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Hirscher auf der Eis-Piste

Ski-Pensionist Marcel Hirscher bleibt Eis und Schnee treu, sattelt aber auf vier Räder um. Beim GP Ice Race in Zell am See gibt er einem RX-Audi vom Team Ekström die Sporen.

Der erfolgreichste Skirennläufer aller Zeiten ist zurück am Start. Beim GP Ice Race in Zell am See am kommenden Wochenende (1./2. Februar) kämpft Marcel Hirscher wieder um die Ideallinie. Er wechselt aber von zwei Brettern auf vier Räder. Dabei fährt er einen 600 PS starken Rallycross-Boliden von Audi. Zur optimalen Vorbereitung hat der 30-jährige Motorsport-Rookie ein spezielles Fahrtraining mit Reinhold Sampl absolviert – auf der Winter-Trainingsstrecke der Gemeinde Muhr im Salzburger Lungau!

Marcel Hirscher feiert beim GP Ice Race am alten Flugplatz in Zell am See-Kaprun sein Comeback auf Schnee und Eis. Der achtfache Gesamtweltcupsieger gibt mit dem Audi EKS RX S1 008 Gas, der in den Jahren 2018 und 2019 in der FIA World Rallycross Championship im Einsatz war. Einer der stärksten Boliden, den es in dieser Klasse gibt – und einer, der am schwierigsten zu fahren ist.

Reini Sampl, Europas einziger Fahrtechniktrainer im Rollstuhl und früher selbst alpiner Skisportler, erklärt die spezielle Herausforderung dieses Boliden: „Marcel musste sich auf ein extremes Auto einstellen. Einfach nur einsteigen und losfahren funktioniert nicht, weil es keine normale Schaltung gibt und die Lenkung sehr direkt anspricht. Dazu kommen die Schweden-Spikes mit einer Länge von sieben Millimetern, die dem Fahrzeug eine ganz eigene Charakteristik geben. Solche Rennautos brauchen eine starke Führung, um sie im Grenzbereich wirklich schnell zu fahren.“

Marcel Hirscher kann bei seinem Start beim GP Ice Race auf seine Erfahrungen im Skisport bauen. Es ist allerdings nicht sein Gespür für Schnee, das ihm hilft, sondern sein Blick für die Ideallinie. „Skifahrer haben ein Gefühl für die ideale Kurve und Marcel ist dabei ein Perfektionist. Das ist ein Riesenvorteil bei der Linienwahl“, so Reini Sampl.

Marcel Hirscher nach dem ersten Training in Muhr: „Anfangs war sehr viel Nervosität dabei, und vor allem Respekt. Es ist eines der schnellsten Rallycross-Autos. Also eine ganz beeindruckende Geschichte für mich und eine Erfahrung, die ich nicht missen möchte. Das Auto hat mich sehr gefordert. Hut ab vor jedem Rallye-Fahrer. Es ist unfassbar, wie schnell du reagieren und wie konzentriert du sein musst. Es war sehr wichtig, dass ich vor dem Event ein paar Kilometer fahren konnte, weil es mit einem Straßenauto tatsächlich null zu tun hat. Ich freue mich auf das Wochenende. Die Leute erwarten sich, dass ein schneller Skifahrer auch schnell Auto fährt, aber ich werde in erster Linie Spaß haben und versuchen, das Auto wieder heil zurückbringen!“

Highlichts GP Ice Race in Zell am See

- Rund 150 Renn- und Rallyefahrzeuge aus allen Epochen des Motorsports sind gemeldet
- Audi präsentiert den Formel E-Rennwagen Audi e-tron FE06 mit Werksfahrer Daniel Abt
- DTM-Champion René Rast und Benoît Tréluyer driften mit dem Audi RS 5 DTM, Rallye-Weltmeister Stig Blomqvist mit dem spektakulären Audi Sport quattro S1 E2
- Mit Hans-Joachim Stuck, Aksel Lund Svindal, Catie Munnings oder Bene Mayr werden viele weitere prominente Sportler gegen- und miteinander fahren
- Red Bull sorgt mit NASCAR-Rennwagen auf Spikes (mehr als 650 PS aus einem 6,5-Liter-V8-Triebwerk) für ein Spektakel auf dem Eis

Steckbrief: Audi EKS RX S1 008
Der Audi EKS RX S1 008 kommt aus der FIA World Rallycross Championship und wurde bisher von Nico Müller (2018) und Krisztián Szabó (2019) pilotiert. Der Bolide wird von einem 600 PS starkem 4-Zylinder-Turbo-Motor mit 1.983 ccm angetrieben und beschleunigt von 0 auf 100 km/h in 2,5 Sekunden. Drehmoment: 800 Nm bei 4.500/min.

Zeitplan Showfahrten mit Marcel Hirscher
Samstag: 17:11-17:15 Uhr // 20:31-20:35 Uhr
Sonntag: 13:06-13:10 Uhr

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GP Ice Race: Marcel Hirscher im Ekström RX-Boliden

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