RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Kampf um zwei WRC-Titel Ott Tänak oder Thierry Neuville werden am Sonntag neuer Rallye-Weltmeister sein
Motorsport Images

Kampf um zwei WRC-Titel: Balanceakt für Hyundai und Neuville in Japan

Den Fahrertitel holen, Toyota in der Herstellerwertung schlagen: Wie Hyundai und Thierry Neuville diesen Balanceakt bei der Rallye Japan meistern wollen

Hyundai hat nach der Rallye Japan, dem Saisonfinale der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2024, Grund zum Feiern. Denn erstmals wird ein Pilot aus dem Werksteam des südkoreanischen Herstellers den Fahrertitel in der WRC gewinnen. Der Vorteil liegt klar bei Thierry Neuville. Der Belgier geht mit 25 Punkten Vorsprung auf seinen Teamkollegen Ott Tänak ins Finale und kann damit mehr oder weniger auf Ankommen fahren.

Gleichzeitig geht es für Hyundai aber auch noch um den Herstellertitel. Dort liegt das Team vor der Rallye Japan nur 15 Punkte vor Toyota, die im Vorjahr bei ihrer Heimrallye einen Dreifachsieg feierten. Ein schwieriger Balanceakt für das Hyundai-Team, wie Neuville im Gespräch mit Autosport, einer Schwesterpublikation von Motorsport-Total.com im Motorsport Network, zugibt.

"Es ist wie eine Balance zwischen pushen und Risiken eingehen oder zu langsam fahren und natürlich wollen wir auch da sein und das Team unterstützen, wenn wir für den Herstellertitel hilfreich sein können", sagt Neuville. "Es wird auch viel von meinen Teamkollegen abhängen, ich erwarte, dass sie an diesem Wochenende schneller sind als wir."

Herstellertitel: Tänak und Mikkelsen sollen es richten

Zwischen den Zeilen lässt Neuville durchblicken, dass der Fokus für ihn ganz klar auf dem Gewinn des Fahrertitels liegt. "Ich werde auf den ersten Etappen meinem Gefühl folgen, dann werden wir uns an die Ergebnisse der anderen Fahrer anpassen und dann werden wir es schaffen", so der Belgier.

Anders sieht es bei Teamkollege Tänak aus, der sich angesichts des großen Vorsprungs von Neuville darauf konzentrieren wird, die Toyota-Piloten zu schlagen. "Der Fahrertitel ist eher theoretischer Natur, aber der Konstrukteurstitel ist noch sehr offen, und ich kann Toyota definitiv keinen Dreifachsieg wie im vergangenen Jahr erlauben", sagt Tänak gegenüber Autosport.

"Also müssen wir ganz klar mitmischen und konkurrenzfähig sein. Es gibt also noch viel zu tun, um unsere Position zu verteidigen. Der Druck ist natürlich noch groß", so der Este.

Für Toyota geht es um "alles oder nichts"

Teamchef Cyril Abiteboul hat bereits Verständnis für eine kontrollierte Fahrweise Neuvilles, der im Kampf um den Sieg bei der Rallye Japan keine Rolle spielen dürfte. "Thierry wird sehr risikoscheu sein, und wir müssen verstehen, dass wir nicht frustriert sein dürfen, wenn er nicht so weit vorne steht, wie wir es uns wünschen", sagt er.

"Ich denke, er will zu unserem Ziel für das Wochenende beitragen, nämlich um die Meisterschaft zu fahren", so Abiteboul. Im Kampf um die Herstellerwertung komme es vor allem auf Tänak und Andreas Mikklelsen an. "Für die anderen beiden ist klar, dass sie nichts anderes zu tun haben, als zu pushen, zu attackieren und ihr Bestes zu geben", so Abiteboul.

Etwas klarer ist die Ausgangslage bei Toyota. "Im Moment geht es um alles oder nichts", sagt Teamchef Jari-Matti Latvala. "Wir können nur gewinnen und nicht verlieren, aber dafür müssen wir die Autos auf der Straße halten, also dürfen wir uns keine Fehler erlauben."

"Wir haben uns gestern ein wenig unterhalten und die Fahrer kennen die Situation. Wir müssen zusammenarbeiten und alle Fahrer müssen eine starke Leistung zeigen, dann ist es möglich, den Konstrukteurstitel zu gewinnen", sagt Latvala. "Es ist sehr schwierig, aber nicht unmöglich."

Motorsport-Total.com

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

ET König Judenburg Rallye: Bericht ARC

Gaubinger gewinnt - Lindner baut Vorsprung aus!

Patrik und Verena Gaubinger feiern bei der ET König Judenburg Rallye im Audi Quattro den ARC-Sieg. In der Clubmeisterschaft konnte Hans Georg Lindner im historischen Escort seinen Vorsprung ausbauen - auf Platz zwei lauert nun der junge Subaru-Pilot Jan Dolzer. In der ARCP triumphiert Christoph Zellhofer, Raimund Baumschlager siegt beim Comeback in der ART.

ET König Rallye: Bericht TEC7 ORM2

Hochspannung im Titelkampf

Jubeln durfte dieses Mal Christoph Zellhofer, der gemeinsam mit seiner deutschen Co-Pilotin Anna Maria Seidl im Suzuki Swift ZMX erstmals in dieser Saison die Nase vorne hatte. Günther Knobloch/Erik Fürst (Renault Clio Rally3) behielten mit Platz zwei die Meisterschaftsführung, während Roland Stengg/Rebeka Kobal (Renault Clio Rally3) nach starkem ersten Tag im Regen des zweiten Tages den Anschluss an die Spitze verloren, aber dennoch starke Dritte wurden.

Nachgefragt bei AMF & Manfred Stohl

Streitfrage: Rallye schon ab 13?

Der 19-jährige Este Jaspar Vaher zeigte in der ERC gehörig auf - er fuhr schon ab 13 als Vorausauto, ab 14 im Bewerb. Soll man auch bei uns das Mindestalter für Rallye-Teilnahmen herabsetzen?

ARC, ET König Rallye: Bericht Neulinger

Marcel Neulinger triumphiert auch in Judenburg!

Marcel Neulinger setzte seine beeindruckende Siegesserie bei der ET KÖNIG Judenburg Rallye 2026 fort und holte den vierten Saisonsieg in der Steiermark!

ORM, ET König Rallye: Nach SP2

Ex-Champion startet blitzartig

Hermann Neubauer beherrschte die ersten zwei Prüfungen der ET KÖNIG Rallye powered by Peter Hopf Erdbau im Raum Judenburg am besten / Der ehemalige Champion Salzburger führt zwischenzeitlich vor Michael Lengauer und Luca Waldherr

MRC, Rally Mecsek: Vorschau

Mitropa Rally Cup gastiert in Ungarn 

Bei der 59. Mecsek Rallye (11.-13.06.26) in Ungarn geht der Mitropa Rally Cup in seine 5. Runde der diesjährigen Meisterschaft.