RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Rallye-ÖM: Admont

Brennheisses Finale!

Auch ein brennender Motor konnte den dritten Sieg in Folge für Marcus Leeb und Gerald Winter nicht verhindern!

Am vergangenen Wochenende dem 11. und 12. Oktober 2003, fand der achte und vorletzte Lauf zur Österreichischen Rallye-Staatsmeisterschaft im Raum Admont statt. Die Rallye wurde dabei unter anderem durch eine fulminante Aufholjagd vom Team Leeb/Winter geprägt.

Die Chronik: SP1: Leeb startete die Rallye wie gewohnt mit hohem Anfangs-Speed und holte sich gleich 16 Sekunden Zeitvorsprung auf Heinz Jakobitsch. SP2: Hier erhöhte Heinz Jakobitsch den Druck und verlor nur noch 2 Sekunden auf Marcus Leeb/Gerald Winter. SP3: Auf dieser Sonderprüfung gelang Jakobitsch seine erste Bestzeit mit 1 Sekunde Vorsprung vor Leeb. Somit schrumpfte der Vorsprung von Marcus Leeb auf 17 Sekunden. SP4: Hier verlor Leeb durch einen Reifenschaden 50 Sekunden, dadurch ging Jakobitsch mit einer weiteren SP-Bestzeit mit 34 Sekunden in Führung. SP5: Ab dieser Prüfung zeigte das Team Leeb/Winter Talent und Nervenstärke pur.

Sie erzielten bis zum Ende des ersten Tages alle weiteren Sonderprüfungsbestzeiten, obwohl sie vom Technikteufel heimgesucht worden waren. Zirka drei Kilometer vor dem Ende der letzten SP platzte plötzlich der Schlauch der Servolenkung, das Öl lief über den heißen Motor und es bildeten sich weiße Rauchwolken. Nach der Zieldurchfahrt der SP und dem Abreissen des Fahrtwindes fing das Rallyeauto plötzlich Feuer. Der Brand konnte jedoch zum Glück gelöscht werden, dank einer hervorragenden Mechanikerleistung konnte die geplatzte Leitung gewechselt werden.

Den ersten Rallye-Tag beendete das Team Leeb/Winter also dank seiner tollen Leistung mit 10 Sekunden Vorsprung vor dem Team Jakobitsch/Jöbstl.

Tag 2: Leeb/Winter behielten ihr Tempo bei und konnten wiederum Bestzeit um Bestzeit fahren und so lagen sie 2 Sonderprüfungen vor Schluss der Rallye schon 1 Minute und 10 Sekunden vor den Zweitplatzierten Jakobitsch/Jöbstl.

Auch ein weiter Lavanttaler konnte bei dieser Rallye auf sich aufmerksam machen: Auf der vorletzten SP fuhr Peter Ebner, der 125ccm Motorrad-Staatsmeister aus dem Lavanttal, seine erste SP-Bestzeit.

Doch auch die letzte Sonderprüfung brachte keine Veränderungen mehr im Klassement und so konnten Marcus Leeb/Gerald Winter trotz erheblicher Probleme die Rallye klar für sich entscheiden und gewannen mit 1 min und 15 sec vor Heinz Jakobitsch/Mario Jöbstl. An dritter Stelle der sehr beherzt fahrende Peter Ebner mit 23 Sekunden Rückstand auf Heinz Jakobitsch.

Die Meisterschaft wird durch dieses Ergebnis natürlich noch spannender, denn die Entscheidung um den Meistertitel fällt nun bei der letzten Rallye der Saison, von 7. bis 8. 11. 2003 im Waldviertel. Nach Verlust-Punkten ist Leeb schon in Front, jedoch benötigt er bei der letzten Rallye mindestens einen vierten Platz und muss vor Jakobitsch sein.

Leeb: „Wir sind hier die beste Rallye der laufenden Saison gefahren, und es hat sich gezeigt, dass wir vom Fahrerischen her sehr gut sind und trotz weniger Leistung, die unser Serienmotor besitzt, die Teamkollegen im Griff haben.“

News aus anderen Motorline-Channels:

Rallye-ÖM: Admont

Weitere Artikel:

WRC-Verkauf vor Abschluss

Neuer Promoter soll bald verkündet werden

Ein 25-Jahres-Deal für die WRC? Die FIA sucht einen langfristigen Partner statt kurzer Investment-Deals - Die Entscheidung steht nun unmittelbar bevor

Am 27. und 28. Februar kehrt der Rallyesport nach 15 Jahren zurück in das Triestingtal. Mit der ARC Rallye Triestingtal feiert die Austrian Rallye Challenge einen fulminanten Saisonauftakt....

WRC Monte-Carlo: Nach SP12

Solberg kontrolliert das Geschehen

Toyota bleibt nach elf Wertungsprüfungen beim Saisonauftakt der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) in Monte Carlo mit einer Dreifachführung auf Kurs. Auf Kurs liegen auch Keferböck/Minor mit der Führung im WRC Masters Cup.

Die 94. Rallye Monte Carlo wird in die Geschichte der Rallye-Weltmeisterschaft eingehen - das K4-Duo Johannes Keferböck und Ilka Minor konnte das große Abenteuer nicht nur bestehen, sondern auch einen überlegenen Sieg im WRC Masters Cup einfahren.

WRC Monte-Carlo: Bericht

Oliver Solberg siegt bei Eis und Schnee

Oliver Solberg schreibt Geschichte: Der 24-Jährige gewinnt die Rallye Monte-Carlo 2026 und wird zum jüngsten "Monte"-Sieger in der Geschichte der WRC. Keferböck/Minor gewinnen den WRC Masters Cup.