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Rallye Dakar: Etappe 10 Henk Lategan hat wieder die Führung übernommen
A.S.O.

Rallye Dakar 2025: Führungswechsel! Lategan wieder vor Al-Rajhi/Gottschalk

Taktik prägt die 10. Dakar Etappe - Viele Topfahrer bremsen bewusst, um für den entscheidenden Tag weiter hinten zu starten - Erster Etappensieg für neuen Ford

Nachdem Henk Lategan in der neunten Etappe die Gesamtführung der Rallye Dakar an seinen Toyota-Markenkollegen Yazeed Al-Rajhi verloren hat, eroberte er sie in der zehnten Etappe zurück. Lategan hat nun wieder zweieinhalb Minuten Vorsprung. Aber die Taktik stand bei den meisten Topfahrern im Fokus, wodurch einige Side-by-Side-Autos in die Top 10 kamen.

Am Mittwoch machten sich die Teilnehmer auf den Weg ins "Empty Quarter", der größten Sandwüste der Erde. Dort werden die finalen Tage stattfinden. Auf dem Weg von Haradh nach Shubaytah, dem letzten Biwak, mussten heute 642 Kilometer zurückgelegt werden.

Zunächst war es eine lange Verbindungsstrecke über 520 Kilometer auf öffentlichen Straßen. Die gewertete Speziale war mit 123 Kilometern kurz, aber in den Dünen knackig. Motorräder und Autos fuhren wieder getrennte Wege.

Nasser Al-Attiyah (Dacia) musste die Strecke eröffnen. Al-Rajhi, der gestern die Gesamtführung übernommen hatte, fuhr als Dritter los. Lategan folgte als Elfter und hatte trotz der relativ kurzen Speziale einen Vorteil bezüglich der Navigation.

In Schwierigkeiten steckte zunächst Al-Rajhi. Schon bei Kilometer 83 blieb der Toyota für rund fünf Minuten stehen. Sein Zeitverlust summierte sich im Laufe der Etappe und die Gesamtführung rutschte dem Lokalmatador wieder aus den Fingern.

Al-Rajhi verlor heute neun Minuten auf Lategan. "Wir sind im Sand steckengeblieben, weil wir so langsam gefahren sind", berichtet der Fahrer aus Saudi-Arabien. Damit eroberte Lategan die Gesamtführung wieder zurück.

Vor dem wahrscheinlich entscheidenden Tag hat Lategan zwei Minuten Vorsprung auf seinen Toyota-Markenkollegen. Aber Al-Rajhi ist nicht besorgt: "Ich bin für morgen in einer guten Startposition. Darauf habe ich gehofft. Hoffentlich läuft morgen alles gut."

Diese Taktik bestätigt auch Lategan: "Heute war nicht der Plan, schnell zu fahren. Hoffentlich sind einige Fahrer schneller als wir, damit sie morgen die Strecke eröffnen müssen." Dieser Wunsch wurde den Topfahrern erfüllt.

Mattias Ekström (Ford) hatte im Tagesergebnis rund vier Minuten Vorsprung auf Al-Attiyah. Damit hat der Schwede im Duell um Rang drei in der Gesamtwertung ein Polster von knappen vier Minuten auf Al-Attiyah.

Dania Akeel und Sara Price in den Top 10

Die meisten Spitzenfahrer bremsten am Ende bewusst, um morgen weiter hinten in den entscheidenden Tag starten zu können. Somit eroberte Nani Roma den ersten Tagessieg für den neuen Ford Raptor. Für Roma war es der erste Tageserfolg seit 2015.

Wie stark das Tagesergebnis von der Taktik der Topfahrer geprägt war, zeigte, dass einige Fahrer in leistungsschwächeren Side-by-Side-Fahrzeugen in die Top 10 kamen. Das traf sowohl auf die Challenger-T3-Klasse als auch auf die SSV-T4-Klasse zu.

Dania Akeel aus Saudi-Arabien verpasste mit ihrem Taurus aus der Challenger-Klasse den Tagessieg nur um weniger als zwei Minuten. Und die US-Amerikanerin Sara Price, die einen Can-Am in der T4-Klasse fährt, meldete sich auf dem zehnten Platz.

Damit hat Akeel zum ersten Mal einen Tagessieg in ihrer Klasse errungen. Sie ist neben Jutta Kleinschmidt, Cristina Gutierrez und Sara Price die vierte Frau, der dieser Erfolg in der Dakar-Geschichte gelungen ist.

Der Deutsche Daniel Schröder durfte sich mit seinem südafrikanischen Beifahrer Henry Carl Köhne ebenfalls über das bestes Tagesergebnis freuen. Sie belegten mit dem Volkswagen Amarok, der in Südafrika aufgebaut worden ist, Platz acht.

Morgen wird eine Schleife südöstlich von Shubaytah gefahren. Mitten in der Wüste müssen etwas über 500 Kilometer bewältigt werden. Motorräder und Autos fahren wieder getrennte Strecken. Die Speziale für Autos umfasst 284 Kilometer.

Ergebnis der 10. Etappe (Top 10):
01. Roma/Haro (M-Sport Ford Raptor) - 2:06:34 Stunden
02. Moraes/Monleon (Toyota Hilux) +0:18 Minuten
03. Akeel/Duple (Taurus) +1:40
04. Baragwanath/Cremer (Century) +2:21
05. Lopez Contardo/Latrach (Can-Am) +4:11
06. Ferioli/Einaldi (Can-Am) +4:36
07. Navarro/Herrera (Taurus) +4:44
08. Schröder/Köhne (WCT Volkswagen Amarok) +5:11
09. Yacopini/Oliveras (Overdrive Toyota Hilux) +5:18
10. Price/Berriman (Can-Am) +5:36.

Gesamtwertung nach 10 von 12 Etappen (Top 10):
01. Lategan/Cummings (Toyota Hilux) - 47:29:57 Stunden
02. Al-Rajhi/Gottschalk (Overdrive Toyota Hilux) +2:27 Minuten
03. Ekström/Bergkvist (M-Sport Ford Raptor) +26:46
04. Al-Attiyah/Boulanger (Dacia Sandrider) +30:21
05. Guthrie/Walch (M-Sport Ford Raptor) +54:05
06. Serradori/Minaudier (Century) 59:41
07. Yacopini/Oliveras (Overdrive Toyota Hilux) +1:33:30 Stunden
08. Quintero/Zenz (Toyota Hilux) +1:36:45
09. Ferreira/Palmeiro (X-raid Mini) +2:08:35
10. Baragwanath/Cremer (Century) +2:17:06

Motorsport-Total.com

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