RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Rallye-WM: Interview

Budar: Rallye-WM muss elektrisch werden

Will sie Citroën halten, muss die Rallye-WM ab der Saison 2022 Elektro- oder Hybridmotoren verwenden, bestätigt nun Teamchef Budar.

Der französische Hersteller Citroën hat eine klare Vorstellung von der Zukunft der Rallye-WM: Ab 2022 müssten Elektromotoren zum Einsatz kommen. Dabei sei es egal, ob die Boliden vollelektrisch oder mit einem Hybridsystem, bei dem ein Verbrennungs- von einem Elektromotor unterstützt wird, angetrieben werden. Sollte sich die Rallye-WM gegen einen solchen Schritt entscheiden, müsse Citroën Konsequenzen ziehen und aus dem Championat aussteigen.

Bis zum Ende der Saison 2021 wird das aktuelle Reglement in Kraft bleiben, wie der FIA-Motorsportweltrat in der vergangenen Woche bestätigte. Anschließend sagte Citroën-Geschäftsführerin Linda Jackson bei Auto Express, dass ihre Firma bereits für das Jahr 2021 eine Lösung mit Elektromotoren fordere und es ansonsten zu einem Rückzug kommen könnte. Teamchef Pierre Budar stellte die Aussage seiner Vorgesetzten nun richtig.

"So wie ich es sehe, wurde Linda in den Medien nicht richtig zitiert. Wir konzentrieren uns auf die neuen Regeln im Jahr 2022, und dazu haben wir uns oft genug geäußert: Es muss ein Elektro- oder Hybridmotor kommen." Jackson hatte erklärt, dass dieser Schritt wichtig sei, um künftige Straßenautos zu bewerben. Budar bestätigte die Drohung: "Sollte das in den Regeln nicht beachtet werden, ist Citroën raus."

Citroën sei laut Teamchef Budar jedoch nicht der einzige Hersteller, der auf ein neues Reglement mit Elektroantrieb poche. Vertraglich würde Citroën keinerlei Probleme mit seinen Fahrern bekommen, denn sowohl der Vertrag von Esapekka Lappi als auch jener von Sébastien Ogier enden bereits nach der Saison 2020.

Ob Citroën im Jahr 2021 in der Rallye-WM starten wird, könne er noch nicht sagen: "Es ist noch nichts entschieden, solange wir nichts Neues über die Saison 2021 wissen. Es gibt verschiedene mögliche Szenarien, aber das hängt alles von den neuen Regeln ab." Citroën ist bereits seit 1998 in der Rallye-WM aktiv, drei Jahre lang gönnte man sich Auszeiten. Mit WRCs der Marke wurden in diesen 18 Saisonen acht Konstrukteurs- und neun Fahrertitel geholt.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Rallye-WM: Interview

Weitere Artikel:

MRC, Rally Mecsek: Vorschau

Mitropa Rally Cup gastiert in Ungarn 

Bei der 59. Mecsek Rallye (11.-13.06.26) in Ungarn geht der Mitropa Rally Cup in seine 5. Runde der diesjährigen Meisterschaft.

TEC7 ORM Rallye Backstage - Podcast #4

Gespräch mit Manfred Stohl: Von heiter bis düster

Eine Stunde mit Manfred Stohl - Österreichs WM-Vierter 2006 und nunmehrige Betreiber der Stohl Group ist eines ganz sicher: Geradlinig - und oft auch recht heiter. Seine Prognosen für die Zukunft der Rallye-Weltmeisterschaft sind hingegen düster, seine Aussagen zu Österreichs aktuellen Rallye-Hoffnungen markig.

ARC, ET König Rallye: Vorschau Neulinger

Marcel Neulinger jagt vierten Saisonsieg

Nach dem dem erfolgreichen Debüt in der Junior-Rallye-Europameisterschaft peilt Marcel Neulinger beim vierten Lauf zur TEC7 ORM in der Steiermark den vierten Saisonsieg an!

ET König: TEC7 ORM3 & RP Tools Junioren

Neulinger in einer eigenen Welt

Marcel Neulinger ist in der ORM3 das Maß der Dinge. Der regierende ORM3- und Junioren-Staatsmeister holte bei der ET König Judenburg-Rallye 14 von 15 Bestzeiten und konnte die Führung in der Tabelle sowohl in der ORM3 als auch in der RP Tools Junioren-ÖM erheblich ausbauen

ORM, ET König Rallye: Nach SP2

Ex-Champion startet blitzartig

Hermann Neubauer beherrschte die ersten zwei Prüfungen der ET KÖNIG Rallye powered by Peter Hopf Erdbau im Raum Judenburg am besten / Der ehemalige Champion Salzburger führt zwischenzeitlich vor Michael Lengauer und Luca Waldherr