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Rallye-ÖM: Castrol-Rallye

Pech für Berger, Klammer schlägt zu

Nach vorzeitigem Ausfall von Hermann Berger war der Erfolg von Mario Klammer klar und deutlich, von 14 gestarteten Suzukis erreichten elf das Ziel.

Nur einen Monat nach dem Einsatz bei der Bosch Super Plus Rallye in Pinggau trafen sich die Teilnehmer des Suzuki Motorsport Cup, diesmal bei der Castrol Judenburg-Pölstal Rallye; im steirischen Murtal. Nicht mit dabei war der Grazer Marko Klein, sein Swift konnte nach dem Unfall in Pinggau nicht mehr rechtzeitig fertig gestellt werden.

Vom Start weg dominierte Gesamtleader Hermann Berger im Swift und konnte Prüfung für Prüfung, den Vorsprung auf seine schärfsten Verfolger; Mario Klammer, Veit König, Alexander Schiessling und Thomas Heuer bis zur SP 5 auf 13,7 Sekunden ausbauen.

Beim Abschluss des ersten Tages auf dem Stadtkurs in Judenburg schlugen Veit König und Mario Klammer zurück, dabei gelang es den Beiden den Vorsprung von Berger, auf 7,9 bzw. 10,8 Sekunden zu minimieren. Bester Ignis Pilot war zu diesem Zeitpunkt Wolfgang Werner vor Dieter Kienbacher auf den Gesamtplätzen Sechs und Acht.

Den zweiten Tag begann Hermann Berger dann furios. Mit zwei überragenden Bestzeiten gelang es ihm; seinen Vorsprung auf fast eine halbe Minute auf seine Mitbewerber; auszubauen. Dahinter matchten sich König, Klammer und Hermann Neubauer recht heftig. Dann kam die SP 9, sie wurde Hermann Berger zum Verhängnis. Er musste seinen Swift mit gebrochener Halbachse abstellen.

Zuvor hatte bereits auf der SP 7 Vorjahresmeister Thomas Heuer ein böses Erlebnis. Nach einem heftigen Ausritt musste er ins Spital nach Judenburg gebracht werden, wo die Ärzte gottlob nur eine Gehirnerschütterung diagnostizierten. Auf der gleichen Prüfung erwischte es auch Alexander Schiessling, sein Unfall blieb aber ohne körperliche Folgen.

Ab der SP 9 war dann Mario Klammer der überlegene Mann. Es gelang ihm mit fünf Bestzeiten seinen Vorsprung auf 28,8 Sekunden auszubauen und so diesen Lauf für sich zu entscheiden. Auf den Plätzen Zwei und Drei die beiden Swift Piloten Veit König und Hermann Neubauer. Bester Ignis Fahrer wurde als Gesamtvierter Wolfgang Werner vor Typenkollegen Dieter Kienbacher.

Ergebnis des Suzuki Motorsport Cups bei Castrol Judenburg-Pölstal Rallye

01 Mario Klammer/Andreas Allmer A/A Suzuki Swift 1:24:01,2 Stunden
02 Veit König/Mihael Schwendy D/D Suzuki Swift + 28,8 Sekunden
03 Hermann Neubauer/Hannes Doppler A/A Suzuki Swift +1:56,1 Minuten
04 Wolfgang Werner/Johanna LungenschmiedA/A Suzuki Ignis +3:34,6
05 Dieter Kienbacher/Ulrike Mittenhuber A/A Suzuki Ignis +4:15,4
06 Peter Schauberger/Christa Saibel A/A Suzuki Swift +5:39,6
07 Norbert Kunz/Maros Certan A/A Suzuki Ignis +5:47,6
08 Klemens Haingartner/Stefan Haingartner A/A Suzuki Ignis +6:25,0
09 Michael Hofer/Dominik Riedmayer A/A Suzuki Swift +6:39,8
10 Markus Jaitz/Richard Schützner A/A Suzuki Ignis +6:47,5
11 Walter Danklmeier/Susanne Müller A/A Suzuki Ignis +8:35,7

Stimmen nach der Rallye

Sieger Mario Klammer:
„Für uns ist alles perfekt gelaufen. Speziell der Rundkurs in Pöls hat mir gefallen. Es waren sehr anspruchsvolle Prüfungen, wobei die Schotteranteile mir sehr entgegen kamen. Für Thomas Heuer tut es mir leid, dass er die Rallye nicht beenden konnte.“

Bester Ignis Pilot Wolfgang Werner: Ich bin mit diesem Erfolg sehr glücklich. Meine Beifahrerin hat eine für mich sensationelle Leistung gebracht. Leider hatten wir durch ein gerissenes Schaltseil einige Zeit verloren, das konnten wir aber am Nachmittag durch richtig gewählte Reifen, ausgleichen.“

Suzuki Motorsport Organisator Max Zellhofer: „Es war eine sehr schwierige Rallye mit Bedingungen, die nur Profis meistern können. Mein Lob gilt allen Fahrern und den Beifahrern für ihr Verhalten und ihren sehr professionellen Auftritt. Durch den vorzeitigen Ausfall von Berger, Heuer und Schiessling bleibt die Meisterschaft weiter spannend.“

Punktestand im Suzuki Motorsport Cup 2007 (nach zwei Rundstreckenrennen in Melk und zwei Rallyes in Pinggau und Judenburg)

01 Hermann Berger (Stmk) 19 Punkte
02 Mario Klammer (Stmk) 18
03 Thomas Heuer (NÖ) 13
04 Veit König (D) 12
05 Marko Klein (Stmk) 09
06 Alexander Schiessling (NÖ) 07
Hermann Neubauer (Sbg) 07
08 Wolfgang Werner (NÖ) 04
09 Peter Schauberger (W) 02
10 Didi Kienbacher (OÖ) 01
Norbert Kunz (NÖ) 01

Der ursprünglich als Gesamt-Fünfter geführte Dieter Kienbacher (Ignis) wurde nachträglich von der Rallyeleitung aus der Wertung genommen, da er nach der letzten gefahrenen Sonderprüfung 14, eine Zeitkontrolle ausgelassen hat.

Die nächste Veranstaltung im Suzuki Motorsport Cup findet am 21. und 22. Juli 2007 in Cerklje (Slowenien) statt, wo diesmal zwei Rundstreckenrennen gefahren werden.

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