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Meister Raimund Baumschlager als Gejagter

Mit altem Auto, neuem Beifahrer und neuen Gegnern im Kampf um den Titel startet Raimund Baumschlager in die Rallye-Saison 2005.

Der Remus-Pilot, der im vergangenen Jahr bereits nach der fünften Rallye seinen Titel erfolgreich verteidigt hatte, peilt 2005 mit Thomas Zeltner den Hattrick an. Die Herausforderung ist groß, ebenso die Zahl der Herausforderer.

Hatte sich im vergangenen Jahr das Titelrennen auf ein Duell Baumschlager gegen Harrach reduziert, so ist in der kommenden Saison mit Achim Mörtl ein weiterer österreichischer Spitzenpilot in den Ring gestiegen, um Baumschlager die Suppe zu versalzen.

Die Pikanterie an der Sache: Mörtl hat mit einem von Stohl-Racing aufgebauten und betreuten Mitsubishi Evo VII dem Champion aus Rosenau den Kampf angesagt. „Ich soll für die Firma Stohl den Titel einfahren“, konkretisierte der Kärntner seine Aufgabe für die Saison 2005.

Baumschlager stellt sich der Herausforderung: „Ich nehme die Kampfansage von Achim gerne an. Er ist ein schneller Mann und ich akzeptiere es, wenn er sich als Favorit sieht. Er ist es sicher nicht allein, Beppo Harrach kann schnell fahren und auch der Ungar Krisztian Hideg, der international sehr erfahren ist und der mit dem Ex-Auto von Gottfried Kogler ein Topgerät zur Verfügung hat. Er bestreitet damit die komplette österreichische Meisterschaft. Ich vertraue auf meinen altbewährten BRR-Mitsubishi Evo V. Es ist das älteste Auto im Titelrennen und die Technik ist ja nicht stehen geblieben. Als Favorit bin ich damit ausgeschieden.“

Zum Saisonstart bei der IQ-Jänner-Rallye vom 6. bis 8. Jänner im Mühlviertel ist außerdem auch WM-Starter Manfred Stohl mit einem Mitsubishi Evo VII in der Gruppe A8 dabei, um Punkte zu holen. Auch diese Konstellation findet Baumschlager pikant: „Gerade Manfred hatte in der Vergangenheit Stimmung gegen die Klasse A8 in der österreichischen Meisterschaft gemacht und jetzt setzt er zwei Leute ein, um für Stohl Racing den Titel zu holen.“

Baumschlagers Taktik für den Meisterschafts-Auftakt im Mühlviertel ist klar: „Da ich mich hinter meinen Konkurrenten und den WRC-Fahrern anstellen muss, heißt es für mich gscheit fahren, vernünftig sein und trotzdem nichts verschenken. Das Resultat kann ich sowieso nicht beeinflussen.“

Die neue Meisterschafts-Regel bei IQ-Jänner-Rallye – getrennte Wertung beider Tage – findet der Remus-Pilot vernünftig. „Da ja 90 Prozent der Starter Privatfahrer sind, ist es gut, dass man bei einem Ausrutscher am zweiten Tag wieder starten und Meisterschaftspunkte holen kann. Außerdem ist es eine nette Aufgabe, das in die Taktik mit einzubeziehen.“

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