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Simon Wagner bei Nova Gorica
Foto: Uros Modlic

Kurioser Ausfall nach zwei Tagen Führung

Erneut konnte Simon Wagner brillieren, hielt Größen wie Erik Cais und Rok Turk hinter sich - doch nach SP13 kam Pech ins Spiel, ein Kuriosum zwang schließlich zur Aufgabe...

Noir Trawniczek

Erik Cais und Rok Turk - zwei international anerkannte Spitzenpiloten. Cais der aufstrebende 23-jährige Tscheche, der heuer bei der Rallye Monte Carlo Platz zwei in der WRC2Open erringen konnte. Turk (Hyundai) ein werksunterstützter mehrfacher slowenischer Staatsmeister. Mit ihnen konnte sich Simon Wagner am vergangenen Wochenende messen, bei der Rally Nova Gorica, bei der auch Raimund Baumschlager ein Comeback geben wollte, das jedoch aufgrund einer Corona-Erkrankung im Team abgesagt werden musste ...

„Ich war eigentlich selbst ein bisschen überrascht“, gibt Simon Wagner ganz offen zu. Denn der Mauthausner, der mit Pia Sumer einen Skoda Fabia evo rally2 pilotierte, konnte nicht nur die Bestzeit bei der abendlichen Superspecialprüfung erringen, sondern beendete nach einem spannenden Duell mit Cais auch den zweiten Rallyetag als Führender. Und das, obwohl Wagner bei dieser Rallye auf vielen Ebenen Neuland betreten hatte: „Wir fuhren mit den 18 Zoll Hossier-Reifen zum ersten Mal im Bewerb, das Auto wurde von einem italienischen Team, von RBMotorsport eingesetzt, es war auch vom wechselhaften Wetter her eine sehr schwierige Rallye.“

3,3 Sekunden führten Wagner/Sumer nach neun von 15 Sonderprüfungen vor Cais, Rok Turk lag bereits über eine Minute zurück. Am dritten Tag ging das Match weiter, diesmal konnte Cais die Führung übernehmen, doch Simon blieb in Schlagdistanz, nach SP13 fehlten lediglich 12,8 Sekunden. Doch was dann kam, darf man getrost als Kuriosum bezeichnen.

Simon Wagenr erzählt: „Das 0-Auto hatte einen Unfall, rutschte von der Fahrbahn und benötigte Streckenposten, um wieder auf die Fahrbahn zu gelangen. Die haben die Leute am Start informiert, dass man das den Teams mitteilt. Doch wir waren bereits unterwegs - als wir zu der Stelle kommen, bremse ich an, lenke ein und es ist wie auf blankem Eis! Wir rutschten also ebenfalls raus, brauchten rund 40 Sekunden, um wieder zurückzukommen. Doch dann sah ich, dass ein Rad schief stand und es hätte danach noch eine 17 Kilometer lange Prüfung gefahren werden müssen, weshalb wir dann doch abgestellt haben. Dennoch haben wir einen guten Speed gezeigt und die Hoosier Racing Tires haben in allen Wetterlagen überzeugt, genauso wie Pia und RBMotorsport!"

Weil direkt hinter Wagner auch Erik Cais an der gleichen Stelle abflog (er konnte die Prüfung mit rund zwei Minuten Rückstand beenden), wurde die Prüfung für 15 Minuten unterbrochen.

Es stellte sich heraus, dass wahrscheinlich im vorigen Durchgang ein Auto an der Stelle Öl verloren hatte. Die Fahrer danach wussten nun Bescheid und fuhren dort in entsprechendem Tempo. Simon sagt: „Das ist das Schicksal der Erststartenden - das ist einfach nur dumm gelaufen, da kann niemand etwas dafür ...“ Die Rallye gewann somit Rok Turk vor Erik Cais und Markus Grossi.

Der Österreicher Alfons Nothdurfter und sein deutscher Copilot Jürgen Nolte (Ford Sierra RS Cosworth 4x4) konnten mit einer Klassenbestzeit auf SP3 zwischenzeitlich die Führung im Historischen Mitropa Cup übernehmen, letztendlich wurde es ein schöner dritter Platz im Mitropa Historic.

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