht belohnt werden, ist hart zu akzeptieren. Aber wir geben nicht auf. Wir müssen an verschiedenen Bereichen arbeiten. Am wichtigsten ist die Zuverlässigkeit."

Da weder Sebastien Loeb (M-Sport) noch Sebastien Ogier (Toyota) die komplette Saison bestreiten, ist Neuville mit Blick auf den WM-Stand mit einem blauen Auge davongekommen. Er hat nur sechs WM-Punkte Rückstand auf Kalle Rovanperä (Toyota) und vier auf Craig Breen (M-Sport).

Motorsport-Total.com

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

ET König Rallye: Bericht TEC7 ORM2

Hochspannung im Titelkampf

Jubeln durfte dieses Mal Christoph Zellhofer, der gemeinsam mit seiner deutschen Co-Pilotin Anna Maria Seidl im Suzuki Swift ZMX erstmals in dieser Saison die Nase vorne hatte. Günther Knobloch/Erik Fürst (Renault Clio Rally3) behielten mit Platz zwei die Meisterschaftsführung, während Roland Stengg/Rebeka Kobal (Renault Clio Rally3) nach starkem ersten Tag im Regen des zweiten Tages den Anschluss an die Spitze verloren, aber dennoch starke Dritte wurden.

ORM, ET König Rallye: Nach SP2

Ex-Champion startet blitzartig

Hermann Neubauer beherrschte die ersten zwei Prüfungen der ET KÖNIG Rallye powered by Peter Hopf Erdbau im Raum Judenburg am besten / Der ehemalige Champion Salzburger führt zwischenzeitlich vor Michael Lengauer und Luca Waldherr

ORM/ARC, ET König Rallye: Nach SP10

Alles beim Alten an der Spitze

Toyota-Pilot Hermann Neubauer hält bei der ET KÖNIG Rallye im Raum Judenburg nach wie vor die Führung / Sekunden-Duelle um Platz drei und in der ORM 2 (Foto zeigt Günther Knobloch, der knapp vor Christoph Zellhofer die ORM2 anführt)

Nachgefragt bei AMF & Manfred Stohl

Streitfrage: Rallye schon ab 13?

Der 19-jährige Este Jaspar Vaher zeigte in der ERC gehörig auf - er fuhr schon ab 13 als Vorausauto, ab 14 im Bewerb. Soll man auch bei uns das Mindestalter für Rallye-Teilnahmen herabsetzen?

ET König Rallye: Bericht TEC7 HRM & ORC

Wagner siegt - Karlhofer mit Sensations-Comeback

Karl Wagner und Gerda Zauner gewinnen eine turbulent-großartige ET König Judenburg-Rallye - für Aufsehen sorgte Lancia-Spezialist Martin Karlhofer, der erstmals seit 2004 wieder bei einer Rallye an den Start ging und prompt mit einigen Bestzeiten aufhorchen ließ. Bei den Österreichischen Rallye Classics gewannen Alex Strobl und Cathy Schmidt.

ORM, ET König Rallye: Nach Tag 1 (SP5)

Hermann Neubauer ließ heute nichts anbrennen

Der Salzburger Ex-Staatsmeister liegt nach dem ersten Tag der ET KÖNIG Rallye powered by Peter Hopf Erdbau im Raum Judenburg in Führung / Morgen warten jedoch noch zehn harte Prüfungen auf ihn und seine Verfolger