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Kitcar-Zuwachs

In der Gr.A gilt Baumschlager als Favorit, daneben darf man sich auf die Kitcar-Duelle Waldherr/Rosenberger & Doppelreiter/Benedict freuen.

Für Raimund Baumschlager ist im steirischen Wechselland Revanche angesagt. Revanche nicht nur für das Technik-Problem im Lavanttal, sondern auch für das Resultat bei der Bosch Super plus-Rallye 2005.

Der regierende Staatsmeister, der sich auch in dieser Saison bereits mit zwei Siegen als der zu schlagende Pilot in der Gruppe A bewiesen hat, geht daher mit besonderer Motivation an den Start in Friedberg.

Dass ihm jedoch keine Zeit zum Verschnaufen bleiben wird, dafür sollte nicht nur Lavanttal-Sieger Krisztian Hideg aus Ungarn sorgen, dem inzwischen ja fast jeder Mega-Ritt zuzutrauen ist, sondern auch Baumschlagers zuletzt etwas unglücklich operierender Teamkollege Toto Wolff und natürlich Franz Wittmann jun.

Letzterer hat sich ja kürzlich mit dem Sieg beim ersten Lauf zur Austrian Rallye Challenge, der Triestingtal-Rallye, dem ersten in seiner noch so jungen Karriere, das nötige Selbstvertrauen für einen Großangriff auf die großen Favoriten geholt.

Zahlenmäßig so stark wie noch nie wird die frontgetriebene Kit Car-Fraktion auftreten. Und hier wirbelt das VW-Rallye-Team Austria wie schon so oft einigen Staub auf. Erstmals wird nicht wie in den vergangenen beiden Jahren ein Golf IV Kit-Car mit 295 PS eingesetzt, sondern gleich zwei dieser spektakulären Boliden.

Mit einem in den Niederlanden völlig neu aufgebauten Fahrzeug feiert Kit Car-Spezialist Andreas Waldherr seinen Saison-Einstieg und wird – optimale Wetterverhältnisse vorausgesetzt – natürlich versuchen, nicht nur vor allen Gruppe N-Fahrzeugen, sondern auch unter den Top-3 der Gesamtwertung ins Ziel zu kommen.

Sein neuer Teamkollege, Kris Rosenberger, sitzt zwar nicht zum ersten Mal in einem Golf und auch nicht zum ersten Mal in einem Kit-Car. Bereits 1998 absolvierte der Ex-Staatsmeister fünf Läufe zur Rallye-Weltmeisterschaft in einem VW Golf III Kit-Car, wobei er als bestes Resultat einen bemerkenswerten 8. Gesamtrang bei der Safari-Rallye in Kenya einfahren konnte. Im Wechselland sei ihm eine kurze Gewöhnungszeit vergönnt.

Zuletzt war Kris in der historischen Klasse unterwegs. Der St. Pöltner pilotiert das 2005er-Auto von Andreas Waldherr. Seine ausgezeichneten Historic-Zeiten im Mühlviertel und Lavanttal haben ihn jedenfalls als universell talentierten Piloten ausgewiesen, der nicht nur mit Allrad-Fahrzeugen hervorragend umzugehen versteht.

Schwer könnte es für die beiden Super 1600-Piloten, David Doppelreiter und Waldemar Benedict, werden. Zwar ist die Technik dieser Fahrzeuge aus der Junior-Weltmeisterschaft etwas moderner als jene der Zwei-Liter-Kit Cars, die von der FIA ja längst aus der Europameisterschaft verbannt wurden, das Gewicht jedoch ist trotz des Hubraum-Unterschieds sehr ähnlich. Dazu kommen gut 60 PS mehr, die die Zwei-Liter-Autos zusätzlich aktivieren können.

David Doppelreiter, immerhin Vorjahrssieger bei der Bosch Super plus-Rallye, und Waldemar Benedict, dürften auf den bekannt schnellen Sonderprüfungen jedenfalls einen schweren Stand haben, wenn man sich an den Vorjahrszeiten von Benedict orientieren kann. Überraschungen sind natürlich möglich und man darf gespannt sein, was vor allem Doppelreiter aus seiner französischen Taschen-Rakete herauszupressen imstande ist.

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