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ERC: Barum-Rallye
Foto: FIA ERC

Simon Wagner Sensations-Dritter

Bei einer schwierigen Barum-Rallye sorgten Simon Wagner und Gerry Winter für eine echte Sensation. Auch Windisch und Zeiringer im Ziel.

Noir Trawniczek

„In der Mitte der Prüfung sind wir für ein paar Meter in einen Graben gerutscht und danach hatte unser Motor weniger Power. Da haben wir definitiv keine Chance mehr auf das Podium“, war sich Simon Wagner nach der 13. und letzten Sonderprüfung der Barum-Rallye, dem tschechischen Highlight der Rallye-Europameisterschaft sicher. Doch was Simon wiederfuhr, darf man getrost als das „Glück des Tüchtigen“ bezeichnen.

Denn bei der wegen des wechselhaften Wetters (immer wieder Regen, zum Teil auch Aquaplaning) äußerst schwierigen Rallye konnten Simon Wagner und Gerald Winter auf der Prüfung zuvor, auf SP12, eine sagenhafte Bestzeit markieren, die auch die ERC-Elite, vom späteren Sieger Jan Kopecky abwärts verblüffte. So staunte etwa auch Eric Cais: „Simon hat geradezu höllisch gepusht - er fuhr eine unglaubliche Zeit.“

Mit dieser katapultierten sich Wagner/Winter, die am ersten Tag noch mit einer falschen Reifenwahl haderten, mit einem Satz auf Platz drei nach vor. Doch Piloten wie der junge Lokalmatador Dominik Stritesky, Eric Cais oder auch die tschechische Legende Vaclav Pech in einem bärenstarken Ford Focus WRC lauerten nur wenige Sekunden dahinter...

Die drittschnelllste Zeit, zugleich ein Reifenschaden bei Cais sowie kräftiger Zeitverlust von Stritesky machten die Sensation möglich: Simon Wagner und Gerald Winter belegten in ihrem vom ungarischen Eurosol Racing Team eingesetzten Skoda Fabia rally2 den großartigen dritten Gesamtrang - hinter Jan Kopecky und Filip Mares. Wagner/Winter konnten damit einen weiteren internationalen Meilenstein setzen - in der Europameisterschaft rückt Wagner damit nach nur vier von sieben gefahrenen Rallyes auf Platz zehn vor, in der Copilotenwertung belegt Gerald Winter sogar Platz neun.

Wie erging es den weiteren Österreicher*innen? Bernhard Ettel wurde mit Albert von Thurn und Taxis im BRR Skoda Zehnter. Enrico Windisch und Birgit Gangl (Audi A1 R4) landeten auf dem 31. Gesamtrang. Das von Stohl Racing geführte ADAC Opel Junior Team wurde mit Laurent Pellier Junioren-Europameister. Fabian Zeiringer und Angelika Letz im zweiten Opel Corsa rally4 des Teams wurden in der ERC4 mit Platz zwölf unter ihrem Wert geschlagen - denn der frühere Skirennläufer konnte mit guten Zeiten aufhorchen lassen (Platz vier auf SP5), wurde jedoch nach einem Radbruch zurückgeworfen. Ähnlich die Lage bei Roland Stengg (Copilotin Anne-Maria Seidl, Opel Corsa rally4), der nach einem Unfall auf SP7 aufgeben musste, auch Bruder Lukas Stengg (Jennifer Hofstädter, Peugeot 208 rally4) musste nach Unfall auf SP8 aufgeben.

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