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Herbst-Rallye: Leiben

Ich komme wieder...

Ein klassisches K.O. in der ersten Runde - so könnte man den Ausgang der Herbst-Rallye aus Sicht des Schuma Rallyeteams mit knappen Worten skizzieren.

Die Herbst-Rallye des Jahrgangs 2003, die sich mit ihren anspruchsvollen Sonderprüfungen durch Yspertal und Weitental attraktiver als je zuvor präsentierte, war mit ihren diesmal auch überwiegend regennassen Fahrbahnen ein typisches Beispiel für eine Rallye, bei der man „mehr derwartet, als man derfahrt”.

Dem Publikum präsentierte sie sich als spektakuläre Showbühne, den Fahrern als knifflige Herausforderung im Wählen des richtigen Kompromisses zwischen hartnäckigem Forcieren und gezielter Zurückhaltung, wo es notwendig ist.

Das wurde Martin Schula und Ing. David Bajzek schon auf SP 1 „Artneramt” zum Verhängnis. Auf der nach eigener Einschätzung „einzigen gefährlichen Stelle” (nachher weiß man's immer besser), einer Rechts-Zwei, lag ein bißl zu viel Sand und ein bißl zu viel Schmutz, und so erreichte der einmal mehr klaglos laufende Einser-Golf die Kurve ein bißl schneller, als sie es eigentlich vertrug.

Ein entschlossenes, wenn auch gefühlvoll dosiertes Bremsmanöver half ebenso wenig wie ein kurz darauf folgender Tritt aufs Gaspedal, um eventuell noch zu stabilisieren. Auf dem nunmehr sicheren Weg in den Straßengraben traf der GTI noch auf der Hinterseite einen Baum, doch trotz des heftigen Abgangs sollten sich die auch in der Gruppe H obligaten Sicherheitseinrichtungen bewähren (Fahrer und Beifahrer unverletzt).

Die Wagenkarosserie wurde allerdings schwer in Mitleidenschaft gezogen, den Rest besorgte der Suzuki Swift von Christoph Nikoll, welcher seinerseits unfreiwillig die Strecke verlassen hatte und den Golf noch etwas weiter in die Tiefe hinabgleiten ließ. Das Auto ist reif für den Schrott, aus dem geplanten Start bei der Waldviertel-Rallye wird nichts.

Natürlich ist dieses Missgeschick sehr bedauerlich, hat doch das Ergebnis von so manchem scheinbaren Statisten gezeigt, dass speziell bei dieser Veranstaltung aufgrund der gelungenen Streckenwahl auch Fahrzeuge mit wenig PS sehr gute Chancen haben. Dieser Umstand wäre bei normalem Verlauf dem Schuma Rallyeteam sicher entgegen gekommen. Aber Ausritte gehören eben auch zum Rallyesport dazu.

Der Eindruck des Teams von der Herbstrallye ist trotz des unglücklichen Ausgangs ein äußerst positiver, Toni Hochstöger, der auf ein kleines, aber treues Helferteam bauen kann, hat als Organisator Hervorragendes geleistet und wandelt ein wenig auch auf den Spuren von Österreichs legendärem Weltmeisterschaftslauf (die Alpenfahrt, fürwahr eine Legende, wie wir wissen). Einer von vielen guten Gründen, weswegen die Devise von Martin Schula ab sofort lautet: Ich komme wieder, mit neuem Golf GTI Eins!

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