RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Rallye-ÖM: IQ-Jänner-Rallye

Freud und Leid

Während der erste Tag für Franz Kohlhofer und seinen Co Erwin Hadolt noch prima lief, spielte auf er zweiten Etappe das Getriebe nicht mehr mit.

Bei der Jännerrallye hatte die Quattro-Legende ihren Anfang genommen, heute sorgen etliche Teilnehmer der Gruppe H dafür, dass die Legende weiterlebt. Und zwar nicht nur auf Bildern, sondern live und echt. Von allen Audis, die bei der IQ-Jänner-Rallye 2005 angetreten waren, war der Urquattro von Franz Kohlhofer zweifellos das authentischste Gerät. Mit so einem Wagen duellierten sich früher Franz Wittmann, Björn Waldegaard und Freddy Kottulinsky.

Was heute in der Gruppe H geboten wird, ist um nichts weniger eindrucksvoll. Spannend war der Wettkampf im Mühlviertel in dieser Klasse allemal, und einer, der besonders dafür sorgte, dass es spannend war, war Franz Kohlhofer. Er hat mit seinen Zeiten auf den unerhört schwierigen Prüfungen bewiesen, dass er mehr denn je zu den Top-Favoriten in der Gruppe H zählt. Überdies überzeugte er mit einer fehlerlosen Fahrt, wenngleich er nicht mit jenem Ungestüm ans Werk geht, das etwa einen Christof Klausner auszeichnet. Es steckt halt doch sehr viel Kapital in dem Wagen, da ist Bedacht angesagt.

Was nicht gleichzusetzen ist mit Langsamkeit, und dafür lieferten Franz Kohlhofer und Erwin Hadolt durchwegs aussagekräftige Beweise. So ortete die Stoppuhr das steirische Audi-Team auf der ersten SP an der zweiten Stelle in der Gruppe H. An der ersten Position befand sich ein Mann, der der IQ-Jänner-Rallye in dieser Kategorie später noch den absoluten Stempel aufdrücken sollte: Johann Seiberl mit dem ehemaligen Mazda von Markus Benes.

Auf SP 2 wendete sich das Blatt zugunsten von Franz Kohlhofer, der nun über einige Sonderprüfungen eine tolle Phase erlebte: Er führte die Gruppe H an. Dies blieb immerhin bis auf SP 7 so, erst auf SP 8 hatte Johann Seiberl wieder die Führung an sich gerissen. Immerhin gelang es Kohlhofer/Hadolt, ihre Position auf Platz 2 auch auf den schwierigen Samstagvormittags-SP’s, die über die „Hochschaubahn“ der Castrol-Arena Königswiesen und über die nicht minder spektakuläre Liebenstein-SP führten, zu verteidigen. Erst als es beim zweiten Durchlauf von Liebenau-Liebenstein-Winding das Getriebe zerrissen hatte, war die hervorragende Vorstellung zu Ende.

So blieb zuletzt nur noch die Genugtuung, den ersten Tag in Wertung beendet zu haben und lange Zeit eine heiß umkämpfte Gruppenwertung angeführt zu haben. Und für Franz Kohlhofer selbst die Erkenntnis, dass er sein Können nicht nur auf trockenem Asphalt, sondern auch auf Eis und Schnee gekonnt ausspielen kann. Das richtige Maß an Bedacht und Vorsicht kann sich durchaus in schnellen Zeiten niederschlagen. Der Rest liegt leider bei der Technik…

News aus anderen Motorline-Channels:

Rallye-ÖM: IQ-Jänner-Rallye

- special features -

Weitere Artikel:

Toyota-Pilot Oliver Solberg hat seine Führung bei der WRC Rallye Monte-Carlo 2026 verteidigt, obwohl er am Freitagvormittag einen schleichenden Plattfuß hatte. Keferböck/Minor führen weiter bei den Masters.

Rallye Dakar 2026: Etappe 6

Al-Attiyah übernimmt Führung

Dacia-Fahrer Nasser Al-Attiyah setzt sich mit Sieg auf Etappe 6 an die Spitze der Gesamtwertung - Daniel Sanders dominiert Motorrad-Etappe, kassiert aber Zeitstrafe

WRC Monte-Carlo: Tag 2 (SP9)

Ogier verkürzt Rückstand

Im Duell um P2 hinter Spitzenreiter Oliver Solberg macht "Monte"-Rekordsieger Sebastien Ogier weiter Boden gut - Thierry Neuville hängt kurzzeitig fest. Keferböck/Minor führen weiterhin bei den Masters.

WRC Monte-Carlo: Nach SP3

Solberg führt bei Eis, Schnee und Nebel

Bei extrem tückischen Bedingungen auf der ersten Etappe der "Monte" behält Toyota-Neuzugang Oliver Solberg trotz "hundert Beinahe-Abflügen" kühlen Kopf. Keferböck/Minor auf Platz 19 der RC2 liegend bei den WRC Masters in Führung.

Rallye Dakar 2026: 9. Etappe

Nani Roma erobert die Gesamtführung

Die Gesamtwertung drehte sich auf der neunten Etappe komplett - Das Ford-Duo Nani Roma und Carlos Sainz führt nun vor Dacia-Speerspitze Nasser Al-Attiyah