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WRC Rallye Schweden 2022: Elfyn Evans' Albtraum Zwei Fahrfehler brachten Elfyn Evans in Schweden um alle Chancen
Motorsport Images

Elfyn Evans' Schweden-Albtraum: Erst Strafe, dann Abflug!

Erst erhält Elfyn Evans bei der Rallye Schweden eine Zeitstrafe, dann wirft er bei der 16. Wertungsprüfung durch einen Abflug alle Chancen auf ein Top-Resultat weg

Eine Entscheidung der Sportkommissare hat bei der Rallye Schweden, zweiter Lauf der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2022, für eine Vorentscheidung im Kampf um die Sieg gesorgt. Kurz nach Mitternacht verhängten die Stewards gegen den Zweitplatzierten Elfyn Evans (Toyota) eine Zeitstrafe von zehn Sekunden.

Dadurch ging der Waliser nun mit einem Rückstand von 18,3 Sekunden auf seinen führenden Teamkollegen Kalle Rovanperä in den Schlusstag. Das war jedoch alsbald irrelevant. Denn bei der ersten Wertungsprüfung des Sonntags schlug Evans nach einem Dreher in einen Schneewall ein, wobei die Front seines Toyota GR Yaris Rally1 beschädigt wurde und die Motorhaube aufsprang. Evans war daraufhin nicht in der Lage, seine Fahrt fortzusetzen.

Zuvor war Evans wegen seines kuriosen Abflug kurz vor der Ziellinie der 15. Wertungsprüfung "Umea 2" am Samstagabend bestraft worden. Der Toyota-Pilot hatte in der letzten Kurve der letzten WP des Tages die Kontrolle über sein Auto verloren und war über den die Strecke begrenzenden Schnellwall gefahren.

Dabei löste Evans noch die Zeitnahme im Ziel aus, ehe er einen mobilen Flutlichtmasten rammte und anschließend jenseits der Strecke seine Fahrt in Richtung Zielkontrolle fortsetzte. Dies sahen die Sportkommissare als einen Verstoß gegen Artikel 19.2 des Sportlichen Reglements der WRC an, da Evans an dieser Stelle nicht der im Roadbook vorgeschrieben Strecke gefolgt sei.

Außerdem habe sich Evans durch das zu schnelle Einfahren in die letzte Kurve einen Vorteil verschafft, da sich die Ziellinie direkt am Ausgang der Kurve befand. "Wir kamen offensichtlich etwas zu schnell rein und waren mehr oder weniger auf der Ziellinie, als wir den Schneewall trafen", hatte Evans im Gespräch mit der englischsprachigen Ausgabe von 'Motorsport.com' den Abflug erklärt.

Nach Evans' neuerlichem Zwischenfall am Sonntagmorgen führt Rovanperä die Rallye Schweden nach 16 von 19 Wertungsprüfungen mit einem Vorsprung von 23,9 Sekunden auf Thierry Neuville (Hyundai) an. Dritter ist Esapekka Lappi (Toyota, +28,8 Sekunden). Der Viertplatzierte Takamoto Katsuta (Toyota) kann mit einem Rückstand von 1:51,5 Minuten aus eigener Kraft nicht mehr um den Kampf um das Podium eingreifen.

Motorsport-Total.com

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